Input: Über die Logik der Abtreibungsbefürworter

Ich habe die Kommentarspalte eines Artikels zum Marsch fürs Leben gescannt. Unser einhelliges Urteil am Familientisch: Die Argumente sind über die Jahre nicht besser geworden.

Argument: “Es gibt immer Situationen im Leben, wo man den ‘falschen Weg’ gehen, muss um das Richtige zu tun.”
Anfrage: Wer definiert, was richtig ist?
Antwort: Ich nehme an: Der Einzelne bestimmt in Einklang mit seiner eigenen Stimmigkeit über Richtig und Falsch, hier nach dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel. Auf diese Weise kann auch ein Verbrechen gerechtfertigt werden.

Argument: Über das Frauenbild der Taliban lästern, aber gleichzeitig unsere persönlichen Frauenrechte aufs gröbste beschneiden wollen. Mehr an Doppelmoral geht nicht!
Anfrage: Wer unterdrückt wen?
Antwort: Nehmen wir die Leserin beim Wort! Wer andere tötet, unterdrückt sie. Frauen, die ihr ungeborenes Kind töten, unterdrücken diese. Sie gleichen darin den Taliban.

Argument: Was, wenn eine 16-Jährige ungewollt schwanger wird – soll diese dann auf das eigene Leben verzichten oder was?
Anfrage: Was ist sinnvolles Leben?
Antwort:  Nur ein Leben, das für sich selbst gelebt wird, scheint sinnvoll. Es ist aber genau umgekehrt: Erst in der Hin-Gabe wird Sinn richtig erlebt (nicht zu verwechseln mit “einfachem Leben”).

Argument: Haben die Schweizer nichts Besseres zu tun als zu demonstrieren?
Anfrage: Ist ein Hauptgötze der Schweizer, in Ruhe gelassen zu werden?
Antwort: Anscheinend ist für manche die Hauptsache unbehelligt (durch die Stadt) zur Arbeit zu kommen.

Argument: 90% der Babys mit Diagnose Trisomie-21 werden heutzutage abgetrieben! Oftmals werden Schwangere auch regelrecht von den Ärzten dazu gedrängt. Auf der anderen Seite kämpfen die Linken gegen Diskriminierung und für Inklusion.
Anfrage: Bestimmt die Funktionalität über den Wert des Menschen?
Antwort: Zustimmung – Diskriminierung!

Predigt: Paulus Verteidigung in Athen – Rechtsstreit statt Stammtisch

Seit Jahren habe ich die Rede von Paulus auf dem Areopag (Apg 17,16-34) als erstrangigen Beleg für a) die Suche nach Anknüpfungspunkten beim Gegenüber, b) als kollegialen Austausch, einem Stammtisch vergleichbar, c) als eine Fortführung der Gedanken der Gesprächspartner, angereichert um etwas von Jesus, vorgelegt bekommen. Der Theologe Simon Schuster legt in einer Predigt (45 Minuten) überzeugend dar, dass Paulus einen Rechtsstreit auf Tod und Leben ausfocht. Lukas macht deutlich:

  • Paulus ist ergrimmt – provoziert – verärgert. Er führt keine Diskussionen mit Menschen, die schon auf dem richtigen Weg sind.
  • Die Philosophen greifen Paulus an und beschimpfen ihn. Sie bezeichnen ihn als Schwätzer, als einen, der Brocken aufschnappt und sich als Wichtigtuer aufspielt.
  • Sie werfen ihm vor, ein Verkündigen fremder Götter zu sein. Konkret bezichtigten sie ihn, zwei fremde Götter, Jesus und die Auferstehung, im Gepäck mitgeführt zu haben.
  • Sie packen Paulus und führen ihn auf den Areopag zum Verhör. Er stand dort nicht, um besser gehört zu werden. Seine Ankläger scharten sich um ihn herum und forderten eine Verteidigung.
  • Paulus führte die Rede als Rechtsstreit. Es geht nicht um eine spannende Diskussion, sondern um eine Art Strafprozess. Womöglich ging es um Leben und Tod.

Anwendung: Wir leben nur anscheinend in toleranten Zeiten. Der Westen hat das Christentum längst hinter sich gelassen. Wir sind in eine neue Zeit der Unwissenheit eingetaucht. Das Christentum ist heute die Religion alter weisser Männer und steht damit ganz oben auf der Fahndungsliste der Hüter der politischen Korrektheit.

Das Christentum birgt jedoch wie im ersten Jahrhundert auch heute Überraschungspotenzial. Paulus wurde wiederholt vorgeworfen, mit seiner Lehre alles auf den Kopf zu stellen (lies Apg 16 in Philippi oder Apg 19 in Ephesus). Das Evangelium greift ins gesamte Leben ein und führt zur Umkehrung von Einzelne, ohne der Unterordnung unter den Staat entgegen gestellt zu sein. Dies macht der Autor Lukas deutlich – der gleiche Lukas, der übrigens ironisch die Neigung der Athener kommentiert: “Alle Athener nämlich und auch die dort lebenden Fremden vertrieben sich mit nichts anderem so gerne die Zeit als damit, etwas Neues zu sagen und zu hören.”

