Publikation: Schlafen – Alltag aus christlicher Weltsicht

Schon mal richtig mit dem Schlaf gekämpft? Vielleicht wird einem erst dann bewusst, wie kostbar dieser unbekannte Drittel unseres Leben ist. Ich habe ihm ein eBuch gewidmet.

In der Reihe „Alltag aus christlicher Weltsicht“ gehe ich Tätigkeiten nach, die bedeutenden Raum einnehmen. Zum Schlaf habe ich aus eigener Lebenserfahrung einiges beizutragen. Deshalb beginne ich mit der existenziellen Perspektive: Den Lernfeldern aus drei Schlafkrisen. Diesem Teil folgt eine Reflektion der Gott geschaffenen Ordnung sowie der Störungen durch den Sündenfall. Im dritten Teil beschreibe ich entlang des Tages- und Wochenablaufs, wie wir weiser mit diesem Drittel unseres Lebens umgehen können.

Insgesamt gebe ich der biblischen Sichtweise Raum. Sonst hätte ich ja es bei der Empfehlung eines Schlafratgebers bewenden lassen können. Ich weiß, dass einige furchtbar unter der Schlaflosigkeit und deren Konsequenzen leiden. Ich hoffe, dass der Blick aufs Ziel gerade solche Menschen tröstet.

In zwei Hörfolgen (Teil I; Teil II; 60 Minuten) habe ich die wichtigsten Themen aus dieser Publikation aufgegriffen.

Zitat der Woche: Haben wir eine Wahrheit, die sich gegen die schlechte Wirklichkeit wendet?

Klaus Bockmühl in seinem hoch interessanten Buch "Herausforderungen des Marxismus – verdrängte Hintergründe und bleibende Anfragen" (antiquarisch günstig zu bekommen). 

Haben wir auch eine Wahrheit, die sich kritisch gegen die schlechte Wirklichkeit wendet? Oder sind die Wahrheiten des Christentums ruhende Wahrheiten, aus denen nichts folgt? Wahrheiten ausschliesslich jenseitiger Art, die schon aufgrund ihres Wesens gar nicht in Konfrontation mit irdischer Wirklichkeit treten können, einfach weil es nicht ihre Aufgabe ist? … Unter dem Eindruck der leidenschaftlichen Kritik des Marxismus erinnern wir uns … daran, dass es in der Heiligen Schrift keine Wahrheit gibt, die nicht einen Aufruf an den Menschen bedeutet. An der Stelle der Kritik im Marxismus steht in der biblischen Offenbarung der Bussruf, dass nicht in erster Linie die Zustände, sondern die Menschen nicht so bleiben können, wie sie sind. (12-13)

Die Konfrontation mit dem Marxismus als einer Aufforderung zur Praxis der Weltveränderung nötigt die christliche Gemeinde von aussen zur Erinnerung an den Satz ihres Herrn: 'Wenn jemand den Willen dessen, der mich gesandt hat, tun wird, der wird innewerden, ob diese (meine) Lehre von Gott sei odeer ob ich von mir selbst rede' (Joh 7,17). – Über das richtige Verständnis Jesu entscheidet allein das Tun des Willens Gottes! (15)

Bockmühl führt dazu Matthäus 7,21, Matthäus 23,3, 2. Korinther 5,10, Jakobus 2,15-17 an  Er erkennt eine jahrhunderte alte Schwäche der Ethik in der protestantischen Tradition.

Die Vorbetonung des Rechtsurteils Gottes und die entsprechende Vernachlässigung der faktischen Erneuerung des Menschen ist eine alte Krankheit der protestantischen Theologie deutscher Sprache. Bis heute fehlt ihr das den Calvinismus auszeichnende Gleichgewicht von Rechtfertigung und Heiligung und die zu der Rechtfertigungslehre hinzutretende kräftige Betonung des Ethos der Schöpfungsordnungen im skandinavischen Luthertum. (19)

