Alle Menschen sind Sünder – die gesellschaftspolitischen Auswirkungen

Die Aussage, dass alle Menschen Sünder sind, hat gesellschaftliche Auswirkungen. Dies beschreibt Thomas Schirrmacher in einer Artikelserie:

So bedeutet sie etwa, dass wir als Christen gesellschaftliche Probleme aller Art nicht nur als strukturelle Probleme sehen, die man mit Aufklärung, (Um-)erziehung und politischen Programmen allein bekämpfen kann.

Hinter Folter, Rassismus, Hyperkapitalismus, Unterdrückung von Frauen oder sexuellem Kindesmissbrauch – um nur einige Beispiel zu nennen – steht die Realität der Sünde, und so sehr wir die Folgen der Sünde vor Ort bekämpfen mögen, so sehr wir auch das strukturelle Böse gesamtgesellschaftlich und politisch angehen wollen, steht doch dahinter eine unheimliche Gemeinsamkeit, die – wenn in einer Form unterdrückt – an immer neuen Stellen und mit immer neuen Gesichtern an die Öffentlichkeit drängt. Zu viele Menschen nutzen die Möglichkeiten, dass es uns allen besser geht, mutwillig nicht, sondern versuchen allein für sich einen Vorteil herauszuschlagen, auch wenn sie dafür bisweilen so tun müssen, als ginge es ihnen um das Gemeinwohl (siehe Jesus in Lk 22,25: „… ihre Machthaber lassen sich dafür Wohltäter nennen“).

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