Paulus attackierte den Götzendienst der Athener. Achtung: Wer die Götzen angreift, geht ans Eingemachte. Der Gott, der alles gemacht hat, braucht nichts von uns. Die Griechen hatten den Götzen sogar Spiegel hingestellt, damit diese ihrer Eitelkeit frönen konnten. Der Allmächtige hatte die Welt aus seiner Fülle heraus geschaffen. Er sorgt ebenso für den nächsten Atemzug. In anderen Worten: Wenn meine Genialität und mein Witz nicht da wären – würde Ihm nichts fehlen. Das ist eine vernichtende Kritik an das pantheistische Verständnis der Athener.

Dieser Gott ist nicht ferne, sondern so nahe, dass er unserem Gewissen bezeugt ist. Allerdings gleicht unsere Suche einem umhertastenden Wahrnehmen – wie wenn Kinder Blinde Kuh spielen. Der Höhepunkt ist der Aufruf zur Umkehr. Gott hatte lange, lange nichts gegen den Götzendienst unternommen, ja darüber hinweg gesehen. Diese Zeit war jedoch vorbei. Er wird die Majestätsverletzung nicht endlos ertragen. Wer sich in Umkehr an Ihn wendet, dem wird er zum Retter, den anderen folgerichtig zum Richter.

Begriffsstudie: “Lehre” im neu digitalisierten ThWNT

Heutige Begriffswelt

Lehre ist «out». Verstaubtes Kopfkissen, das nur von einigen bleichen, schlaksigen Köpfen begehrt wird. Und ja, der Lehre haftet etwas Streberhaftes, etwas Oberlehrerhaftes an. Lockere Sprüche, lebendig vorgetragene Anekdoten, die richtige Kleidung und eine passende mediale Verpackung scheinen viel mehr zu zählen. Diesen Eindruck werde ich nicht los, wenn ich freikirchliche Gottesdienste besuche. Keine langen Hintergrundinformationen und schon gar keine geschichtlichen Details sind gefragt, sondern einige handfeste Tipps. Ich soll aufgerichtet und beglückwünscht werden.

Lehre und Leben unterscheiden ohne sie zu trennen

Ich habe mich bereits verschiedentlich mit dem Begriff auseinandergesetzt. Die biblische Lehre zielt auf das Leben, wie diese Predigt von Rudolf Tissen zur Lehre der letzten Dinge anhand von 2. Petrus 3 wunderschön aufzeigt. Systematisch hat dies Timothy Keller in seinem Buch zum Gebet bezeugt. Er schreibt: “Wir müssen uns nicht zwischen einem geistlichen Leben der Wahrheit und der rechten Lehre und einem der Kraft des Heiligen Geistes entscheiden.” Lehre und Leben sind voneinander zu unterscheiden, jedoch nicht zu trennen – wie Luther dies so treffend formuliert. Sie sind keine reinen Aussagen in Sinn von Objekten, sondern Ansprache an uns. Sie weisen uns auf den Dreieinen Gott hin. David Wells hat die Verbindung zwischen Glauben und Lehre von den NT-Briefen her belegt.

Wortstudie ist keine Konzeptstudie

Das Theologische Wörterbuch zum Neuen Testament von Kittel ist von der Plattform Logos digitalisiert worden. Dem vor der linguistischen Wende der 1960er-Jahre entstandenen Werk kann der Vorwurf gemacht werden, entlang einzelner Begriffe ein komplettes Konzept zu entwickeln anstatt das gesamte Wortfeld zu berücksichtigen. Für “Lehre” würde sich beispielsweise die gesamte Bandbreite der Verkündigung, wie sie von Lukas in der Apostelgeschichte beschrieben wird, anbieten. Nichts desto Trotz: Mich interessiert, wie das ThWNT den Begriff “Lehre” ausleuchtet. Bezieht er sich auf Kopfwissen? Auf schwierig zugängliche Inhalte?

Struktur der Erläuterung

Ich suche den griechischen Begriff für «lehren», «διδάσκω» über die Artikelliste.  Das Wort wird zuerst in seiner Verwendung ausserhalb des NT sowohl in der griechischen Klassik als auch in der Septuaginta erläutert. Danach wird der Gebrauch im NT – abgeleitet von dem damaligen Stand der historisch-kritischen Forschung – bei den Synoptikern, in den johanneischen Schriften und der Urkirche bzw. bei Paulus untersucht.

