Hanniel hirnt (13): Ein Kommentar zur Nashville-Erklärung

Vor einigen Tagen wurde die Nashville-Erklärung veröffentlicht. Die deutschen Übersetzungsrechte sind inzwischen bereits von Evangelium21 besorgt worden; ich hoffe auf eine deutschsprachige Unterzeichnerliste. Johannes Traichel und Ron Kubsch haben bereits Bezug auf die Erklärung genommen. Auch das Pro-Medienmagazin und idea.de berichteten.

Ein wirklich gelungener Kommentar eines Freundes aus einem Facebook-Thread möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Ein kleiner Auszug – den Rest habe ich Ihnen in dieser Folge vorgelesen. Als Antwort auf einen (prominenten) Kritiker der "Amerikanischen Evangelikalen" schreibt er treffend:

Wenn also schon in dem Mikrokosmos Ihrer eigenen evangelikalen Existenz theologische Standpunkte durch westlich-urbane Perspektiven verändert werden finde ich es sehr irritierend, dass Sie sich hier zum Verteidiger DES Christentums positionieren, der "Amerikanischen Evangelikalen" vorwirft, sie beschädigten "DAS Christentum". Ihre schicke Brille der Marke "Berlin-Perspektive" disqualifiziert Sie meiner Meinung für diese Position.

DAS globale Christentum (Südamerika, Afrika, Asien) würde sich auch sofort heftigst von ihrer sexualethisch progressiven Richtung distanzieren, also tun Sie uns allen den Gefallen und sprechen Sie nur für dies im globalen Maßstab kleine Häuflein westlich-urbaner Hipster, das btw. noch dazu vorhat sich selber kaum noch zu vermehren.

Nachtrag: Ich ergänze mit einem punktgenauen Kommentar auf theoblog.de über die Prioritäten für Familie und Gemeinde.

… was ich erlebe ist, dass viele Eltern auch die sexuelle Erziehung (vielleicht aus Scham, aus Angst vor Konfrontation, was auch immer) gerade den Pastoren, Gemeindeleitern und vor allem Jugendleitern überlassen. Gerade wir Eltern sind (vielleicht) mehr denn je herausgefordert, mit unseren Kindern zu reden, Unterhaltungen aufzubauen, Tabuthemen zu enttabuisieren und vor allem sie selbst in der Heiligen Schrift zu unterweisen und im Gebet Gottes Fürsorge anzubefehlen.
Mir fehlt sehr häufig in unseren deutschen Gemeinden der Aufruf an die Eltern, die Ermutigung und auch Anleitung für Eltern, die geistliche und auch sexuelle Erziehung nicht anderen zu überlassen. Vielleicht irre ich mich auch aber bisher bin ich persönlich überzeugt, dass dies für die kommende Generation unserer Gemeinden die wichtigste Handreichung ist!

Lesen Sie ergänzend meine Kolumne "Warum ich als Europäser für die amerikanische Entwicklungshilfe dankbar bin" sowie die ausgezeichnete Buchbesprechung des New Yorker Pastors Timothy Keller "The Bible and Same-Sex Relationships".

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