Zitat der Woche: Warum christliche Ehepaare den Wunsch nach Kindern haben sollten

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Ludwig Rühle begründet, ausgehend vom Hohelied, die These: "Warum christliche Ehepaare den Wunsch nach Kindern haben sollten". Gerade dieses Thema zeigt, wie stark wir geneigt sind, unsere christliche Identität von unserem Leben (und Körper) abzutrennen. Schöpfung und Erlösung gehören zusammen!

(V)orrangig geht es im Hohelied um das Verlangen nach sexueller Liebe und die Erfüllung dieses Verlangens. Sex ist nicht nur für die Vermehrung da; körperliche Liebe darf und soll genossen werden. Der Mensch soll sich daran erfreuen und immer mehr in der Liebe zueinander wachsen. Doch natürlich spielt das Thema Fortpflanzung ebenso eine große Rolle. Gott hat Kinder als süßeste Früchte der Ehe gedacht…

Oft wird argumentiert, man verdiene noch nicht genug, die Karriere sei erst in den Anfängen, die längerfristige Absicherung noch nicht gewährleistet, die Wohnsituation oder der Wohnort noch nicht der richtige, man sei noch nicht reif genug usw. Die Sorge um das zukünftige Wohl des Kindes und auch um den eigenen Wohlstand und die gewohnte Lebensqualität übersteigt dann jedes Gottvertrauen. Doch unser souveräner Gott ist der Herr über Leben und Tod, und einzig von ihm sind wir und unsere Kinder immer zu 100 Prozent abhängig. Manchmal müssen Kinder auch als Statussymbol herhalten. Man möchte ein Kind um des Ansehens willen oder auch nur, um den Stammbaum der Familie zu erhalten. Man bekommt Kinder, weil es alle in der Familie oder Gemeinde erwarten oder schiebt es aus Protest gegen diesen Druck extra hinaus.

Kinder sind ein Geschenk und ein großer Segen Gottes für uns. Durch Kinder will Gott uns in vielen Lebensbereichen segnen: in der ehelichen Beziehung, in unseren Gemeinden, in unserem Zeugnis in der Welt und nicht zuletzt in unserer Beziehung zu ihm.

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