Papablog (5): Samstags nach dem Frühstück.

Vor einigen Wochen generierten meine Frau und ich eine neue Idee. Wie wäre es, wenn wir freitags zu meinen Eltern aufs Land fahren würden, dort übernachteten und am Samstagmorgen ihnen in Haus und Garten helfen könnten? Auslöser für diese Idee war die wiederholte Erfahrung, dass unsere Jungs mehr Auslauf und sinnvolle Aufgaben brauchen. Sonst entwickeln sie in der Untätigkeit und in der überschäumenden Kraft Ideen, die sie besser zugunsten von anderen eingesetzt hätten. Gesagt, getan.

Die kritische Stelle kam nach dem Frühstück. Etwas weniger geschlafen als sonst, gut gegessen und voller Tatendrang: Wenn ich mich in diesem Moment als Vater zurückziehe, geschieht genau das Gegenteil dessen, was ich mir gewünscht habe. Sich selber überlassen, entwickeln die Jungs ihre eigenen Ideen (was an sich auch nicht schlecht ist). Mein Vater hatte eine gute Idee: Er trainierte eine Stunde mit dem Fall ihre koordinativen Fähigkeiten. Ich begann einen „Blätz“ zu jäten.

Aufs neue wird mir klar: Kinder wollen angeleitet werden. Wenn sie einige gute Impulse aufgenommen und verarbeitet haben, suchen sie sich dann vermehrt eigene sinnvolle Aktivitäten. (Ansonsten gibt es die lustlose Alternative, dieselben Aktivitäten online in Gedanken abzuspulen – in ihren Games.)