Überfeminisierung von Kirche und Schule

Hier hat sich jemand Gedanken über die Pfarrer(in)wahl im Basel Münster gemacht. Ich bin mit der Situation vor Ort nicht vertraut, ich finde die Überlegungen jedoch bedenkenswert:

Dass einige Mitglieder der Kommission, um modern und zeitgemäss zu sein, im gutgemeinten Sinne der Gleichberechtigung  lieber auf eine Pfarrerin am Münster gesetzt haben, lasse ich stehen, kann es aber persönlich nicht so ganz nachvollziehen. Auch wenn hier und da stille Ambitionen, nun endlich eine Frau am Münster zu platzieren, eine Rolle gespielt haben mögen, wäre der Sensationsfaktor eh‘ 10 Jahre zu spät, weil wir heute feststellen müssen, dass durch die Überfeminisierung der Kirche und der Schule eine Identifikationskrise der jüngeren Männer eingetreten ist. Also wäre eine glaubwürdige, vorbildhafte  männliche Autoritätsperson, die sich in väterlicher Weise zum Wohle der Gemeinde und ihrer Mitmenschen einsetzt, in unserer heutigen Gesellschaft durchaus wieder gefragt – da viele Männer gar nicht mehr wissen, was ein guter Vater vermag.

Da müsste sich aber die Kirche überlegen, ob oder welches Profil sie in Zukunft anstreben möchte und inwieweit die Aussage im Römerbrief “ gleicht euch nicht dieser Welt an“ auch heute noch von Bedeutung ist. Denn ein Profil, das den weltlichen Massstäben immer um 10 bis 20 Jahre hinterherhinkt, ist eigentlich kein wirklich attraktives Profil und ein biblisches  wohl auch nicht.

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