Wir haben Grund anzunehmen, dass der Aufbruch des Marxismus angespornt wurde durch eine weltabgewandte Theologie und Frömmigkeit in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, die sich nur für die Seele des Menschen interessierte, aber nicht für die Existenzbedingungen seines Leibes. … Der moderne Marxismus zünrt nicht mehr über die Entweltlichung als Zentraltendenz der herrschenden Theologie des zwanzigsten Jahrhunderts, sondern begrüsst die damit geschehene Räumung der Wirklichkeit, deren Raum nun freigegeben ist für eine rein atheistische Gestaltung. (20)

Hanniel hirnt (159-170): Vogelflüge durch die Schriftpropheten

Freudig präsentiere ich den Rest des Alten Testamentes, dies nicht abschätzig gemeint. Ich hoffe, dass der Hörer es merken wird, dass ich die Propheten liebe. Es ist ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. In 30 Stunden gehe ich durch das gesamte Alte Testament.

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Gastbeitrag aus Neuseeland: Wenn das Böse zuschlägt

Mit freundlicher Genehmigung des Autors Andre Bay, Pastor in Neuseeland, veröffentliche ich diesen mit Hilfe von deepl übersetzten Text. Gerade erreicht mich die Nachricht, dass 40 Christen in Nigeria durch eine Attacke um Leben kamen.

Wenn das Böse zuschlägt

Einen solch offensichtlich bösen Akt wie die Massenschießerei in einer friedlichen Nachbarschaft, Schule, Kirche oder Moschee zu verstehen, ist keine einfache Sache. Die Handlung selbst ist so irrational, dass der Versuch, sie in unserem Geist oder in unseren Herzen zu verstehen, sehr verwirrend sein kann und oft von Emotionen wie Angst, Zweifel, Hass oder sogar Rache getrieben wird.

Gottes Wort hilft uns, bestimmte Dinge im Kontext der allgemeinen Wahrheiten zu verstehen, die es uns offenbart:

Alle Menschen sind Sünder und zu solchem Bösen fähig.

Allein diese Woche lasen wir in den Nachrichten hier in Neuseeland von einem Mann, der sein 4-wöchiges Baby getötet hat; von einem 14-jährigen Jungen, der von einer 59-jährigen Frau in Whanganui getötet wurde; einer weiteren Person, die bei einer Schießerei in Mangere ums Leben kam. Nur durch die Gnade Gottes folgen unsere eigenen sündigen Herzen nicht dem bösen Potenzial, das sie besitzen.

Das Böse befällt alle Menschen.

Sündhaft hervorgebrachte böse Taten betreffen jeden, egal welcher Rasse, Kultur, Alter, Geschlecht, religiöser Überzeugung oder politischer Zugehörigkeit. Heute mag es eine muslimische Moschee sein, morgen eine jüdische Synagoge oder eine christliche Kirche. Solches Böses trifft oft unschuldige Schulkinder, Konzertbesucher oder Zuschauer. Das sind die Ereignisse, von denen wegen ihres Ausmaßes in den Medien berichtet wird. Jeden Tag werden Männer, Frauen und sogar Kinder wegen der von Sünde gesättigten Herzen, die zu bösen Taten führen, getötet.

Die Motivation ist entscheidend.

Manchmal kann die Motivation derjenigen, die diese abscheulichen Taten begehen, durch einige Missstände getrieben werden, die aus ihrer Rasse, Religion, Erziehung oder ihrem Einfluss auf andere stammen. Es wäre töricht, die Macht irreführender Einflüsse innerhalb dieser Gruppen zu ignorieren, die bereits in einem sündigen Herzen lagern, das zu viel Bösem fähig ist. Wenn wir aber die grundlegende Motivation ignorieren, dass diese bösen Taten durch ein von der Sünde verunstaltetes Herz herkommen, dann würde keine Anstrengung unternommen, um zu verhindern, dass so etwas passiert.

Resigniert, unser Schicksal zu akzeptieren?

