Hanniel hirnt (296): Die Realität der unsichtbaren Welt in einer entzauberten Welt

Im Rahmen einer Andacht beschäftigte ich mich mit der Schilderung des Meistererzählers Markus über die Befreiung eines Besessenen (Markus 5,1-20). Dabei nahm ich vier Perspektiven ein:

  1. Der Bessessene: Vorher und nachher
  2. Die Dämonen
  3. Der Befreier
  4. Die Zeugen

Markus braucht allein vier Verse, um die (aussichtslose) Lage des Besessenen zu beschreiben (Markus 5,2-5). Insgesamt wendet er 20 Verse (gegen Matthäus und Markus mit 7-8 Versen) auf.Im Hinblick auf unsere entzauberte Welt – für das “reale Leben” zählt nur das Sichtbare und Messbare – tut es uns gut in Erinnerung zu rufen:

a) Rechne mit der Realität der unsichtbaren Welt.
b) Bitte täglich um Schutz, denn es findet ein Kampf statt. (Lies Epheser und Kolosser, wie Paulus von den Fürstentümern und Gewalten schreibt!)
c) Prüfe die Medien, die du konsumierst. Die entzauberte Welt hat dem Übersinnlichen Tür und Tor geöffnet.
d) Vertraue auf Gottes Mittel zur Abwehr – Er stellt sie vollständig zur Verfügung.

Zum Mitschnitt (34 Minuten) geht es hier. Zur Vertiefung empfehle ich das Buch von Randy Alcorn “Post von Graf Moderthal”.

Publikation: Was ist denn, bitteschön, reformatorische Theologie?

Vor einer Weile habe ich mündlich in einer Stunde eine Antwort formuliert, was die Spezifikas reformatorischer Theologie seien. Daraus ist eine siebenteilige Artikelserie «Was ist denn, bitteschön, reformatorische Theologie?» entstanden.

Daraufhin habe ich Kritik von zweierlei Seiten bekommen: Die einen stören sich daran, dass über eine „evangelikale“ Position hinaus für eine reformatorische Sichtweise weitere Präzisierungen vorgenommen werden. Die anderen hielten sich daran auf, dass ich nicht exklusiv von einem reformierten Bekenntnis aus argumentiert habe. Es war mir jedoch ein Anliegen, eine eigenständige Antwort zu formulieren und dabei die Schwerpunkte zu betonen, die eine explizit reformatorische Sichtweise angesichts der Fragen der Gegenwart setzt.

Ich kann es an dieser Stelle nur erneut betonen: Eine von den Problemen unserer Gegenwart abgelöste Darstellung birgt eine grosse Gefahr. Sie unterstützt in der Entwicklung eines rechthaberischen, auf einige «Eingeweihte» beschränkten Kreises. Sie wendet die Kraft des Evangeliums nicht auf unser tägliches Leben an. Das gesamte Leben gehört unserem Herrn. Ich fürchte mich vor Erstarrung und «Folklore». Rechtes Denken ohne rechtes Handeln führt vom rechten Denken weg, wie ich es vor Jahren formulierte.

Input: Es fehlt ein übergeordneter Standard für die Moral

Nach Jahren habe ich das Buch «Der Verlust der Tugend» (dt. Übersetzung) wieder hervorgenommen. Anlass dazu war das Studium und die Podcastserie über das wegweisende Buch «The Rise and Triumph of the Modern Self» (ausführliche Rezension). Das Hörbuch ergänzt wunderbar die schriftliche Version. Die katholische Universität Notre Dame hat zudem Ausschnitte der dritten Auflage, die ein Vierteljahrhundert nach der Originalausgabe erschienen ist, bereitgestellt.

Im Vorwort zur dritten Auflage berichtet der Moralphilosoph MacIntyre (*1929) über seinen geistigen und geistlichen Werdegang. Wenn es nur noch viele Denker gäbe, die eine solche Entwicklung durchmachen würden! Der Marxist stellte sich Fragen zu Denkvoraussetzungen und Konsistenz des eigenen Weltbildes.

