Ein Privatdetektiv, um den Kindern auf die Spur zu kommen

Die FAZ interviewte einen Privatdetektiv, der von Eltern angeheuert wird, um ihre Kinder zu bespitzeln. Diese Aussagen gaben mir zu denken:

Heute veranstaltet ein Kind viel größeren Blödsinn: am Computer nämlich. Und die Eltern wissen nicht, was los ist. Handeln die Kinder mit Gewaltvideos? Ziehen sie Handys ab, verticken sie Hehlerware, Drogen?

Sie könnten ihre Kinder fragen.

Die antworten nur: Was wisst ihr schon von unserer Zeit und wie wir so ticken? Unsere Eltern wussten das damals ja auch nicht. Aber wir hatten nicht so viele Möglichkeiten. Wir konnten rausgehen und mit dem Hammer einen Porsche zerschlagen. War eher unwahrscheinlich. Aber mit ein paar Mausklicks am Computer kann ich immensen Schaden anrichten.

Die Online-Welt ist ein riesiges Tummelfeld für Heranwachsende. Wenn der Zugang zum Herzen versperrt ist, bleibt offenbar nur noch diese Möglichkeit: Die Festplatten kontrollieren.

Sie installieren Spionageprogramme auf den Computern.

Wir gucken uns die Verläufe an, von Chats, E-Mails und Bildern, die sie hochladen. Alle zehn Sekunden wird ein Bildschirmfoto gemacht und gespeichert.

Sie müssen sich den privaten Kram der Kinder reinziehen.

Da hat man nicht unbedingt Spaß dran. Wie früher im Kaufhaus, da mussten Sie zwölf Stunden lang zusehen, wie die Leute vor der Kamera hin und her laufen. Das war vergleichbar interessant. Da sind ja riesige Datenmengen. Wie viel ein Jugendlicher allein auf dem Nachhauseweg an SMS und Whats-App-Nachrichten verschickt.

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