Wenn Vater und Sohn zusammen lernen (4): An der Verständnisgrenze

Als Vater gebe ich manchmal Aufträge, um die Verständnisgrenze meines Sohnes zu testen. Ich will gerne wissen, wo er steht. Oftmals bin ich überrascht, wenn ich merke, dass ich diese Grenze zu tief einschätzte und der Sprössling die Hürde problemlos meistert. Dann wieder merke ich, dass ein Lesetext eigentlich noch zu anspruchsvoll ist. Anstatt aufzugeben, beschritt ich folgenden Weg:

  • Lies den Text ein zweites Mal. Alternative: Lies mir einen Teil des Textes vor. (Dann höre ich die Stolpersteine.)
  • Schreibe dir Wörter auf, die du nicht verstehst. Alternative: Schreibe dir in ganzen Sätzen drei Fragen auf, die du zu diesem Text hast.
  • Wir sprechen über den Text. Nachher:
  • Bitte fasse den Text in fünf ganzen Sätzen zusammen. Ein hilfreicher Zwischenschritt dazu: Schreibe dir zuerst wichtige Stichwörter dazu auf.

Manchmal lege ich ein Buch auch zur Seite. Andere Male bleibe ich über eine Zeit dran. Nach Anfangsschwierigkeiten ist es oft für beide ermutigend, den Fortschritt zu sehen.

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