Gegen Bildungsmonompole, für Wettbewerb

Ein lesenswerter Gastkommentar in der NZZ aus der Feder des Potsdamer Ökonomen Gerd Habermann:

Das jakobinische Argument des Gleichmachens oder der «Vermischung» des Volkes, manchmal «Integration» genannt, entspricht dem Ungeist von 1938 und ist eines Landes unwürdig, das zwar besonders forsch bei der Durchsetzung des Schulzwanges war und ist, aber sich doch seit der deutschen Klassik (etwa Wilhelm von Humboldt) auch der Persönlichkeitsbildung durch Individualisierung verschrieben hatte. Darum sollten auch die Bildungsmonopole durch Wettbewerb (öffentliche Schule oder private Schule oder Familienerziehung) ersetzt werden: überprüfte Unterrichtspflicht ja, staatlicher Schulbesuchszwang nein. «Eines schickt sich nicht für alle!»

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