Gedanken zum Jahresende (6): Eine Handvoll … Wälzer, die nicht fertig gelesen sind

Manche – auch dicke Bücher – schmelzen wie der Schnee in der Frühlingssonne und werden innert kurzer Frist bewältigt. Andere Bücher liegen längere Zeit da. Bei den einen lese ich 100 – 200 Seiten vor, um sie wieder auf die Seite zu legen. Andere Bücher wurden zur Hälfte bearbeitet und warten auf den Moment, an dem die zweite Hälfte in Angriff genommen wird. Wieder andere habe ich mir vorgenommen, tue mich jedoch schwer, wieder daran zu gehen.

  1. Joakim Garff. Sören Kierkegaard. Angeschafft mit einem Gutschein zu meinem runden Geburtstag; bisher drei Lesephasen mit insgesamt 400 Seiten. Ein monumentales Werk, jedoch so anstrengend wie das Leben des berühmten Philosophen selbst.
  2. Michael Horton. The Christian Faith. Das grossartige systematisch-theologische Werk enthält viele hilfreiche Gedankengänge. Ich nehme es immer wieder hervor. Bisher bin ich bis Seite 600 vorgedrungen. Wer Grudem gelesen hat, der sollte sich auch Horton vornehmen.
  3. John Frame. Systematic Theology. Ich stehe auch hier auf Seite 600. Diese systematische Theologie wird irgendwann von mir zu Ende gelesen. Es ist ein phantastisches Werk, weil es wie kaum ein zweites so organisch aus der systematischen Zusammenschau von biblischen Aussagen heraus entstanden ist. Wo nötig, ergänzt Frame mit dogmen- oder philosophiegeschichtlichen Einschüben.
  4. Karl Barth. Kirchliche Dogmatik. Band II,1. Hieraus habe ich mir mindestens 200 Seiten aus der Gotteslehre verordnet. Ich staune immer wieder, mit wieviel Akribie Barth die Gedanken entfaltet. Besonders gespannt bin ich auf die exegetischen Beweisführungen. Nach meine Barth-Lektüre würde ich meinen, ich sei mittlerweile in der Lage seinen Überlegungen zu folgen. Begeistert bin ich keineswegs.
  5. Charles Taylor. Ein säkulares Zeitalter. Ein monumentales Werk, das breit angelegt verschiedene Stränge der Geistesgeschichte nachverfolgt. Auch hier habe ich 600 Seiten vorgelesen. Es scheint meine Leseobergrenze für umfangreiche Werke zu sein.
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