Ich zitiere auszugsweise aus dem lesenswerten Prolog. Die zentrale These:

Zentral war und ist dabei die Aussage, dass es nur möglich wäre, die dominante moralische Kultur der fortgeschrittenen Moderne von einem Standpunkt außerhalb dieser Kultur angemessen zu verstehen. Diese Kultur ist nach wie vor von ungelösten und scheinbar unlösbaren moralischen und anderen Unstimmigkeiten geprägt, in denen die bewertenden und normativen Äußerungen der streitenden Parteien ein Problem der Interpretation darstellen.

Wie zeigt sich der (mangels eines übergeordneten Standards unauflösbare) Widerspruch?

Einerseits scheinen sie eine Bezugnahme auf einen gemeinsamen, unpersönlichen Standard vorauszusetzen, aufgrund dessen höchstens eine der streitenden Parteien im Recht sein kann, andererseits deuten die dürftigen Argumente, die zur Untermauerung ihrer Behauptungen angeführt werden, und die charakteristisch schrille, selbstbewusste und ausdrucksstarke Art, in der sie geäußert werden, stark darauf hin, dass es einen solchen Standard nicht gibt.

Die heute Situation ist nur verständlich mit Blick auf einen früher existierenden, den Einzelnen, Gruppen und Völker übersteigenden moralischen Standard – den jedoch die Geistesgeschichte gar nicht mehr richtig zu erfassen vermag.

Meine Erklärung war und ist, dass die Gebote, die so geäußert werden, einst in einem Kontext praktischer Überzeugungen und unterstützender Denk-, Fühl- und Handlungsgewohnheiten verankert und verständlich waren, einem Kontext, der inzwischen verloren gegangen ist, einem Kontext, in dem moralische Urteile als von unpersönlichen Normen bestimmt verstanden wurden, die durch eine gemeinsame Vorstellung vom menschlichen Wohl gerechtfertigt waren.

Die Auflösung des übergeordneten Standards zur Bestimmung des menschlichen Wohls ist Resultat eines Jahrhunderte andauernden Prozesses:

Diesem Kontext und dieser Rechtfertigung beraubt, mussten moralische Regeln und Gebote infolge der umwälzenden und sich verwandelnden sozialen und moralischen Veränderungen im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit auf neue Weise verstanden und mit einem neuen Status, einer neuen Autorität und einer neuen Rechtfertigung versehen werden.

MacIntyre bemerkte, dass Aristoteles ihm einen zuverlässigen Referenzrahmen für eine fundamentale Moraltheorie bereitstellte. Von dort aus sei es möglich

zu verstehen, was das Dilemma der moralischen Moderne ist und warum der Kultur der moralischen Moderne die Mittel fehlen, um mit ihren eigenen moralischen Untersuchungen weiterzukommen, so dass Sterilität und Frustration zwangsläufig diejenigen heimsuchen, die nicht in der Lage sind, sich aus diesem Dilemma zu befreien.

Der nächste Schritt war die Entdeckung des Thomismus. Von Aquin war nicht nur von Aristoteles, sondern noch stärker von der Bibel und einer christlichen Weltanschauung geprägt.

Nur weil der Mensch einen Zweck (engl. an end) hat, auf den er aufgrund seiner spezifischen Natur ausgerichtet ist, können Praktiken, Traditionen und dergleichen so funktionieren, wie sie funktionieren.

Input: Sind Tattoos schlimmer als Ehebruch?

Sehr guter Artikel von Trevin Wax.

Debatten entstehen immer dann, wenn wir bibelgläubigen Christen begegnen, die in den wesentlichen Punkten des Glaubens übereinstimmen, sich aber nicht einig sind, wie die größten Gefahren, denen die Kirche heute gegenübersteht, zu bewerten sind, oder wie wir die besten Verwalter unserer Ressourcen sein sollen, oder wie wir “Kirche betreiben”, mit säkularen Wissensquellen umgehen sollen oder politische Prioritäten festlegen sollen. Oder wie wir auf pastorale Versäumnisse zu reagieren haben.