Tief in unseren Herzen wissen wir, dass dies wahr ist – es könnte uns passieren! Aber wir sind keine Männer und Frauen, die einem unpersönlichen kosmischen Schicksal ausgeliefert sind. Wir können das Böse durch die Offenbarung des Wortes Gottes verstehen, das uns lehrt, warum Sünde existiert, was der Mensch in seiner Sünde kann und wie weit die Auswirkungen der Sünde auf unser Leben reichen. Wir wissen, dass Schmerz, Leid, Mord und Tod Teil des Lebens sind, und doch bleibt es nicht ungestraft, und es ist auch nicht das Ende! Gott handelt letztlich in der reinsten Form der Gerechtigkeit gegenüber denen, die Sünde begehen, und Er handelt auch in der reinsten Form der Liebe, Gnade und Barmherzigkeit gegenüber denen, die auf Ihn vertrauen. Obwohl Gott nicht der Urheber des Bösen ist, offenbart Gott durch das Böse des Menschen die wahre Natur des Herzens des Menschen und gleichzeitig seine unverdiente Gnade gegenüber Sündern.

Der Tod ist nicht das Ende, doch für einige ist er es.

So schockierend und traurig es auch sein mag, gerade unter solchen Umständen, wir wissen, dass der Tod nicht das Ende ist. Auf jeden Menschen wartet die Ewigkeit. Durch den Glauben an Christus ist diese Ewigkeit ein Leben in der Gegenwart Gottes. Aber für einige bedeutet der Tod das Ende der Möglichkeiten. Als meine 10-jährige Tochter gestern Abend betete, galten ihre aufrichtigen Gebete nicht nur dem schockierenden Tod unschuldiger Menschen, den wir mit Sicherheit spürten, sondern ihre Tränen betrafen ihre Seelen. Sie sagte: "Daddy, ich bin traurig, dass es jetzt keine Hoffnung mehr gibt, dass sie Jesus kennen lernen!"

Unsere Herzen sind gebrochen für die Familien, die Menschen verloren, die sie geliebt haben. Unsere Nation als Ganzes trauert um das, was in Christchurch geschehen ist, und wir bedauern die tiefe Wunde, die dieses Übel in unserer Gesellschaft verursacht hat; es stach in das Herz des Friedens, an den wir hier in Neuseeland so gewöhnt waren. Unser Leben wird sich höchstwahrscheinlich in vielerlei Hinsicht ändern, da Politiker jetzt versuchen werden, Gesetze zu erlassen, um das Unvorhersehbare zu verhindern; sie brauchen auch unsere Gebete.

Was sollen wir tun?

Wir sollen mit einem biblischen Verständnis unser Leben verbringen. Sünder werden sündige Handlungen begehen, und manchmal schockieren diese Handlungen die Gesellschaft mehr als zu anderen Zeiten. Wir leben immer im Schatten unseres eigenen Todes, wo die allgemeinen Auswirkungen der Sünde und manchmal auch direkte Handlungen des extremen Bösen unser Leben "unerwartet" verkürzen können. Wir sollen unsere Herzen schützen und böse Gedanken bekämpfen, indem wir ein göttliches Leben nach dem heiligen Wort Gottes führen und gleichzeitig die Hoffnung des Evangeliums verkünden. Kein wiedergeborener Mensch, ein wahrer Anbeter Gottes, würde sich jemals einem solchen Übel hingeben, weil Gottes eigener Geist in ihm wohnt. Wir sollen das Böse als das, was es ist, bekennen und uns nicht hinter unserer Rasse, Kultur oder Religion verstecken, um das zu verteidigen, was Gott selbst verurteilt. Wir sollen auf die souveräne, gnädige und liebevolle Vorsehung Gottes vertrauen, auch wenn wir sie im Moment nicht immer verstehen. Und schließlich sollen wir mit einem Verständnis für den Wert der menschlichen Seele leben. Die Botschaft der Erlösung in Jesus Christus sollte mit aufrichtiger Liebe in unseren Herzen zu allen Menschen verkündet werden.

Publikation: Lernen – Alltag aus christlicher Weltsicht

Die Reihe wäre unvollständig, wenn ich mich nicht zum Thema "Lernen" geäussert hätte. Ob Heranwachsender, Erwachsener oder in die Jahre Gekommener: Das Thema betrifft uns alle täglich.

In der Reihe „Alltag aus christlicher Weltsicht“ gehe ich Tätigkeiten nach, die bedeutenden Raum einnehmen. Wir sind dauernd damit beschäftigt Dinge zu lernen und sie wieder zu vergessen.

