10 Hinweise … für die geistliche Begleitung der Familie durch den Vater

Als Vater trage ich geistliche Verantwortung für meine Frau und meine Kinder. Wie sieht diese Aufgabe an einem Tag aus? Dies sind meine Überlegungen:

  1. Wer sich selbst nicht ernährt, kann andere nicht versorgen. Wie stärke ich mich durch Gottes Wort und Gebet? Welche guten Gewohnheiten behalte ich bei, welche baue ich neu auf, welche vernachlässigten hole ich hervor? Wie nütze ich zeitliche Lücken, die sich ergeben?
  2. Es gibt mehr Ideen, als ich umsetzen kann. Also muss ich einen Schwerpunkt setzen. Bezogen auf die Bibe heisst das: Abschnittsweises Lesen, Heilsgeschichte, Katechese, geistliche Klassiker, systematische Theologie. Welche Disziplin ist heute dran?
  3. Ich halte die Einzelnen im Blick. Welche Bedürfnisse hat meine Frau? Was beschäftigt meine älteren Kinder? Nehme ich die jüngeren Kinder genügend nach?
  4. Meine Erwartungen sind in der Regel zu hoch angesetzt. (Es kann natürlich auch umgekehrt sein.) Ich bitte darum, die Kräfte richtig einzuteilen. Dazu gehört, Liebgewordenes loszulassen oder kleinere "Portionen" zu schneiden.
  5. Es gibt viel Unvorhergesehenes: Konflikte, Nachlässigkeit oder einfach zusätzliche AUfgaben. Diese Irritationen stören mich in meinem Vorgehen. Ich bete darum, sie sinnvoll einzubeziehen.
  6. Wenn ich inhaltlich zu viel Verantwortung übernehme, werden die Kinder passiv. Es gilt also immer wieder sich abzugrenzen. Ich darf nicht alle Hindernisse aus dem Weg räumen.
  7. Eine der wichtigsten Aufgaben ist das inhaltliche und charakterliche Nachfragen: Was beschäftigt dich? Was freut dich? Was trübt die Freude? Was fällt dir leicht, was schwer?
  8. Es gibt eine Menge Impulse, die mir in die Hand spielen: Bücher, die gelesen werden; Predigten, die gehört wurden; Gespräche mit Menschen an der Arbeit, auf der Strasse, in der Nachbarschaft. Diese gilt es in Zusammenhang mit geistlichen Dingen zu bringen.
  9. Einen besonderen Segen erfahre ich durch das Lesen von Biografien. Ich analysiere und reflektiere die Lebenserfahrungen, Parallelen und Unterschiede. Davon erzähle ich immer wieder und stosse auf grosses Interesse.
  10. Wir alle straucheln oft. Wir kündigen Dinge an, die wir nicht umsetzen. Wir vergessen Dinge. Wir verstecken Versagen. Wir reagieren ungehalten. Wir beschuldigen andere. Dafür brauchen wir täglich Gottes Vergebung. Es ist so entlastend, gemeinsam Sünden zu bekennen!
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