In dem beschriebenen Beispiel geht es auch um kulturübergreifende Perspektiven. Was für US-amerikanische Christen selbstverständlich scheint, geht für tansianische gar nicht. Weshalb?

Tätowierungen werden mit Hexerei und bösen Geistern in Verbindung gebracht. Eine Tätowierung, unabhängig von persönlichen Absichten, ist ein Zeichen des Besitzes, das auf deinem Körper platziert wird, das entweder den Einfluss eines Medizinmanns oder eines bösen Geistes auf dein Leben bestätigt oder zumindest andeutet bzw. dazu einlädt. Ehebruch ist falsch, aber sicherlich denken sogar Amerikaner, dass es schlimmer ist, wenn ein Pastor sich öffentlich mit einem bösen Geist identifiziert.

Welches Vorgehen empfiehlt Wax?

Anstatt Granaten zu werfen, Anschuldigungen zu machen und das Schlimmste über Brüder und Schwestern anzunehmen, die die Dinge anders sehen, treten Sie zurück. Bauen Sie auf der gemeinsamen Basis auf, die Sie in Bezug auf das Wesentliche des christlichen Glaubens teilen. Nehmen Sie sich die Zeit, die zugrundeliegenden Probleme zu erforschen, damit Sie besser klären können, wo die wirkliche Meinungsverschiedenheit liegt: im Bereich der Prinzipien und Grundwerte. Dort können Sie eine fruchtbare Diskussion und Debatte führen, weil Sie tatsächlich über das Thema debattieren und nicht vorschnell diejenigen abweisen, mit denen Sie nicht einer Meinung sind.

Passendes Buch zum Thema: “Finding the Right Hills to Die On” (E21-Rezension)

Input: Warum heute schon an den Himmel denken?

Pastor Ludwig Rühle erklärt engagiert (in einem 10-Minuten-Youtube), wie die Vorfreude auf den Himmel unseren heutigen Tag verändert. Das Kreuz und der Himmel gehören zusammen. Beides motiviert uns, den Dauerlauf des christlichen Lebens durchzustehen – und noch mehr, sich darüber zu freuen.

Rühle räumt dabei mit einigen unbiblischen Klischees (langweiliger Aufenthaltsort, Passivität, Formen der Vergeistigung) auf. Sehr wesentlich hat dies mit der theologischen Debatte darüber zu tun, ob Gott diese Erde völlig zerstört oder die bestehende einfach erneuert. Der Dreieinige Gott – diese Überzeugung teile ich aufgrund von 2. Petrus 3 – hat von Anfang an einen Plan mit dieser Schöpfung. Er hat die Befugnis und auch die Kraft, sie grundlegend zu erneuern und von der Sünde zu reinigen.

Das Buch “Himmel” von Randy Alcorn kann ich sehr empfehlen (meine Rezension “Ich freue mich unbändig auf den Himmel”; Ausschnitt  “Wie ist das Leben im Zwischenhimmel?“). Wie weit die Kontinuität im Detail geht, das ist Anlass intensiver Diskussionen. Ich gehe (wen wundert’s?) davon aus, dass auch Bücher – gereinigt von den Einflüssen der Sünde – zur zukünftigen Welt gehören werden.

