10 Hinweise … für eine thematische Recherche

Beschäftigt dich ein Thema schon länger und du willst mehr darüber erfahren? Manche setzen sich nur gezwungen in Aus- und Weiterbildungen systematisch mit einem Thema auseinander. Ich tue es aus Freude und Interesse immer wieder. Das sind meine Empfehlungen:

  1. Reserviere je eine halbe Stunde für Google und dann eine für eine Titelrecherche bei der Bibliothek. Kopiere Titel in ein File.
  2. Führe eine Liste von Fragen. Ergänze immer dann, wenn eine neue Frage auftaucht oder sich eine bestehende konkretisiert.
  3. Besorge dir 5 – 10 Übersichtswerke, Beispiel Pädagogikgeschichte: "Die Zahl der Geschichten der Pädagogik in Erstauflage seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist überschaubar. Aus den 1950er Jahren stammen die Klassiker zur „Geschichte der Pädagogik“ von Heinrich Jakob Rechtmann (1948/50, 31969), Fritz Blättner (1951, 151980) und Albert Reble (1951, 222009) in der BRD, von Karl-Heinz Günther u.a. (1957, 161988) in der DDR. Um 1970 erschienen „Pädagogik. Eine Geschichte der Bildung und Erziehung“ von Theodor Ballauf (1969-1973) und „Geschichte der Pädagogik“ von Theo Dietrich (1970). Die nächsten Werke fielen in die 1980er Jahre: Herwig Blankertz' „Die Geschichte der Pädagogik“ (1982), Hans Scheuerls „Geschichte der Erziehung“ (1985) und Heinz-Elmar Tenorths „Geschichte der Erziehung“ (1988, 52010). Noch vor der Jahrhundertwende folgte Peter Mencks „Geschichte der Erziehung (1993, 21998). Im neuen Jahrhundert liegen zusammen mit der vorliegenden Schrift zusätzlich drei weitere Werke vor: Winfried Böhms „Geschichte der Pädagogik“ (2004, 32010) und Susanna Rouxs “Kurze Geschichte der Pädagogik für Einsteiger“ (2010)."
  4. Aus diesen Übersichtswerken heraus wähle dir Standardwerke aus. Nimm dir für diese Bücher vorerst je eine Stunde, um Inhaltsverzeichnis, Einleitung (Ziele, Struktur) und Literaturverzeichnis zu studieren.
  5. Zeichne dir ein Mindmap mit Bewegungen und Namen; visualisiere zudem Etappen auf einem Zeitstrahl.
  6. Entscheide dich für 3 – 5 Bücher, die du ganz liest. Erstelle zu jedem Buch ein Protokoll von Findings.
  7. Wähle einen Autoren bzw. einen bestimmten Aspekt aus und schreibe darüber: Für einen Blog, eine Zeitschrift und – wer weiß – für ein künftiges Buch.
  8. Lass das Thema zwischendurch eine Zeit ruhen und nimm es dann wieder hervor.
  9. Halte das Thema weiter auf dem inneren Radar; notiere dir neue Impulse.
  10. Überlege dir, mit wem du im Gespräch deine gefundenen Schätze teilen kannst. Bete um offene Türen und Ohren.
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