Standpunkt: Jahrgangsmischung – doch kein Erfolg sozialen Lernens?

Der Pädagoge Peter Geerds verweist auf eine Studie "Soziales Handeln in jahrgangsgemischten Klassen". Was wurde mittels Kamera beobachtet?

Uta Wagner hat anhand von Videoaufnahmen eine jahrgangsgemischte Klasse (erste und zweite Jahrgangsstufe) begleitet und die Schülerinteraktionen ausgewertet. Dabei kommt sie zum Ergebnis, dass die Zweitklässer ihr Patenamt verantwortlich übernehmen, aber keinesfalls pädagogisch sinnvoll bzw. im Sinne des Lehrers auf die Erstklässler eingehen. Die Erstklässler werden strenger behandelt, als es die Klassenlehrerin macht. Die aufgestellten Regeln werden härter durchgesetzt. Zusätzlich bewerten die Zweitklässler allerdings anhand ihres Erfolges die menschlichen Qualitäten der Erstklässler. Wenn diese die Regeln nicht wie erwartet einhalten, werden sie regelrecht verbal bzw. sozial niedergemacht.

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