Zitat der Woche: Das Unerklärbare innerweltlich zähmen

Tanja Bittner analysiert scharf und entlarvt eines der Probleme vieler “christlicher” Seelsorgekonzepte:

Inwiefern werden psychische Problematiken in christlichem Umfeld fälschlicherweise „spiritualisiert“ (etwa Dämonen zugeschrieben), inwiefern werden geistliche Erfahrungen fälschlicherweise „psychologisiert“, und wie könnte eine sinnvolle Kooperation der beiden Perspektiven aussehen? Doch solches Ringen sucht man vergebens. Im Grundtenor herrscht unter den Autoren offenbar große Einigkeit, dass ein personhaftes transzendentes Böses (sprich: Teufel oder Dämonen) – wenn auch in der Bibel so dargestellt – als Erklärungsmuster prinzipiell nicht in Frage kommt. Der Leser darf also lernen: Eine Spiritualisierung in dem Sinn, unerklärlich scheinende Vorgänge dem Wirken personaler transzendenter Mächte zuzuschreiben, ist grundsätzlich unangebracht, auch wenn man um des Behandlungserfolges willen das Weltbild des Betreffenden respektieren sollte.

Die Argumentation bleibt also insgesamt einem Paradigma verhaftet, das Transzendenz innerweltlich zu zähmen sucht, sie letztendlich in „Anschauung und Gefühl“ auflöst – aber warum eigentlich? Sicherlich mag es beruhigend sein, auf diesem Weg das nicht Händelbare, Unerklärliche (mag man dabei an den Teufel oder vielleicht auch an Gott denken), das immerhin beängstigend persönlich sein könnte, zu entpersonifizieren, als außergewöhnliche Leistung der Psyche händelbar zu machen. Aber ist das schlüssig?

Ich empfehle auch ihre weiteren Buchbesprechungen. Zudem weise ich auf den Sammelband “Psychology & Christianity: Four Views” hin.

Input: Folge deinem Herzen? Lieber nicht!

Die Widerlegung dieses säkularen Credos ist ungeheuer wichtig – und befreiend. Gut, dass dieser Artikel übersetzt wurde.

Es ist ein Evangelium, das in vielen unserer Geschichten, Filmen und Liedern verkündigt wird. Im Wesentlichen besagt dieser Glaubensgrundsatz, dass dein Herz ein innerer Kompass ist, der dich zu deinem eigenen wahren Norden führt, wenn du nur den Mut aufbringst, ihm zu folgen. Er besagt, dass dein Herz ein wahrhaftiger Führer ist, der dich zu wahrem Glück führen wird, wenn du nur den Mut hast hinzuhören. Des Weiteren besagt er, dass du verloren bist und dein Herz dich retten wird. …

Mein Herz sagt mir, dass die ganze Wirklichkeit meinen Wünschen dienen sollte. Mein Herz denkt gerne das Beste über mich und das Schlimmste über andere – es sei denn diese anderen denken zufällig gut von mir; dann sind es wunderbare Menschen. Aber wenn sie nicht gut über mich denken, oder wenn sie einfach nur nicht meiner Meinung sind, nun ja, dann stimmt mit denen irgendwas nicht. Und während mein Herz über meine Tugenden und die Fehler der anderen nachdenkt, kann es plötzlich irgendeinen unmoralischen oder grauenhaft zornigen Gedanken sehr attraktiv finden.

Zitat der Woche: Identitätsstiftender letzter Wert

Interessant, wie eine Werkinterpretin durch ihre Aussage den eigenen Standpunkt durchschimmern lässt:

In traditionalen Gesellschaften existiert noch keine Trennung von Ethik und Moral, die sozialen Normen erstrecken sich sowohl auf das zwischenmenschliche und politische Handeln wie auf die individuelle Lebensführung. Sie sind einem gemeinsamen, für die Gruppe ebenso wie für das Individuum identitätsstiftenden letzten Wert entnommen, der seinerseits mythisch begründet ist. … Wenn der Glaube an mythisch begründete oder durch Tradition gefestigte Werte aufgegeben wird und keine emphatischen Vernunft- und Gleichheitsideale an ihre Stelle treten, dann bleiben nur noch die gewöhnlichen Motive menschlichen Handelns übrig, das Glücksstreben in der Weise des Lust- und Machtstrebens, die Suche nach dem Angenehmen oder die Suche nach dem eigenen Nutzen.

Aristoteles, ‘Nikomachische Ethik’ (Werkinterpretation), WBG: Darmstadt, 2013, Einleitung.