Inhaltliche Fundstücke

Das Wort ist seit Homer (8. Jh. v. Chr.), dem frühesten Dichter des Abendlandes, bezeugt. Schon dort handelte es sich um eine «wiederholte Tätigkeit mit dem Ziele allmählicher, systematischer und darum um so gründlicherer Aneignung»

In der LXX (griechische Übersetzung des AT) wird es 100mal verwendet, davon 57mal als Übersetzung von למד. Dabei wird es nicht nur im religiösen, sondern auch im alltäglichen Gebrauch eingesetzt (in 2Kön 22,35 für den Gebrauch der Waffen, in Deut 31,19 für das Erlernen eines Liedes). Vor allem hat aber διδάσκειν als Objekt den Willen Gottes in seinen Äußerungen und Zielsetzungen (z. B. in Psalm 94,10 lehrt Gott den Menschen Erkenntnis).

Im rabbinischen Spätjudentum bezeichnete der Begriff „die Art, wie man durch die Auslegung des Gesetzes als der Zusammenfassung des geoffenbarten göttlichen Willens die Anleitung gibt zur Ordnung des Verhältnisses des einzelnen Menschen zu Gott selbst und zum Nächsten im Sinne des göttlichen Willens.“ Es gibt einen interessanten Hinweis auf den Lehrauftrag von Leviten durch den König Josaphat (vgl. 2Chr 17,7ff).

Im NT fallen von den etwa 95 Stellen, an denen διδάσκειν im NT vorkommt, etwa ⅔ auf die Evangelien und den ersten Teil der Apostelgeschichte.

„Nach dem einhelligen Zeugnis der Evangelien gehört das διδάσκειν zu den vornehmsten Funktionen, mit denen Jesus vor das Volk trat. … Als Ort des Lehrens erscheinen immer wieder die Synagogen (Mt 9, 35; 12, 9ff; 13, 54 par; Mk 1, 21; Lk 4, 15; Joh 18, 20 uo), an deren Stelle in Jerusalem der Tempel tritt (Mk 12, 35; Lk 21, 37; Mt 26, 55 par; vgl aber auch Joh 7, 14ff; 8, 20).“

Jesus verrichtete seinen Dienst in der Form des jüdischen Lehrers seiner Zeit. «Wir kennen Jesu Verhalten aus dem Bericht über sein Auftreten in der Synagoge von Nazareth (Lk 4, 16ff). Nach der Verlesung des Schriftabschnitts (Jes 61, 1f) im Stehen setzt sich Jesus, wie es die damaligen Schriftausleger zu tun pflegten26, und spricht im Sitzen im Anschluß an den verlesenen Text (Lk 4, 21ff).» „In Nazareth (Lk 4, 16ff) liegt ihm ein Wort des Jesaja zugrunde oder knüpft sein Lehren daran an. In anderen Fällen haben wir Auslegung der Tora (Mt 5, 21ff; 15, 3ff; 22, 37ff par; vgl auch 22, 23ff).“

Auch hier gilt die ethische Zielsetzung. „Jesu gesamte Lehre ist abgestellt auf die Ordnung des Lebens im Blick auf Gott wie auf den Nächsten (Mt 22, 37ff par; vgl 19, 16ff par). Darum enthält seine Lehre stets im Appell an den Willen den Ruf zur praktischen Entscheidung für oder gegen Gottes Willen.“ Der enge Bezug zum AT als dem Wort Gottes zeigt, „daß es ihm unmöglich ist, davon auch nur einen Buchstaben preiszugeben (Mt 5, 17f).“ Er lehrte mit der Autorität des Gottessohnes. „Eben darum tritt bei ihm neben und in der Auslegung der Schrift ein Lehren an den Tag, über das die Zuhörer in fassungslose Verwunderung geraten (Mt 7, 28; 13, 53 par).“

Das Lehren wird nach dem Weggang Jesu zum Auftrag an die Jünger. „Schon zu Lebzeiten Jesu und in seinem Auftrage haben seine Jünger angefangen zu „lehren“ (Mk 6, 30) und darin Jesu Anspruch auf das Volk zu ihrer eigenen Sache gemacht. Mt 28, 20 wird die Fortsetzung dieser Arbeit durch den Auferstandenen zur Lebensaufgabe der Seinen gemacht.“ Die Jünger lehren im Namen Jesu (Apg 4,18; 5,28) und verkündigen dessen Auferstehung (Apg 4,2; 5,42). Beim Lehren greifen sie ständig auf das Alte Testament zurück (vgl. Apg 18,25; 28,31). Es handelt sich also samt und sonders um „Heilsverkündigung auf Grund der Schrift und aus der Schrift“.

