Standpunkt: Wenn Gottes Wort aus den Gottesdiensten verbannt wird

Mir geht die Beschreibung von C. S. Lewis‘ „Dienstanweisung an einen Unterteufel“ nicht aus dem Kopf. Ein Schachzug von Gottes Gegenspieler besteht darin, Gottes Wort aus dem Gottesdienst zu verbannen! Er weiss sehr wohl, warum er dies tut. Er triumphiert, wenn die folgenden potenten Verheissungen nicht zur Anwendung kommen:

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und macht Menschen weise zur Errettung. Sie überführt, weist zurecht, erzieht, damit Menschen, die Gott angehören, komplett zu guten Werken ausgerüstet sind. (2Tim 3,15-17, paraphrasiert)

Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort. (Röm 10,17)

 Wenn

  • Menschen und ihre Erlebnisse in der Einleitung im Vordergrund stehen

  • Lieder die Ich-zentrierte Gottesbeziehung wiederspiegeln

  • Die Gottesdienstbesucher ihre Bibeln im Gottesdienst nicht mehr aufschlagen

  • In der Predigt Geschichten und Erlebnisse dominieren

  • Einzelne Verse vereinzelt eingestreut werden

  • Die Gesamtbotschaft die Idee des Predigers bzw. der Gesellschaft widerspiegelt statt den Gedanken des Bibeltextes

  • Sich die Anschlussgespräche sich nie um den Bibeltext drehen

  • Die Gemeindemitglieder im Alltag ihre Bibel kaum aufschlagen

dann ist es Gottes Feind erfolgreich gelungen, dem Gottesdienst seine zentrale Kraft zu entziehen. Das wirksamste Instrument zur Veränderung von Leben – sein Wort – ist als Dreh- und Angelpunkt entfernt worden.

Ein wesentlicher Teil der Wiederbelebung von Gemeinden ist der Abbau dieser schädlichen informellen Liturgie und die Wiedereinführung von Gottes Wort in den Gottesdiensten.

  • Gebete und Lieder geben Bibeltexte wieder.

  • Eine Liturgie baut mehrere Lesungen ein.

  • Die Predigt dreht sich um die Auslegung eines zusammenhängenden Textes.

  • Die Predigt steht im Kontext der Heilgeschichte und der systematischen Lehren der Heiligen Schrift.

  • Menschen vertrauen darauf, dass der Heilige Geist durch sein Wort Menschen von ihrer Sünde überführt, zurechtweist, ermutigt und aufbaut.

  • Menschen beginnen zusammen die biblische Botschaft zu bedenken – auch ausserhalb des Gottesdienstes.

  • Sie werden angeleitet, Gottes Wort als unverzichtbaren Bestandteil ihrer täglichen geistlichen Ernährung zu lesen.

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