Neujahr in Sicht (3): Beziehungs-Not

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Die (unbewusst) gelebten zwischenmenschlichen Dogmen führen zur Beziehungsnot. Der Einfachheit fasse ich in einigen Thesen zusammen:

  1. Beziehungen werden grundsätzlich als befristete Verträge eingegangen.
  2. Das Kriterium für die Aufrechterhaltung ist der emotionale "Payback".
  3. Das Selbst steht prinzipiell vor dem Du.
  4. Es gilt die Erwartung, dass (Ab-)Brüche ohne emotionalen Folgen bleiben.
  5. Nach Brüchen gibt es die Möglichkeit sich zu betäuben.
  6. Sich wiederholende Muster in Beziehungen können ausgeblendet werden. (Der andere ist schuld.)
  7. Ein Teil der Gescheiterten beginnt Dividenden zu bezahlen, meistens in Form von Depressionen.
  8. Mit zunehmendem Alter fällt ein Teil aus dem Beziehungsmarkt.
  9. Besonders hart trifft es Frauen ohne Kinder in der zweiten Lebenshälfte, die sich in der ersten Hälfte bewusst für "Karriere" entschieden haben.
  10. Eine Minderheit verfällt dem Therapiewahn.

Ich erwarte in meiner und den folgenden Generationen eine massive Zunahme der Beziehungsnot.