Paulus lehrte die Gemeinden (2 Thess 2, 15; Kol 2, 7; Eph 4, 21). In der Aufforderung von Röm 12,7 in der Gemeinde zu lehren, verstand er darunter „von der Schrift aus Anweisungen für die Lebensgestaltung gaben.“ Lehren steht direkt neben dem Ermahnen (Kol 1, 28; 3, 16), dies „als eine Funktion der Christen untereinander“. Mitarbeiter Timotheus wird dieser Dienst aufgetragen (1Tim 4,11; 6,2), verbunden mit dem Auftrag, eine nächste Generation zum selben Dienst auszurüsten (2Tim 2,2). 

Gelernt

Worin wurde ich bestätigt?

Die Lehre enthält stets Wissen, sie beschränkt sich in ihrer Wirkung jedoch nie auf den Wissensaufbau. Sie richtet sich an den gesamten Menschen und zielt auf seinen Willen. Es geht um das Ziel der „Bildung und Gestaltung nach dem Willen Gottes (vgl Mt 5, 48)“. Es geht also nicht um einen Gegensatz zwischen kognitiven und übrigen Aspekten, sondern gerade auch um die Einbindung des von Gott geschaffenen Verstandes!

Wie wurde mein Verständnis bereichert?

„Das Neue an diesem Wortgebrauch der Evangelien ist die radikale Überwindung des intellektuellen Moments an διδάσκειν, das für den außerbiblischen Sprachgebrauch charakteristisch ist.“ Das Ziel des Wissenserwerbs ist das gottgefällige Leben. „Überall, wo das Wort erscheint, hat es sein besonderes Kennzeichen darin, daß es sich nicht nur an die Einsicht, sondern auch und vor allem an den Willen wendet. Das διδάσκειν der LXX erhebt stets Anspruch auf den ganzen Menschen und nicht nur auf gewisse Seiten an ihm. Das wird am deutlichsten da, wo vom Lehren eines Willens und eines Weges gesprochen wird, der Gottes Willen und Weg entgegengesetzt ist.» Das bedeutet im Umkehrschluss, dass so etwas wie die Vergötzung der Kognition durchaus existiert. Dies wäre dann als Gegenpol zum rein emotivistisch verstandenen Appell, wie ich ihn eingangs erwähnte, zu verstehen.

Ein weiterer Aspekt war lehrreich: „Merkmal des Vorkommens von διδάσκειν Joh 8, 28; 14, 26; 1 Joh 2, 27 ist, daß das Wort zunächst den Eindruck macht, als solle es das Vorhandensein einer unmittelbaren Eingebung oder Offenbarung feststellen.“ Voraussetzung für das Lernen ist die göttliche Offenbarung, verfügbar bzw. verständlich gemacht durch den Heiligen Geist.

Fazit

Ziel der Lehre ist weder das Wohlbefinden noch eine rein kognitive Übung. Es geht um die Kenntnis von Gottes Willen, verbunden mit dem intensivierten Wunsch, diesen auszuüben. Die Freude ist demnach nicht Ziel, sondern Frucht des Lernens.

Hätte ich das Wörterbuch in Buchform konsultieren wollen, dann hätte ich die Theologische Fakultät aufsuchen müssen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist angesichts meines Arbeitsaufkommens aktuell gering. Durch die online verfügbare Version konnte ich nicht nur die Schriftbeweise nachschlagen (was ich sonst auch nur eingeschränkt getan hätte). Ich markierte mir die merkenswerten Aspekte mit dem eigenen Farbsystem und kopierte einige für das weitere Studium in ein Worddokument. Ich kann den Erwerb des Wörterbuches empfehlen – auch angesichts der Tatsache, dass der von mir konsultierte Artikel aus dem Jahr 1935 stammt und zudem durch den Stand der historisch-kritischen Forschung von damals mit beeinflusst ist.

Rengstorf, K. H. (1935). διδάσκω. G. Kittel & G. Friedrich (Hrsg.), Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament (Bd. 2, S. 138). Stuttgart; Berlin; Köln; Mainz: Verlag W. Kohlhammer.


Zitat der Woche: Zur Krise der Freiheit im Westen

Roger Scruton (2016) über die Freiheit zerstörenden Folgen der Identitätspolitik (YouTube; Transkript):

Es ist bezeichnend für unsere Zeit, die Freiheit als ein Attribut des Individuums zu betrachten, für meine Freiheit zu kämpfen, meine Lebensweise zu wählen, für mein Recht, auf diese oder jene Weise ungestört durchs Leben zu gehen, und die soziale Dimension der Freiheit nur stillschweigend (by default) anzuerkennen: indem ich anerkenne, dass ich alle Freiheiten, die ich beanspruche, auch gewähren muss – mit anderen Worten, zuzugeben, dass die Freiheit nur um der Freiheit willen eingeschränkt werden kann und dass alle unsere Ansprüche darauf gleich zu behandeln sind.

