10 Zitate aus … Randy Alcorn „Voller Gnade und Wahrheit“

Randy Alcorn. Voller Gnade und Wahrheit. CLV: Bielefeld, 2006. 128 Seiten. Online-Download.

(11) »Und mit großer Kraft legten die Apostel das Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesus ab; und große Gnade war auf ihnen allen.« (Apg 4,33) Sie gaben Zeugnis von der Wahrheit Christi und lebten aus Seiner Gnade. Wahrheit war die Nahrung, die sie zu sich nahmen, und die Botschaft, die sie weitergaben. Gnade war die Luft, die sie atmeten, und das Leben, das sie lebten. Die Welt um sie herum hatte nie etwas Vergleichbares gesehen.

(16) Ein Vogel braucht zum Fliegen nun einmal zwei Flügel. Mit nur einem Flügel kann er sich nicht zum Himmel emporheben. Und so fliegt auch das Evangelium mit zwei Flügeln: dem Flügel der Gnade und dem Flügel der Wahrheit. Nicht nur mit einem, sondern mit beiden.

(39) Gnade übersieht niemals die überaus unangenehme Tatsache unserer tiefen Verdorbenheit. Im Gegenteil: Sie unterstreicht diese. Je mehr wir uns darüber im Klaren sind, wie schlecht wir in Wahrheit sind, desto größer wird uns die Gnade Gottes werden.

(51) Sie und ich können Wahrheit entdecken, aber wir können sie nicht gestalten. Was wahr ist, ist wahr, und was nicht wahr ist, das ist nun einmal nicht wahr – das gilt für jeden von uns und zu jeder Zeit. Unsere Gesellschaft sieht Wahrheit als etwas an, das sich in uns befindet und das, je nachdem, auf welchem Entwicklungs- und Erkenntnisstand wir uns nun gerade befinden, der Korrektur unterworfen ist. Die Heilige Schrift dagegen sieht Wahrheit als etwas an, das sich außerhalb von uns befindet, an das wir glauben können oder aber auch nicht, das wir jedoch in keinem Fall verändern können.

(61) Das vielleicht größte Vermächtnis, das Eltern an ihre Kinder weitergeben können, ist die Befähigung, die tägliche Vielfalt göttlicher Segnungen wahrzunehmen und darauf mit unaufhörlicher Dankbarkeit zu antworten.

(69+72) Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, belogen zu werden, und sind so anfällig für Selbstbetrug geworden, dass es uns sehr schwer fällt, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. … Nehmen Sie jede einzelne Lüge und multiplizieren Sie diese mit den mehreren Millionen Lügen in der Geschäftswelt, in den Schulen, den Familien und innerhalb der Regierung, und Sie erhalten eine gewaltige moralische Erosion.

(88) Ein Zuhause voller Gnade ist zugleich ein Zuhause voller Wahrheit, denn Gnade macht Menschen nicht weniger heilig, sondern ganz im Gegenteil: Sie macht sie heiliger.

(90) Wenn wir das Leben auf das Wesentliche reduzieren, dann haben wir es lediglich mit zwei Gruppen von Menschen zu tun: mit Sündern, die ihre Sündhaftigkeit eingestehen, und Sündern, die diese bestreiten.

(98) Heute bedeutet, ein treuer Zeuge zu sein, »Menschen dazu zu bringen, dass sie uns mögen«. Wir haben das Wort christusähnlich mit »freundlich« bzw. »nett« neu definiert. Gemäß dieser Definition war Christus nicht immer christusähnlich. Denn Er konfrontierte Menschen mit Sünde, Er erhob Seine Stimme gegen das Unrecht, warf Tische um, bezeichnete Menschen als Schlangen, Narren, Blinde, Heuchler und übertünchte Gräber. Wenn wir nicht von Sünde und der Hölle reden, weil wir einfach nur freundlich sein wollen, dann versuchen wir, freundlicher als Jesus zu sein.

(108) Warum können wir nicht ganz einfach gegen das an Minderheiten und ungeborenen Menschen begangene Unrecht unsere Stimme erheben? Warum können wir uns nicht der durch Habgier gespeisten Zerstörung der Umwelt und dem industriefeindlichen New-Age-Umweltschutz entgegenstellen? Warum können wir nicht das biblische Recht auf Besitz von Eigentum verkünden und Gottes Forderung, unseren Reichtum freiwillig mit den Bedürftigen zu teilen, hervorheben? Warum können wir nicht an Gottes Verurteilung sexueller Unmoral – einschließlich homosexueller Praktiken – festhalten und uns aus Liebe und Mitgefühl nach jenen ausstrecken, die in einem zerstörerischen Lebensstil gefangen sind und an AIDS sterben?