Rückblick auf zwölf Monate Lesen und Schreiben (3)

Wie es beim Sichten von umfangreichem Material üblich ist, verlor ich zwischendurch den Überblick über die Fülle des Dargebotenen. Was mir von Anfang an beim Sammeln half, war ein separates Dokument für jeden Text von und über Bavinck. Innerhalb des Buches versuchte ich zuerst, Inhalte und Zitate nach Themen zu gruppieren. Ich merkte jedoch rasch, dass die einzelnen „Quotes“ so schwieriger aufzufinden sind, als wenn sie der Struktur des Buches nach geordnet gewesen wären. So behielt ich die ursprüngliche Struktur bei und notierte mir jeweils Thema und Seitenzahl. Besonders wichtige Zitate markierte ich zudem fett. Ich druckte mir diese „Zusammenfassungen“ aus, um sie von Zeit zu Zeit gesondert durchzusehen. Gerade durch dieses zweite Sichten des Materials kamen mir manch gute Ideen.

Erst beim Lesen wurde mir Stück für Stück klarer, wie ich meine eigene Arbeit strukturieren könnte. Zwar war ich vor dem Start schon mit Fragen im Kopf gestartet. Aus meiner beruflichen und familiären Tätigkeit waren mir wichtige Fragen zum Thema Lernen präsent. Die Spannung war gross, ob ich bei Bavinck Antworten finden würde. Als ich seine „Prinzipien der Pädagogik“ zum zweiten Mal las, sprang mich Bavincks eigene Struktur an: Er baute sein Werk in drei Schritten auf, nämlich Ziel, Standort oder Startpunkt und Methodik. Diese Grobstruktur legte ich denn auch meiner Arbeit zugrunde.

Mit der Zeit begann ich zudem, einzelne inhaltliche Elemente auf kleine Karten zu notieren. Nachdem ich die Disposition fertig hatte, konnte ich die einzelnen Karten einem Thema bzw. Unterthema zuordnen. Obwohl ich die Karten später kaum mehr benützte, halfen sie mir dabei, gedankliche Klarheit in die vielen Einzelteile zu bringen. Nachdem ich einen Teil gelesen hatte, begann ich die fett gestellten Zitate auf dem Papier mit Zahlen den einzelnen Teilen zuzuordnen.