Kinder in die Selbständigkeit begleiten (14): Niederlage – und wie weiter?

Ausgangslage

Das Kind leistet eine grosse Anstrengung, gibt sich hinein, macht hoffnungsvolle Fortschritte. Dann kommt der Hammer: Prüfung nicht bestanden, auf der Ersatzbank gelassen, Auftritt verwehrt.

Ungünstig

Die Enttäuschung ist riesig. Die einen Kinder werden wortkarg, fressen die Enttäuschung in sich hinein. Bei anderen entlädt sich die Enttäuschung in Aggression, bevorzugt gegen Familienmitglieder. Dritte werfen den Bettel hin und kippen ins Gegenteil – Nicht-Engagement als Bestrafung der Umgebung (wie sie meinen). Wieder andere verarbeiten die Enttäuschung durch Zähne-Zusammenbeissen und Vermehrung der eigenen Anstrengung. Der Schmerz muss durch Mehrleistung betäubt und durch künftige Erfolge in den Hintergrund gerückt werden.

Variante

Das Kind steckt die Enttäuschung ein. Tränen fliessen. Wir Eltern sind mit betroffen. Auch wir sind traurig, vielleicht sogar schockiert. Wir stehen dazu und suchen das Gespräch mit dem Kind. Wir fragen sanft nach, bis es aus dem Kinder herausbricht. Wenn der Brocken herausgebrochen ist samt Strategie (Aggression, Verweigerung oder Mehrleistung), suchen wir zuerst als Eltern und dann gemeinsam das Gebet vor Gott. Er kennt den Schmerz. Er möchte Kind und Eltern etwas lernen. Christus soll Licht in unsere Enttäuschungen bringen. Wir lassen sie nicht im Untergrund weiterwirken und womöglich einen Baum der Bitterkeit wachsen.

Zum Weiterlesen

Gott schenke uns einen konstruktiv-geistlichen Umgang mit Niederlagen und Enttäuschungen! Ashley Null hat hier die Reaktion auf Niederlagen und Sünden aus geistlicher Sicht beschrieben.

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