… (zum früheren Verständnis von Freiheit) Die Freiheit wurde als Erbe, als Merkmal einer Lebensweise betrachtet, die nicht im Sinne einer Vielzahl von Optionen und noch weniger im Sinne einer Liste von Bürgerrechten zu verstehen ist. Sie war eine gemeinsame Lebensform, die auf gegenseitigem Vertrauen beruhte und das Ergebnis von Institutionen war, die nicht an einem Tag geschaffen wurden, sondern von Generation zu Generation als etwas überliefert wurden, dem man vertrauen konnte.

… Die Betonung von Rechten, die Vernachlässigung der Pflichten, die den Einzelnen aneinander und an die politische Ordnung binden, und die wachsende Empörungsindustrie, die durch den Wohlfahrtsstaat gefördert wird, schwächen den Gehorsam, von dem die Freiheit letztlich abhängt.

… die Kultur der Ablehnung stellt ihre Anhänger nicht zufrieden. Das liegt daran, dass wir ein Verlangen nach Zugehörigkeit haben, das eine tiefe Anpassung der Spezies ist und uns immer in Richtung der Gruppe und der Konformität drängt, die uns schützen wird. Viele junge Menschen suchen unter dem Einfluss dieses Gefühls nach einer “Konformität aus Trotz”, einer Zugehörigkeit, die auch eine Ablehnung ist, die eine neue Identität anstelle der alten bietet.

… Der neue Aktivist für die Freiheit begnügt sich nicht damit, das Recht zu bekräftigen, eine Handlungsweise oder eine Lebensweise zu wählen. Er oder sie baut um dieses Recht herum eine rivalisierende Identität auf, eine Identität, die sich gegen die traditionell angebotene richtet. Diese Identitätssuche beansprucht einen Platz in der öffentlichen Welt, und sie beansprucht ihn gegen die unausgesprochenen Konventionen, die im Laufe der Jahre unsere freie Gesellschaft möglich gemacht haben. Auf diese Weise führt das Streben nach individueller Freiheit, losgelöst vom ererbten Gehorsam, zu einer neuen Zurückweisung der Freiheit.

Input: Vertraue Gottes Wort, das macht den ganzen Unterschied aus.

Matthias Mockler macht in einem berührenden Zeugnis unmissverständlich deutlich, worum es beim christlichen Glauben geht. 

  1. Zuerst erwähnt er den Segen eines christlichen Elternhauses.
  2. Für eine Zeit wählte Matthias die nahe liegende Alternative: Alkohol & Partys – Ergebnis der säkularen Dauer-«Katechese», wie Glück zu finden sei.
  3. Gott benutzte während der Studentenzeit Menschen, um dem jungen Mann das Evangelium nahe zu bringen.
  4. So kam der Punkt «jetzt oder nie», eine von Gott geschenkte Umkehr!
  5. Die Erneuerung veränderte die Prioritäten (in diesem Fall die Berufswünsche).
  6. Über eine Google-Suche schickte Gott den Mann in die FeG München Mitte. Ich bin sehr dankbar für die weite Verbreitung solider Lehre übers Netz wie über die Plattform E21.
  7. Sie wurden als Ehepaar gleich Mitglieder in der Gemeinde – trotz der Absicht nach einem Jahr zurückzugehen. Verbindlichkeit in der Ortsgemeinde ist ein unentbehrlicher Schutz.
  8. Gott wirft Pläne (wiederholt) über den Haufen.
  9. Matthias besonders aufgefallen ist der zentrale Stellenwert von Gottes Wort. Er erlebte viele Mitglieder mit einem grossen Hunger danach. So hätte er es noch nie erlebt.
  10. Vertraue auf Gottes Wort, das macht den ganzen Unterschied aus.

Es erstaunt nicht, dass Gott auch mit dem Hauptpastor, Matthias Lohmann, seinen Weg ging (siehe sein Zeugnis). Wiederholt habe ich von dem sichtbaren Hunger nach Gottes Wort bei jungen Männern berichtet:

Ich bin ermutigt von der E21-Konferenz in München zurückgekehrt, weil ich sehe, dass ganze (Stuhl-)Reihen junger Männer da waren. Sie verlangen nach diesem Wort. Sie wollen «voller Kanne» und decken sich mit gesunder Literatur ein. Es scheint, als ob der Herr der Ernte eine Generation von Verkündigern für den deutschen Raum zubereitet, die nicht nur das erzählt, was den Menschen «in den Ohren juckt». Sünde und Gericht sind keine Fremdworte, sie erst machen die herrliche Erlösungsbotschaft erst sinnhaft. Schluss mit therapeutischem Geschwafel.

Ich bete dafür, dass viele Gemeinden im deutschsprachigen Raum in diesem Sinne erneuert und wiederbelebt werden dürfen (siehe «Mein Traum: Die nächste Reformation wird von Männern ausgehen, die Gottes Wort lesen und leben»).

