Drei exzellente Tage zum Thema Sexualität aus existenzanalytischer Sicht (für einen Einblick siehe hier und hier) brachte bei einem Mit-Teilnehmer die Frage auf, wie ich als Theologe auf die präsentierten Konzepte reagiere.
Hier geht es zu meiner Antwort (37 Minuten). Die religionsphilosophische Struktur:
- Vorbemerkungen: Säkularismus als Leitreligion; Konzepte (vorgegeben oder konstruiert); alte und neue Toleranz
- Die Frage nach Gott und dem Sein (Metaphysik): Zwei Glaubensentscheide – unpersönlicher Anfang, evolutionäre Entwicklung
- Die Frage nach der Erkenntnis (Epistemologie): Drei Instanzen (Konsensmoral, Expertenmoral, phänomenologische Offenheit + ethischer Relativismus)
- Die Frage nach dem Menschen (Anthropologie): Trichotomie (Körper, Psyche, Personal-Geistiges); Scham; Gewissen; Autonomie; Verbundenheit
- Die Frage nach dem guten Leben (Ethik): Immanenter Sinnzusammenhang; Übereinstimmung mit dem Selbst (Fühlen); Aussenabstimmung; ethischer Relativismus (Normen – Situation – Existenz); Integration des Leids
- Sexualität und Transzendenz: Sexualität … als Anlage auf den anderen (Hingabe); Erkenntnis-/Ganzakt; Exklusivität (1 als grösste Zahl); Abbild der transzendenten Realität (Christus/Kirche)