Aus den Medien: Verniedlichter Gott, Generation Angst, willensstarke Kinder

Viele Pastoren und Evangelisten verniedlichen Gott

Klare Worte von Klaus-Jürgen Diehl:

„Wo werden dem Predigthörer heute noch ernste Worte über das Gericht Gottes mit seiner möglichen Konsequenz ewiger Verdammnis zugemutet?“ Die Botschaft von Gericht und Gnade werde weitgehend auf die Verkündigung eines grenzenlos verzeihenden, liebenden Gottes verkürzt.

Generation Freiheit – Generation Angst?

Eine interessante Analyse von Martin Meyer in der NZZ (VD: AW):

Heute hingegen ist Angst nun auch an eine bemerkenswerte Enttäuschung gekoppelt. Nachdem uns nämlich aufgegangen ist, dass die seit 1989 genährten Hoffnungen auf eine selbstverantwortete Welt des ewigen Friedens in Wohlstand und Toleranz zu weiten Teilen ein Trugbild waren, ist Angst eine Schwester der Frustration. Das heisst: Irgendwie und an vielen Fronten ist es nicht gelungen, das Schicksal der Menschen im Auftrag von Vernunft und Autonomie zu packen, zu gestalten, dann zu globalisieren und endlich zu ernten. Der alte Traum vom Paradies auf Erden ist abermals ausgeträumt. Insofern erinnert die kurze euphorische Phase vor dem Millennium tatsächlich an die ebenfalls kurzen Jahrzehnte des aufgeklärten Optimismus im 18. Jahrhundert.

Kinder mit starkem Willen

Interessante Kolumne (VD: SD). Meine Gedanken: Ja (Kinder müssen später Nein sagen können) und Nein (Eigenwille ist Sünde).

Eines Sonntags stand ich mit einem besonders aufgedrehten Andrew in der Vorhalle der Kirche. Er war damals etwa drei Jahre alt. Während er schrie, kam eine nette ältere Dame zu mir und sagte: „Ihre Kinder sind so süß.“

Ich schaute herab auf mein schreiendes Kleinkind und fragte mich, ob sie mich mit jemandem verwechselte.

„Sie haben Courage“, sagte sie. „Das bedeutet, dass sie später einmal große Dinge erreichen werden.“

Ich sagte ihr, dass ich hoffte, dass sie recht behalten würde und sie versicherte mir, dass es so kommen würde. Ganz ehrlich, ich war erstaunt von ihrem Timing. Sie hatte mich Woche für Woche in die Kirche kommen sehen und sie bemerkte, wie ich mich mit meinen wilden Kindern abmühte.

Sie wusste, dass ich mehr Zeit damit verbrachte, herumzulaufen, um meine Kinder ruhig zu halten, als tatsächlich in den Kirchen-Treffen zu sitzen.

Ich verstand nicht, warum sie genau diesen Moment auswählte, als meine Geduld am Ende war und mein Kind herumschrie. Und gerade dann sagte sie mir, dass meine Kinder großes Potential hatten.