Zitat der Woche: Die Revolution des Christentums wurde vor allem auf dem Schoss von Frauen bewirkt

In mehreren Vorträgen und Beiträgen (hier und hier) habe ich bereits auf das monumentale Werk «Herrschaft» hingewiesen. Die flüssige Verbindung der Hauptthese mit einer geschickt gewählten Auswahl an Ereignissen macht es zu einer informativen wie fordernden Lektüre. Im letzten Kapitel «Woke», das von Merkel und MeToo, Charlie Hebdo ebenso wie Victor Orban handelt, schreibt Holland:

War es nicht an der Zeit, dass der Islam erwachsen wurde und in der modernen Welt ankam, so wie es das Christentum ja auch geschafft hatte? Allerdings setzte man mit solchen Fragen natürlich die dem Säkularismus ureigene Arroganz voraus: dass alle Religionen im Prinzip gleich waren. Man unterstellte, alle Religionen seien – ähnlich wie Schmetterlinge – einem identischen Lebenszyklus unterworfen: Reformation, Aufklärung, Abstieg. … Jetzt, im Zeitalter von Charlie Hébdo, hatte Europa neue Erwartungen, neue Identitäten, neue Ideale. Doch nichts davon war neutral; nichts war irgendetwas anderes als eine Frucht christlicher Geschichte. Anderes anzunehmen – anzunehmen, die Werte des Säkularismus seien tatsächlich überzeitlich -, war ironischerweise der sicherste Belegt dafür, wie zutiefst christlich sie in Wirklichkeit waren.

Holland beschliesst das Buch mit der Beschreibung seiner Patentante Deborah, die er in sehr guter Erinnerung hält.

Sie war ein engagiertes und frommes Mitglied der Church of England und nahm ihre Pflichten als meine Patentante äusserst ernst. Bei meiner Taufe hatte sie gelobt, darauf zu achten, dass ich im christlichen Glauben und Lebenswandel erzogen werde, und sie gab sich alle Mühe, ihr Wort zu halten. Nie erlaubte sie mir zu vergessen, dass Ostern sehr viel mehr bedeutete als nur Schokoladeneier, mit denen sie mich alljährlich reichlich versorgte. … Vor allem aber war sie für mich mit ihrer unerschütterlichen Liebenswürdigkeit ein Vorbild dafür, was für einen engagierten Christen die tägliche Ausübung seines Glaubens tatsächlich bedeutet. … Ich habe in diesem Buch viel über Kirchen geschrieben, über Klöster und über Universitäten, doch nicht an solchen Stätten wurde die Masse des Christenvolks am meisten geprägt. In den allermeisten Fällen geschah es zu Hause, dass Kinder mit den revolutionären Lehren vertraut gemacht wurden, die im Lauf von zweitausend Jahren allmählich für so selbstverständlich gehalten wurden, dass man meinen konnte, sie entsprächen eigentlich der Natur des Menschen. Die Revolution des Christentums wurde vor allem auf dem Schoss der Frauen bewirkt. 
Der Erfolg des einflussreichsten Bezugssystems, dem Leben des Menschen Sinn zu verleihen, das es je gab, hing also immer von Menschen wie meiner Patentante ab: Menschen, die in der Abfolge von einer Generation nach der anderen mehr sahen als einfach nur den Gang alles Irdischen. Sie hatte zwar keine eigenen Kinder, doch sie war eine Lehrerin, Leiterin einer hochgelobten Schule… Als Christin glaubte sie aber auch noch an etwas viel Grösseres. Für die Römer war ein saeculum die Grenze lebendiger Erinnerung gewesen: eine kurze, flüchtige Zeitspanne. Ein Baby kann vielleicht noch von seinen Urgrosseltern geherzt werden; letztlich aber muss Asche zu Asche und Staub zu Staub zurückkehren. Ohne eine Dimension des Himmlischen sind alle Dinge vergänglich. Das wusste meine Patentante.

10 Hinweise … für langjährig verheiratete Männer

Ich bin glücklich ins 20. Ehejahr eingebogen. Ohne Gebet? Ich weiss nicht, ob wir noch zusammen wären. Schwierigkeiten und Hürden in der Vergangenheit? Jede Menge. Fehltritte? Immer wieder. Trotzdem oder gerade deswegen:

  1. Das Wichtigste: Bete mit deiner Frau. Es muss nicht lange sein. Beginne HEUTE (wieder) damit.
  2. Frage nach ihrem Befinden. (In Hanniel’s O-Ton: “Was geht dir durch den Kopf?”)
  3. Erzähle ihr etwas davon, was dich in Gottes Wort erfreut hat.
  4. Danke ihr für die Treue. (Und es gibt noch eine Menge mehr, wofür du ihr danken kannst.)
  5. Erinnert euch zusammen daran, dass ihr Pilger seid und hier nicht alles erreichen werdet.
  6. Rechnet mit (weiteren) Schwierigkeiten und sprecht sie lieber heute als morgen an.
  7. Entwerft zusammen Pläne für die Zukunft.
  8. Entledigt euch Material, damit ihr mit leichterem Gepäck reisen könnt.
  9. Schickt so viele finanzielle Mittel wie möglich voraus. Nur was ihr weg gebt, besitzt ihr wirklich.
  10. Frage sie, was du ihr zuliebe im Tagesablauf ändern könntest.

