Gebet: Lass mich das Leben vom Ende her denken

Wir fragen uns:
Was werden wir heute im Feierabend unternehmen?
Was sollen wir morgen anziehen?
Wie verbringen wir das nächste Wochenende?

Wir sorgen uns
um unser Essen
um unsere Befindlichkeit
um rechtzeitig den Zug zu erwischen.

Wir jagen nach
dem nächsten Erlebnis,
der Bestätigung von anderen,
der Ablenkung von Unangenehmem.

Schenke uns
das Leben immer wieder vom Ende her zu denken
zu priorisieren
und entsprechend zu investieren.

In aktiver Passivität
voller Vertrauen die leeren Hände ausstreckend,
engagiert laufend und kämpfend
und doch dankbar und gelassen.

Sich fragend:
Mit wem lässt du mich gerade zusammentreffen?
Wem lässt du mich dienen?
Wem die ewige Hoffnung bezeugen?

Bittend:
Was werde ich der nächsten Generation hinterlassen,
was meinen (ehemaligen) Arbeitskollegen,
was meinen (ehemaligen) Nachbarn?

Dankend:
Für das, was ER bis heute gewirkt hat.
Für das, was ER mir jetzt gerade schenkt.
Für das, was ER bereithält.

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