Ausgehend von meiner beruflichen und familiären Beschäftigung mit Lernprozessen gehe ich folgenden Fragen nach: Was ist Lernen? Was ist das Ziel des Lernens? Wie spielt die Sünde in Lernprozesse hinein? Wie denken Christen über das Thema Lernen? Warum trennen sie es oft von ihrem geistlichen Leben ab? Wie hängen Lernen und Charakterentwicklung zusammen? Was bedeutet dies für Lehren und Lernen in einem säkular geprägten Umfeld?

In 13 Minuten stelle ich die Absicht, Struktur und Inhalt des eBooks vor (Teil I, Teil II).

Publikation: Lesen – Alltag aus christlicher Weltsicht

Ein neues eBook zum Thema "Lesen" ist erschienen.

In der Reihe „Alltag aus christlicher Weltsicht“ gehe ich Tätigkeiten nach, die bedeutenden Raum einnehmen. Wir sollen Gott mit unserem ganzen Verstand lieben. Ein wichtiger Kanal, unser Denken zu seiner Ehre einzusetzen, geschieht durch das Lesen.

Als begeisterter Leser schildere ich, woher diese Leidenschaft stammt. Dabei habe ich keine schöngeistige Kost aufbereitet. Diese Abhandlung bietet eine geballte Fülle von Denkanstößen: Wie ein Buch erobert werden kann und wie man in einem Buch „lebt“; Wege den Inhalt eines Buches zu erfassen; über Bücher schreiben; ein Gesamtwerk lesen; eine Bibliothek aufbauen; die Bibel lesen; in der Familie eine Lesekultur etablieren. Schließlich enthält es meine persönlichen Tipps für Bücher in verschiedenen Lebensphasen. Wie ein Leser meiner Bücher es formuliert hat: „Deine Bücher kann man nicht snacken, man muss sie kauen.“ Lesen, verdauen, priorisieren, umsetzen.

In einem 11-minütigen Audiobeitrag bespreche ich Absicht, Form und Inhalt.

Hanniel hirnt (164): Essen – auffällige Gegensätze

Ich wollte die Serie "Alltag aus christlicher Weltsicht" eigentlich beenden. Doch dann ermutigte mich Alexander Rempel, noch eine Folge zum Thema Essen anzuhängen. Tatsächlich wird diesem Thema in der Bibel viel Raum gegeben.

Es hilft mir beim Schreiben, meine Gedanken zunächst auf Band zu bringen. In der gesellschaftlichen Analyse beschäftige ich mich mit einigen Gegensatzpaaren. Wie es C. S. Lewis einmal ausdrückte: Der Teufel sendet uns die Irrtümer stets paarweise auf den Hals. Es geht um

  • Fastfood und Slowfood
  • Vegetarier und Fleisch-Feinschmecker
  • Magersucht und Brechsucht
  • Industrielle Massenproduktion und biologischen Anbau
  • die sprichwörtlichen Gegensätze des 20. Jahrhunderts: Das luxuriöse Essen auf dem Kreuzfahrtschiff und die Wassersuppe im stalinistischen Lagersystem

Höre dir den ersten Teil (25 Minuten) an.

Kolumne: Der (Frei-)Kirchen Check-up

Aus meiner Sicht hat sich innerhalb des Evangelikalismus in unserem Sprachraum ein bedeutender theologischer Wandel vollzogen.  Hier sind einige Kriterien zur Lokalisierung:

  1. Haltung zur Bibel: Jesus wird gegen Aussagen der Bibel gestellt. Das Neue Testament ist in jeder Hinsicht „besser“ als das Alte. „Liebe“ ist Hauptbegriff, „Heiligkeit“ fehlt.
  2. Zugang zur Wirklichkeit: Zweifeln ist ein Muss. Die Letztinstanz zur Beurteilung bilden die eigenen Gefühle.
  3. Evangelium: Werde ein besserer Mensch (neue Gesetzlichkeit).
  4. Sünde: Alles, was deine Selbstentfaltung stört.
  5. Kirchenverständnis: Rein beziehungsmässig, Ablehnung des Institutionellen
  6. Liturgie: Ansprechende Präsentation, das „Ich“ feiern
  7. Predigt: Abfolge von Erlebnissen, „praktisch“
  8. Dogmatik: vehemente Ablehnung von Dogmen (= Hauptdogma)
  9. Ethik: Wir zeigen, dass wir gesellschaftlich „aufgeschlossen“ sind.
  10. Missionsauftrag: Veränderung der Gesellschaft, Öko-Religion (neue Gesetzlichkeit)
  11. Mystischer Lebensstil: Ich dringe zu Gott durch. Er sagt mir, was ich hören will.