Weiterlesen:

10 Hinweise … für den Tagesablauf in der Familie

Wie sähe es aus, wenn ich über eine Kamera den Tagesablauf in deiner Familie beobachten könnte? Hier sind 10 Fragen für die (Selbst-)Beobachtung:

  1. Wer steht wann auf? Welches sind die allerersten
    Aktivitäten?
  2. Wie verabschieden sich die Einzelnen?
  3. Wer kommt zwischendurch nach Hause?
  4. Wie laufen die Mahlzeiten ab? Wer ist (nicht) dabei?
  5. Wie werden Zwischenzeiten in der Schule verbracht?
  6. Wie werden freie Nachmittage gestaltet?
  7. Welchen Stellenwert kommt dem (gemeinsamen) Abendessen zu?
  8. Was gibt es in den Abendstunden beobachten?
  9. Wie wird der Tag abgeschlossen?
  10. Wo und wie finden die geistliche Disziplinen Platz?

Die Serie “10 Hinweise” ist übrigens schon 66 Beiträge stark.

Standpunkt: Warum und wie ich mich an Debatten in den sozialen Medien (nicht) beteilige

Ron hat einen hilfreichen Beitrag (6 Minuten) zur Streitkultur in den sozialen Medien lanciert, dem ich zustimme. Ich habe mir überlegt, wann und weshalb ich mich beteilige – oder eben nicht.

Was ich beobachte

  1. Vorgespurter Standpunkt mit wenig bis keiner Expertise zu den anderen Standpunkten
  2. Hörigkeit an einzelne Experten bzw. Quellen
  3. Jeder argumentiert von Anfang an ohne Rücksicht auf das Gegenargument auf dem eigenen Standpunkt.
  4. Die Kommentare werden innerhalb weniger Statements emotional aufgeladen und gegen Personen gerichtet.
  5. Es gibt für den Debattierer einen inneren oder äusseren Anlass zum Abbruch der Diskussion.
  6. Einige scheinen in ihrer wirklichen Welt sehr einsam zu sein.

Wie ich mich für einen Kommentar entscheide

  • Neuerung: Bisher noch nicht aufgetauchtes Argument, neue Ansprechgruppe
  • Aktualität: repräsentatives Thema
  • Test: Eigene Argumentation einer Überprüfung unterziehen exklusiv über die Schriftlichkeit

Bei und für wen ich kommentiere

  • Ich achte darauf, in welchem Hoheitsgebiet ich den Kommentar hinterlasse.
  • Meine Botschaft ist an stille Mitleser gerichtet, die sich ihre Meinung bilden.

Was ich schwierig finde

Wenn Beteiligte, die entweder aus Medien oder mir persönlich bekannt sind, in theologischen Debatten ihre Standardargumente einbringen – mit der unverhohlenen Absicht Einfluss zu nehmen und die anderen brav auf diesen «Lockvogel» einsteigen

Warum ich Polemik punktuell für gerechtfertigt halte

  • Schärfe mit Ironie und Sarkasmus finde ich stellenweise angebracht, um eine Entscheidung herbeizuführen bzw. den anderen aus der Reserve zu locken.
  • Irrlehrer darf und soll man in der Öffentlichkeit kritisieren.
  • Ich bin jederzeit bereit mein Argument zu überdenken und zu korrigieren.
  • Ich nehme Kontakt mit dem Gegenüber auf, wenn ich den Eindruck bekommen habe, dass ich an ihm gesündigt hätte.

Wie ich von Diskussionen lerne

Ich lese Debattenverläufe aufmerksam und mit Markierstift mehrere Male.
Mit öffentlich bekannten Diskussionspartner mit klar abweichendem Standpunkt debattiere ich lieber am Küchentisch, weil ich sie (und auch ihr Umfeld) gezielt befragen kann.

Input: Deutliche Bruchlinien auch innerhalb konservativer Evangelikaler

Kürzlich habe ich über die symptomatischen Spannungen in der Bethlehem Baptist Church berichtet. Ich wurde zudem auf zwei Berichte aufmerksam, die sich in systematischer Sicht derselben Problematik annähern.

