Aus den Medien: Bio als Ersatzreligion, Vater Staat im Kindergarten, beten gegen drohenden Krieg

Gott ist tot, es lebe Bio!

Was für ein gelungener Artikel aus „Die Welt“. Bio bietet sich als eine der letzten Varianten säkularisierter Religion an.

Der organische Abfall wurde in einer kleinen Tonne neben der Spüle zwischengelagert, bevor er im Garten entsorgt wurde. Eingekauft wurden nur zertifizierte Bio-Produkte in ausgesuchten Läden. Obst und Gemüse mussten „organic“ sein und aus regionalem Anbau stammen, Fleisch von Farmern, die ihre Tiere „mit Respekt“ behandelten.

Die Woche hatte einen festen Rhythmus. Montag, Mittwoch und Freitag gab es zum Frühstück Eggs Benedict, Dienstag, Donnerstag und Samstag Müsli mit Obstsalat. Am Sonntag Pan Cakes oder French Toast.

Es dauerte etwa drei Tage, bis mir klar wurde, dass meine Gastgeber das Leben ultra-orthodoxer Juden führten, nur eben in einer säkularisierten Variante. „Koscher“ war für sie „organic“; sie waren den ganzen Tag „on alert“, in Alarmbereitschaft, es gab nichts, das sie spontan taten, ohne zu überlegen, welche Folgen es für sie, die Natur und die ganze Welt haben könnte.

Die schamlose Sextante

Ulrike Walker formuliert aus, was die Konsequenzen sind, wenn der Staat über seine Aufgabe hinaus die Familie zu beherrschen beginnt:

Gefühle wie Scham oder Peinlichkeiten werden gezielt übergangen, wenn solche Sexualpädagoginnen über Klassenzimmer hinwegfegen. Klassenlehrer oder Eltern dürfen in diesem Unterricht nicht mit dabei sein – eben damit sich die Schülerinnen nicht vor ihren normalen Vertrauenspersonen schämen. Das Hinzuziehen von externen Fachpersonen ist aus sexualpädagogischer Sicht eben deshalb so wichtig, weil genau diese Scham wegfallen und deshalb “schamlos” über Sexualpraktiken gesprochen werden soll. Bruno Wermuth, der “Sex Onkel” von 20 minuten behauptet “Leidtragend sind die Kinder und Jugendliche, die mehr Information brauchen und wollen, diese aber nicht bekommen. Eltern sollen sich um ihre eigenen blinden Flecken und ihre Scham kümmern, statt alles auf die Kinder abzuschieben.” Kann man von solchen – notabene staatlich ausgebildeten – Fachpersonen erwarten, dass sie die Scham-Grenzen unserer Kinder tolerieren, wenn ihnen diese selbst fremd sind? Für mich als Frau und Mutter ist das seelischer Missbrauch, ja grenzt sogar an sexuelle Belästigung. Sogar das Führungsinstrument für Berufsschulen definiert: “Massgebend bei sexueller Belästigung ist die Unerwünschtheit. Ist ein Verhalten unerwünscht, muss das respektiert werden. Sexuelle Belästigung beginnt da, wo verbale oder nonverbale Abwehrsignale nicht ernst genommen und die persönlichen, individuellen Grenzen des Gegenübers missachtet werden.” Warum sollte das nicht umso mehr für unsere viel jüngeren Primar- und Sekundarschülerinnen auch gelten?

Beten im Angesicht des drohenden Krieges

Was unternehmen Christen in der Ukraine in der spannungsgeladenen Situation? Sie beten. Idea Schweiz berichtete:

Sorge bereitet die drohende Eskalation auch der in der Ukraine tätigen evangelikalen Mission für Süd-Ost-Europa. Fünf Missionare des Werkes sind dort in Verbindung mit Baptistengemeinden im Einsatz, darunter in Donezk im Osten des Landes. Wie Missionsleiter Friedemann Wunderlich (Freudenberg bei Siegen) gegenüber idea sagte, verstärken die Gemeinden das Gebet. Sie träfen sich täglich, um Gott zu bitten, dass es nicht zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine kommt. Die Gemeinden organisierten auch Gebetsketten, bei denen rund um die Uhr jeweils ein Mitglied 30 Minuten für Frieden bete. Ein Teil der Christen faste zusätzlich. Gleichzeitig werde die missionarische Arbeit uneingeschränkt fortgesetzt: „Die Türen stehen offen.“