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Buchbesprechung: Vaclav Havel von allen Seiten

Vaclav Havel (1936-2011) gilt als einer der wichtigsten politischen Figuren des 20. Jahrhunderts. Seine Theater, Essays und Reden sind in die deutsche Sprache übersetzt worden. Ich habe eine ellenlange Besprechung seiner «Briefe an Olga» aus dem Gefängnis verfasst, dazu eine kurze, auf den Einstieg fokussierte Zusammenfassung seines wichtigen Aufsatzes «Versuch, in der Wahrheit zu leben». Vor kurzem kam ein Einblick in seine Gedanken und Erinnerungen aus der Zeit nach seiner Präsidentschaft (2005) «Bitte fassen Sie sich kurz» dazu.

Nun habe ich die polit-philosophische Biografie des talentierten Schreibers John Keane zu Havel gelesen. Er löst sein Versprechen ein, auch die unschönen Seiten, die im Ausland weniger bekannt sind, aufzudecken. Dazu gehören nicht nur sein Primadonnen-Gehabe und sein Alkoholismus, sondern auch seine vielen Affären. Seine Frau Olga «stand ihrem Mann als einem sprichwörtlich herzlosen und respektlosen Verführer, der sich darin gefällt, den Frauen zu erliegen, nicht eben mit Milde gegenüber, aber sie rächte sich nicht und strafte ihn auch nicht, zum Teil wohl, weil sie seine Eskapaden für harmlos-pubertäres Benehmen hielt» (342).

Hier geht es zu meiner Besprechung.

Zitat der Woche: Verwerfung und Gottes Ratschluss

Erwählung und Verwerfung? Das will uns nicht in die Köpfe. Das biblische Zeugnis ist jedoch überwältigend. Herman Bavinck (Reformed Dogmatics, Vol. 2, S. 393f):