Kevin DeYoung sieht eine Zersplitterung der reformatisch-evangelikalen Christen in den USA. Zwischen 2000 und 2014 habe es zwar “die üblichen Meinungsverschiedenheiten über die Sakramente, die geistlichen Gaben, die Gemeindeordnung und die Art des Gottesdienstes (gegeben). Aber das ‘Team’ wurde durch eine Reihe wichtiger theologischer Überzeugungen zusammengehalten.” Seit einer Reihe von Jahren beobachtet er jedoch eine neue Tendenz. “Das größte Problem ist die ethnische Zugehörigkeit und alles, was damit zu tun hat (z. B. Schießereien bei der Polizei, Kritische Rassentheorie, Trump). Aber es ist nicht nur die ethnische Zugehörigkeit, die uns trennt. Es sind vielmehr unsere unterschiedlichen Instinkte und Empfindlichkeiten, unsere abweichenden Ängste und Verdächtigungen, unsere verschiedenen intellektuellen und kulturellen Neigungen.”

DeYoung ortet vier Gruppen:

  1. Die Zerknirschten (Contrite): “Schauen Sie sich die Mitschuld der Kirche an vergangenen und gegenwärtigen Übeln an. Wir waren blind gegenüber Ungerechtigkeit, Vorurteilen, Rassismus, Sexismus und Missbrauch. Was die Welt braucht, ist eine Kirche, die sich zu ihren Sünden bekennt und in ihrer Zerrissenheit daran arbeitet, sie wiedergutzumachen und zu überwinden.”
  2. Die Mitfühlenden (Compassionate): “Sehen Sie sich die vielen Menschen an, die in unserer Mitte und in der Welt leiden und trauern. Jetzt ist es an der Zeit, zuzuhören und zu lernen. Jetzt ist es an der Zeit, mit denen zu weinen, die weinen. Was die Welt braucht, ist eine Kirche, die die Liebe Christi demonstriert.”
  3. Die Vorsichtigen (Careful): “Sehen Sie sich die moralische Verwirrung und intellektuelle Nachlässigkeit an, die unsere Zeit kennzeichnet. Achten wir auf unsere Sprache und unsere Definitionen. Was die Welt braucht, ist eine Kirche, die sich auf das Beste ihrer theologischen Tradition stützt und den Weg weist, um die Herausforderungen unserer Zeit zu verstehen.”
  4. Die Mutigen (Courageous): “Schauen Sie sich den Kompromiss der Kirche mit dem Zeitgeist an (wenn nicht gar ihre Kapitulation vor ihm). Jetzt ist die Zeit für einen Fanfarenstoß, nicht für einen Rückzieher. Was die Welt braucht, ist eine Kirche, die die Abtrünnigen ermahnt, vor Gefahren warnt und als Bollwerk für die Wahrheit einsteht, egal wie unpopulär sie ist.”

Er typisiert entlang verschiedener Beispiele. Ich greife zwei heraus:

  • Kritische Rassentheorie: Voller guter Einsichten / das Schlechte aussortieren, das Gute behalten / Die Kernkonzepte stehen im völligen Widerspruch zur christlichen Überzeugung, aber wir sollten nicht willkürlich mit Etiketten um uns werfen. / Die Kirche auf dem Weg zum (theologischen) Liberalismus
  • Trump: Nein! Die Loyalität der Kirche Trump gegenüber ist das deutlichste Zeichen für ihren geistigen Bankrott. / Eine Frage der christlichen Freiheit, aber es gibt gute Gründe, Trump zu kritisieren / Ja, er ist nicht perfekt, aber er hat sich gegen die gottfeindliche Agenda der Linken gestellt.

DeYoung beschreibt dann folgende Beziehungsdynamik:

Die 1er und 4er können auch am stärksten separatistisch sein, wobei einige Stimmen (unter den 1ern) einen Exodus aus den weißen evangelikalen Räumen und einige Stimmen (unter den 4ern) die Ausschluss der Woken ermutigen. Die 2er und 3er appellieren eher an die Einheit oder fordern zumindest ein besseres Verständnis für alle Seiten, was für beide Enden des Spektrums zu schwammig klingen kann. Das Bemühen der 2er und 3er, einen Mittelweg zu finden, wird dadurch erschwert, dass viele 2er wollen, dass ihre Freunde unter den 3ern die gefährlichen 4er verurteilen, während die 3er wollen, dass ihre Freunde unter den 2ern weniger Sympathie für die 1er zeigen.

Ähnliche Tendenzen werden in einem anderen Blogbeitrag für den gesamten Evangelikalismus geortet. Die Hauptbruchlinien liegen gemäss diesem Beitrag zwischen den Neo-Fundamentalisten und den Neo-Evangelikalen sowie den Mainstream-Evangelikalen und den Post-Evangelikalen.

Ich befürchte, dass sich eine solche Beziehungsdynamik “en miniature” auch im deutschsprachigen Raum abspielen können. In einem Jahresanfangsbeitrag “Geschwächte konservative Kirchgemeinden” habe ich diese bereits in Worte zu fassen versucht.