Standpunkt: Wie kann ein guter Gott Leiden zulassen?

Dies ist eine der häufigsten Fragen in unseren nach-christlichen Ländern. In seinem Bestseller Warum Gott? (Kapitel 2) gibt Timothy Keller zu bedenken.

1. Nur weil ich Leid nicht erklären kann, muss es noch lange nicht sinnlos sein.

Hinter der Frage steckt die Prämisse, dass nämlich “etwas Böses, das mir sinnlos vorkommt, auch tatsächlich sinnlos ist”.

Oder anders ausgedrückt: “Wenn wir keine zufriedenstellenden Antworten auf das Problem des Leidens finden können, dann kann es keine geben.”

"Viele Menschen scheinen davon auszugehen, dass, wenn es gute Gründe für die Existenz des Bösen gibt, diese auch unserem Verstand zugänglich sein müssten."

2. Die Tatsache, dass ich etwas als ungerecht bezeichnen kann, spricht sogar gerade für Gott.

(C. S. Lewis) “Woher aber hatte ich meine Vorstellung von gerecht und ungerecht? … Womit verglich ich diese Welt, wenn ich sie ungerecht nannte?”

(Alvin Plantinga) “Böses kann es nur geben, wenn wir irgendwie wissen, wie rationale Wesen leben sollten, leben müssen.”

3. Dass Gottes Sohn die tiefsten Leiden erfahren musste, gibt Hoffnung und Mut.

"In Jesus Christus hat Gott die tiefsten Tiefen des Leidens erfahren. Glaube, obwohl er nicht jedes einzelne Leiden erklärt, kann uns ungeheuer helfen, dem Leiden nicht mit Verbitterung und Verzweiflung, sondern mit Hoffnung und Mut gegenüberzutreten."

"Gott nimmt unser Elend und Leiden so ernst, dass er bereit war, es selber auf sich zu nehmen."

4. Die Auferstehung wird das Leid verwandeln.

"Wir brauchen auch die Hoffnung, dass unser Leiden 'nicht umsonst ist'."

"Alles Schreckliche und Falsche, das je passiert ist, wird nicht bloß ausgelöscht oder repariert werden, sondern es wird in gewissem Sinne die Freude und Herrlichkeit noch größer machen."

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