Input: Evangelium gegen antiautoritäres Dogma und Kulturrelativismus

Wer wie ich die Evangelien seit Kindsbeinen an gelesen hat, neigt beim erneuten Studium zu drei ungesunden Tendenzen:

  • Der Text wird im Rahmen der bisherigen Lektüre (zu oberflächlich) gelesen. Bekannte Worte haben so ihren Bedeutungsgehalt verloren.
  • Es entwickelt sich eine eigene Erfahrungswelt rund um die Evangelien, die vom historischen Kontext und der heilsgeschichtlichen Wirklichkeit abgekoppelt ist.
  • Von unserer Kultur her sind wir so “konditioniert”, mit einer geringen Aufmerksamkeitsspanne von Anfang an die Frage nach dem “was bringt es mir?” zu stellen. Mit dieser Herangehensweise laufen wir Gefahr, uns den Zugang zum Text zu verstellen.

Für den Evangelisten Matthäus, der das “Tor” zum Neuen Testament öffnet und gleichzeitig vom ersten Satz an den unverzichtbaren und engen Bezug zum Alten herstellt, waren mir die Ausführungen von Douglas O’Donnell von stimulierender Wirkung.

O’Donnell spricht von einer melodischen Grundlinie des Buches und verknüpft sie mit dem prägnanten Matthäus-Schluss (Missionsauftrag). Es geht um den souveränen König Jesus, der über ein ewig währendes Königreich regiert. Dessen Segen erstreckt sich – wie Abraham angekündigt – über die ganze Erde. Demnach sind die abschliessenden Worte der Ode an die Freude von Beethovens 9. Symphonie zu vergleichen:

  1. Alle Macht
  2. Alle Völker
  3. Alles, was ich euch geboten habe

Diese drei Aussagen stehen in beachtlicher Reibung zur westlichen Doktrin des 21. Jahrhunderts: Jeder ist sein eigener Herrscher – es gibt keinen universellen Anspruch; es gilt das Gebote des kulturellen Relativismus. Das schlägt auch inhaltlich durch; es gibt keinen übergeordneten ethischen Standard mehr.

Ich empfehle von O’Donnell

Zitat der Woche: Die Ausbreitung des Christentums

Die Ausbreitung des Christentums ist ganz anders erfolgt als bei den anderen Weltreligionen. Das Zentrum des Islams liegt noch heute in seiner Wiege – dem Nahen Osten. Die Länder, die die ersten demografischen Zentren des Hinduismus, Buddhismus und Konfuzianismus waren, sind auch heute noch deren Zentren. Ganz anders das Christentum: Anfangs wurde es von Judenchristen dominiert und sein Zentrum lag in Jerusalem. Später war es griechisch-hellenistisch dominiert und sein Zentrum verlagerte sich in den nördlichen Mittelmeerraum. Noch später wurde es von den „Barbaren“ des westlichen und nördlichen Europa angenommen, und sein Zentrum fand sich nun in West- und Mitteleuropa und schließlich auch in Nordamerika. Heute lebt die Mehrheit der Christen in Afrika, Lateinamerika und Asien, und schon bald werden die Zentren des Christentums im Süden und Osten der Welt liegen. Im Jahre 1900 waren ganze 9 Prozent der Afrikaner Christen, und auf einen Christen kamen vier Muslime. Heute machen die Christen 44 Prozent der afrikanischen Bevölkerung aus; in den 1960er-Jahren überholte das Christentum den Islam. Zurzeit erleben wir ein explosionsartiges Wachstum der Kirchen in China, wo das Christentum nicht nur unter den Bauern wächst, sondern auch im sozialen und kulturellen Establishment, bis hin zur Kommunistischen Partei. Wenn das gegenwärtige Wachstum sich fortsetzt, werden in ca. 30 Jahren die Christen 30 Prozent der dann 1,5 Milliarden Menschen zählenden chinesischen Bevölkerung ausmachen.

Timothy Keller, Warum Gott? S. 73