Der Krebs ist sowieso stärker als Sie

Die NZZ am Sonntag brachte ein heikles Thema auf den Tisch. Wie kommunizieren Ärzte schlechte Nachrichten?

Ein Tag in nebelverhangenem Grau. Der Mann und die Frau, die an dieser Stelle Hofer heissen wollen, waren unterwegs in die Klinik. Zu dem Arzt, der ihnen nach einer Biopsie mitteilen sollte, was es mit der «Akne senilis» des Mannes auf sich hatte. Dieser Beule beim Schlüsselbein, die Hofers in der Badewanne blödelnd so getauft hatten. Schnell also durch den Haupteingang, per Lift hinauf in das Büro, in dem der Arzt hinter Aktenbergen sass, den Blick in Papieren vergraben. «Herr Hofer», habe er gesagt, kaum hätten sie Platz genommen, die Herbst-Mäntel noch nicht einmal abgelegt, «ich muss Ihnen leider sagen, Sie haben ein Sarkom, Stufe drei.» Sarkom? Was? Dann sei diese Bombe von Satz gekommen, der die Rentner «wie eine Kugel ins Nirwana» schleuderte. «Ein Sarkom ist ein sehr aggressiver Tumor.» Der Arzt habe noch einen Spezialisten empfohlen, keine zehn Minuten später sei er aufgestanden, er müsse jetzt an einen Kongress. «Auf Wiedersehen und alles Gute.»

Marcus Knill sagt hier, was zu beachten ist.

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