It is true that Scripture seldom speaks of reprobation as an eternal decree. All the more, however, does it represent reprobation as an act of God in history. He rejects Cain (Gen. 4:5), curses Canaan (Gen. 9:25), expels Ishmael (Gen. 21:12; Rom. 9:7; Gal. 4:30), hates Esau (Gen. 25:23–26; Mal. 1:2–3; Rom. 9:13; Heb. 12:17), and permits the Gentiles to walk in their own ways (Acts 14:16). Even within the circle of revelation there is frequent mention of a rejection by the Lord of his people and of particular persons (Deut. 29:28; 1 Sam. 15:23, 26; 16:1; 2 Kings 17:20; 23:27; Ps. 53:5; 78:67; 89:38; Jer. 6:30; 14:19; 31:37; Hos. 4:6; 9:17). But also in that negative event of rejection there is frequently present a positive action of God, consisting in hatred (Mal. 1:2–3; Rom. 9:13), cursing (Gen. 9:25), hardening (Exod. 4:21; 7:3; 9:12; 10:20, 27; 11:10; 14:4; Deut. 2:30; Josh. 11:20; 1 Sam. 2:25; Ps. 105:25; John 12:40; Rom. 9:18), infatuation (1 Kings 12:15; 2 Sam. 17:14; Ps. 107:40; Job 12:24; Isa. 44:25; 1 Cor. 1:19), blinding and stupefaction (Isa. 6:9; Matt. 13:13; Mark 4:12; Luke 8:10; John 12:40; Acts 28:26; Rom. 11:8). God’s reign covers all things, and he even has a hand in people’s sins. He sends a lying spirit (1 Kings 22:23; 2 Chron. 18:22), through Satan stirs up David (2 Sam. 24:1; 1 Chron. 21:1), tests Job (ch. 1), calls Nebuchadnezzar and Cyrus his servants (2 Chron. 36:22; Ezra 1:1; Isa. 44:28; 45:1; Jer. 27:6; 28:14; etc.) and Assyria the rod of his anger (Isa. 10:5ff.). He delivers up Christ into the hands of his enemies (Acts 2:23; 4:28), sets him for the fall of many, and makes him a fragrance from death to death, a stone of stumbling, and a rock of offense (Luke 2:34; John 3:19; John 9:39; 2 Cor. 2:16; 1 Pet. 2:8). He abandons people to their sins (Rom. 1:24), sends a spirit of delusion (2 Thess. 2:11), raises up Shimei to curse David (2 Sam. 16:10; cf. Ps. 39:9), uses Pharaoh to show his power (Rom. 9:17), and heals the man blind from birth to manifest his glory (John 9:3). Certainly in all these works of God one must not overlook people’s own sinfulness. In the process of divine hardening humans harden themselves (Exod. 7:13, 22; 8:15; 9:35; 13:15; 2 Chron. 36:13; Job 9:4; Ps. 95:8; Prov. 28:14; Heb. 3:8; 4:7). Jesus speaks in parables not only in order that people will fail to understand but also because people refuse to see or hear (Matt. 13:13). God gives people up to sin and delusion because they have made themselves deserving of it (Rom. 1:32; 2 Thess. 2:11). And it is ex posteriori that believers see God’s governing hand in the wicked deeds of enemies (2 Sam. 16:10; Ps. 39:9–10). Nevertheless, in all these things also the will and power of God become manifest, and his absolute sovereignty is revealed. He makes weal and creates woe; he forms the light and creates the darkness (Isa. 45:7; Amos 3:6); he creates the wicked for the day of evil (Prov. 16:4), does whatever he pleases (Ps. 115:3), does according to his will among the inhabitants of the earth (Dan. 4:35), inclines the heart of all humans as he wills (Prov. 16:9; 21:1), and orders their steps (Prov. 20:24; Jer. 10:23). Out of the same lump of clay he makes one vessel for beauty and another for menial use (Jer. 18; Rom. 9:20–24), has compassion upon whomever he wills and hardens the heart of whomever he wills (Rom. 9:18). He destines some people to disobedience (1 Pet. 2:8), designates some for condemnation (Jude 4), and refrains from recording the names of some in the Book of Life (Rev. 13:8; 17:8).
Vielmehr sehe ich immer wieder die Versuche, mit den unteren Stellen diesen kumulativen Beweis zu überstimmen (S. 398).
(T)he reprobates also receive many blessings, blessings that do not as such arise from the decree of reprobation but from the goodness and grace of God. They receive many natural gifts—life, health, strength, food, drink, good cheer, and so forth (Matt. 5:45; Acts 14:17; 17:27; Rom. 1:19; James 1:17)—for God does not leave himself without a witness. He endures them with much patience (Rom. 9:22). He has the gospel of his grace proclaimed to them and takes no pleasure in their death (Ezek. 18:23; 33:11; Matt. 23:27; Luke 19:41; 24:47; John 3:16; Acts 17:30; Rom. 11:32; 1 Thess. 5:9; 1 Tim. 2:4; 2 Pet. 3:9)
Und wie ist es mit der Sünde? Nochmals Bavinck (398f):
Sin and its punishment can never as such, and for their own sake, have been willed by God. They are contrary to his nature. He is far removed from wickedness and does not willingly afflict anyone. When he does it, it is not because, deep down, he wants to. They can therefore have been willed by God only as a means to a different, better, and greater good. (…)
God’s sovereignty is never more brilliantly manifested than when he manages to overrule evil for good (Gen. 50:20) and makes evil subservient to the salvation of the church (Rom. 8:28; 1 Cor. 3:21–23), the glory of Christ (1 Cor. 15:24ff.; Eph. 1:21–22; Phil. 2:9; Col. 1:16), and the glory of God’s name (Prov. 16:4; Ps. 51:4; Job 1:21; John 9:3; Rom. 9:17, 22–23; 11:36; 1 Cor. 15:28).