Der Himmel – Realität, keine phantastische Parallelwelt

Ich durfte heute die New Life Presbyterian Church in Glenside besuchen, eine engagierte Gemeinde in den Suburbs in Philadelphia mit ca. 400 – 500 Gottesdienstbesuchern. In zwölf Wochen wird durch zwölf Texte zum Thema “Himmel” gepredigt. In der heutigen Predigt ging es um die letzten Worte des engagierten Diakonen Stephanus. Er war ein leidenschaftlicher Evangelist und Prediger, sehr zum Leidwesen seiner jüdischen Zeitgenossen. Das Neue Testament überliefert uns in Apostelgeschichte 7 seine wunderbare apologetische Predigt, ein Gang durch Gottes Heilsgeschichte mit seinem Volk Israel. Die Predigt rief starke Reaktionen hervor, weil sie klar und messerscharf war. Stephanus wurde zum ersten Märtyrer in einer danach einsetzenden Verfolgung der Christen in Jerusalem. Am Schluss wird berichtet:

Als sie aber dies hörten, wurden ihre Herzen durchbohrt, und sie knirschten mit den Zähnen gegen ihn.
Da er aber voll Heiligen Geistes war und fest zum Himmel schaute, sah er die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen;
und er sprach: Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!
Sie schrien aber mit lauter Stimme, hielten ihre Ohren zu und stürzten einmütig auf ihn los.
Und als sie ihn aus der Stadt hinausgestoßen hatten, steinigten sie ihn. (Apostelgeschichte 7,54-58)

Hier sind vier Beobachtungen:

  1. Der Himmel ist keine phantastische Parallelwelt, sondern eine Realität.
  2. Der Himmel ist Aufenthaltsort des dreieinen Gottes (Stephanus war voll Heiligen Geistes; er sieht die Herrlichkeit Gottes; Jesus steht zur Rechten Gottes).
  3. Wenn es dem Allmächtigen gefällt, bricht der Himmel gewissermassen zur Erde durch.
  4. Jesus wird nicht wie üblich sitzend, sondern stehend zur Rechten Gottes beschrieben. Er steht da und nimmt seinen Diener in die Herrlichkeit auf. Was für ein Bild!
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