Über der Herzgrenze (3): Das Gedächtnis ist noch da.

Einige Stunden nach der Operation wache ich das erste Mal auf. Etwas vom ersten, das ich realisierte, war: Mein Kopf funktioniert, mein Gedächtnis ist noch da. Die Überwachungsgeräte tuten, und ich stelle fest, dass ich die Betreuenden kenne. Das ist schon aussergewöhnlich: Gott fügt es so, dass ich den Chirurgen, die Anästhesistin, die Intensivpflegenden und die Pflegenden alle von meiner beruflichen Tätigkeit her kenne.  Weiter wird mir bewusst: Das Leben auf der Überholspur ist vorbei, ein zweites Leben ist mir geschenkt worden. Was wird mein neues Tempo sein? Wie wird es weiter gehen?

Drei biblische Aussagen sind mir in den ersten Stunden und Tagen besonders kostbar geworden:

Es ging buchstäblich um das Zentrum: „Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.“ (Sprüche 4,23)

Es besteht Gewissheit einer übergeordneten guten  Absicht: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“ (Römer 8,28)

Zerbruchserfahrungen dienen der Demonstration von Gottes Grösse. „Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns.“ (2. Korinther 4,7)