Warum werden aus Buben keine Männer (2)? Weil sie nur am Bildschirm punkten müssen.

Die virtuelle Welt ist zur Ersatzheimat der männlichen Erdenbewohner geworden. Sie fischen, raufen, schiessen, fahren, schlitteln, surfen in einem Raum, der keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Körper zu haben scheint. Auf jeden Fall bringen sie keinen Fisch und auch keine Schussverletzungen nach Hause. Sie haben sich nicht gleichermassen bewegt, sind nicht ausser Atem gekommen. Nur die gut trainierten Daumen, die übermüdeten Augen und die mit Bildern aufgeladenen Köpfe erinnern an die langen, zumeist nächtlichen Abenteuer. Fördern solche Spiele die Kreativität, das Helikopterdenken, das logische Denken? Die Fachleute streiten sich darüber. Mir scheint eher, dass der Entwicklungsprozess des werdenden Mannes aufgehalten wird. Er hat zwar gelernt, die Spielzeuge auf dem virtuellen Spielplatz zu bedienen. Doch was ist mit seiner Lebensplanung? Die scheint zum Stillstand gekommen zu sein. Wo sind die langfristigen Investitionen in „Haus und Hof“? Wie steht es um das Potential, das er zugunsten seiner Frau, seinen Kindern, dem Business, der Kirche, der Politik einsetzen könnte?

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