10 Thesen: Weshalb Paare immer später heiraten

Vorabbemerkung: Es handelt sich hier um Thesen als Diskussionsbasis. Je nach Situation treffen sie mehr oder weniger zu.

Identität als Konsument 

  • Der Mensch versteht sich als Subjekt der Bedürfnisbefriedigung. Es muss ihm zugedient werden. 
  • Es gibt stets noch eine bessere Möglichkeit. 

Àufwachsen/Erziehung

  • In der Kleinfamilie wird das Leben von den Eltern materiell arrangiert. Das erschwert den Übergang zur verantwortlichen Paar- und Elternschaft. 
  • Insbesondere Jungen werden von den Müttern überbehütet. Sie wollen nicht erwachsen werden. 

Gelebte Philosophie der Beziehungen 

  • Wir leben vom Vertragsgedanken in Beziehungen. Sie bestehen unter gegenseitiger Zustimmung auf Zusehen hin. 
  • Wir zielen auf die unmittelbare Bedürfnisbefriedigung, also auf den nächsten Moment eher als auf Jahrzehnte bzw. die nächste Generation ab. 

Geplante Reproduktion 

  • Der Kinderwunsch ist nach wie vor hoch. Er trägt jedoch Projektcharakter; es stehen zahlreiche Möglichkeiten zum „Nachhelfen“ offen. 
  • Die durchschnittliche Kinderzahl liegt bei eins bis zwei Kindern.  Da kann die Umsetzung getrost nach hinten verschoben werden.

Sexualität 

  • Sexualität wird Ich-gerichtet (nicht Du-gerichtet) verstanden. Man kann es sich auf Knopfdruck besorgen. 
  • Sexualität ist in hohem Mass mechanisiert. „Ich hole mir einen runter“, höre ich im Zug Heranwachsende zu einander sagen, als ob sie sich noch schnell ein Brötchen besorgten. 
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