Paulus Romreise (3): Schwierigkeiten sind Gelegenheiten

In allen Schwierigkeiten bekam Paulus einmalige Gelegenheiten zum Zeugnis

Der Kommandant, der ihn zunächst verdächtigt hatte, ein fanatischer Separatist zu sein, liess ihn vor seine Landsgenossen treten. Paulus redete sie in hebräischer Sprache an und erregte damit gleich die Aufmerksamkeit der Leute (Apg 21,40; 22,2). Er gibt ein Zeugnis seiner Bekehrung und seines Auftrags.

Der Kommandant wollte mit Gewissheit erfahren und führte Paulus deshalb vor den Hohen Rat – Gelegenheit Nummer 2 zum Zeugnis für Paulus (Apg 23,1). Dieses Mal ging es nur kurz: Er brachte es gleich auf den Punkt – es geht um die Auferstehung – und erzeugte so eine Spaltung zwischen verschiedenen Richtungen der Juden (Apg 23,9).

Die Juden sprachen beim Landpfleger Felix vor, mit Unterstützung eines Anwalts. Paulus darf erneut Zeugnis geben (Apg 24,10ff).

Felix lädt Paulus zusammen mit seiner Frau vor. „Als er aber von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und dem zukünftigen Gericht redete, wurde Felix von Furcht erfüllt, und er antwortete: Für diesmal kannst du gehen; wenn ich aber gelegene Zeit finde, will ich dich wieder rufen lassen!“ (Apg 24,25)

Nachdem Festus Landpfleger geworden war, unternehmen die Juden einen neuen Anlauf. Paulus wird erneut vorgeführt und darf sich verteidigen. (Apg 25,1)

König Agrippa kommt mit Berenice zu Besuch. Festus lädt seinen gelehrten Gefangenen vorführen. Paulus gibt erneut Zeugnis von seiner Bekehrung. Er geht aufs Ganze: „Glaubst du den Propheten , König Agrippa? Ich weiß, dass du glaubst! Da sagte Agrippa zu Paulus: Es fehlt nicht viel, und du überredest mich, dass ich ein Christ werde! Paulus aber sprach: Ich wünschte mir von Gott, dass über kurz oder lang nicht allein du, sondern auch alle, die mich heute hören, solche würden, wie ich bin, ausgenommen diese Fesseln!“ (Apg 26,27-29)

Mitten im Sturm bekommt Paulus erneut Gelegenheit zum Zeugnis. Er steht vor den zu Tod geängstigten Menschen. Er übernahm ab diesem Punkt die Führung: „Ihr Männer, man hätte zwar mir gehorchen und nicht von Kreta abfahren sollen und sich so diese Schädigung und den Verlust ersparen sollen. Doch jetzt ermahne ich euch, guten Mutes zu sein, denn keiner von euch wird das Leben verlieren, nur das Schiff wird untergehen! In dieser Nacht trat zu mir nämlich ein Engel des Gottes, dem ich angehöre und dem ich auch diene, und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus! Du musst vor den Kaiser treten; und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir im Schiff sind!“ (Apg 27,21-24)

Auf der Insel Malta gelandet, wird ein Schlangenbiss Ausgangspunkt für eine Evangelisation: „Sie aber erwarteten, er werde anschwellen oder plötzlich tot niederfallen. Als sie aber lange warteten und sahen, dass ihm nichts Ungewöhnliches geschah, änderten sie ihre Meinung und sagten, er sei ein Gott. Aber in der Umgebung jenes Ortes hatte der Vornehmste der Insel, der Publius hieß, ein Landgut; dieser nahm uns auf und beherbergte uns drei Tage lang freundlich.“ (Apg 28,6+7)

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