Hanniel hirnt (12): Francis Schaeffer zur 68er Generation

Ich beginne heute eine vierteilige Analyse. Francis Schaeffer äusserte sich in seinem Buch "Kirche am Ende des 20. Jahrhunderts" (meine Rezension) bereits 1970 zur Umwälzung der 68er-Unruhen. Er beschreibt drei Teile dieser sozial aktiven Minderheit der damaligen westlichen Gesellschaft:

  • Die eigentlichen Aussteiger: Sie traten weder für noch gegen die herrschenden Strukturen auf, sondern stiegen einfach aus. Eine Gesellschaft kann nur eine bestimmte Anzahl solcher Menschen mittragen.
  • Die Anarchisten: Diese verkappten "Romantiker" gingen davon aus, dass der schlimmste Punkt bereits erreicht war und mit einem konsequent gelebten Individualismus sich die Dinge zum Besseren kehren würden.
  • Die Elite der Neuen Linken: Schnell etablierte sich ein neues Establishment, innerhalb dessen sich eine klare Hierarchie herausbildete.

Dann zählt Schaeffer drei soziologische Alternativen für die Entscheidungfindung auf:

  • Die Antwort des Hedonismus: Jeder tut genau das, was ihm in den Sinn kommt (mit dem folgenden Chaos).
  • Die Antwort der Mehrheit: Es gibt kein Absolutum ausser dem wechselnden und willkürlichen Volksempfinden.
  • Die Antwort der Elite: Eine kleine Minderheit, im Extremfall ein Diktator, stellt willkürliche Absoluta auf.
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