Die Rückkehr in die Familie (12): Wieviel liegt drin?

Unweigerlich tritt die Frage immer wieder an mich heran: Was ist noch möglich? Was liegt wieder drin? Und im Hinterkopf gleicht Mann mit der Erinnerung von vorher ab. Damals ging es viel schneller; um diese Tageszeit hatte ich schon…; kaum fassbar, was alles in einen Tag gepasst hatte; so bist du „richtig“ vorwärts gekommen. Es entsteht unweigerlich die Tendenz, vergangene Tage zu verherrlichen. Sinnvoller als die Überhöhung verflossener Zeiten ist jedoch das dankbare Zurückblicken für alles, was Gott geschenkt. In meiner Biografie: Die Heirat, die Geburt der fünf Söhne, die ersten Jahre ihrer Erziehung, die berufliche Etablierung, das Zweitstudium, die Umstellung des Lebensstils, der Entscheid die Bildung unserer Söhne in die eigenen Hände zu nehmen, die Pflege von Freundschaften, daneben jahrelang Predigt-, Vortrags- und Seminarengagements. Das war eine schöne und intensive Lebensetappe. Gott hat mir jetzt gnädig eine weitere geschenkt. Was alles wieder möglich wird und zu welchem Zeitpunkt, das weiss ich nicht. Ich freue mich über die grossen Fortschritte bis heute. Ebenso bin ich dankbar für den Druck, den mir mein himmlischer Vater weggenommen hat. Es darf gemächlicher weitergehen. Gott wird mich nicht an meiner „Performance“ messen. Das bedeutet: Es gibt eine Alternative sowohl zum Weiterpowern als auch zum mutlosen Aufgeben.