Corona in Perspektive (3): Erschreckt nicht!

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Mein ältester Sohn erinnerte mich dieser Tage an ein Argument, das ich vor einiger Zeit selbst eingebracht hatte. “Papa, lies uns doch Texte aus der Bibel vor, die für diese Zeit hilfreich sind.” In der Nacht dachte ich darüber nach und entschied mich für die sogenannte “Endzeitrede” von Jesus in der Version von Matthäus (24. Kapitel). Mein Fokus: Wir lesen den Text in kleinen Abschnitten und achten uns genau darauf, was geschrieben steht und auf die Reihenfolge der Argumente. Zudem fragen wir uns, was Jesus nicht sagt.

Wir waren erfreut, als wir als Familie gemeinsam die Predigt aus der Arche Hamburg anhörten. In Gottes Souveränität hatte er die Gemeinde gerade an diesem Sonntag zur Endzeitrede in Markus 13 geführt, wie Pastor Christian Wegert anfangs betonte. Einige Anmerkungen aus meinen Notizen zur Predigt:

Als die Jünger das grossartige Bauwerk von Herodes, doppelt so gross wie die Akropolis, anblickten, wurde ihr bewundernder Blick jäh gestört: Kein Stein würde auf dem anderen bleiben!

Die Jünger konnten sich aus ihrer Perspektive nichts anderes vorstellen, als dass dies die Wiederkunft des Messias und das Ende der Weltzeit bedeutete (Matthäus 24,3).

Ihre Frage fokussierte auf sich auf das Wann und die begleitenden Zeichen, nicht auf das Warum! So ist es bis heute geblieben. Der Tempel würde nicht länger gebraucht werden. “Hier ist einer, der grösser ist als der Tempel.” (Mt 12,6) Und: In drei Tagen wird dieser Tempel abgebrochen und wieder aufgebaut werden. “Er aber redete vom Tempel seines Leibes.” (Joh 2,21)

Die Erläuterungen von Jesus erfolgen aus seelsorgerlicher Absicht, nicht zur Befriedigung von Spekulationen.

Wegert arbeitete fünf Anwendungen heraus:

  1. Jesus kommt gewisslich wieder. Das ist der Zielpunkt der gesamten Rede. Ist er auch der Zielpunkt meines Lebens in diesen Tagen?
  2. Habt acht, dass euch niemand verführt. Vorsicht vor Ideen und Lösungen – manche bieten vermeintlich den Schlüssel zur Lösung der Krise an.
  3. Erschreckt nicht. In Gottes souveränem Plan müssen diese Dinge geschehen. Manchmal hatten die Menschen schon gedacht, es sei das Ende, dabei war es erst der Anfang!
  4. Habt acht auf euch selbst. Der Druck würde selbst zu Spaltungen in der Familie führen.
  5. Harrt bis zum Ende aus. Sind wird damit wieder auf uns selbst geworfen? Nein, wir erhalten uns in der Liebe Gottes, weil er uns bewahrt (Judas 21+24).

Ich verweise zudem auf die Predigt “Die richtige Perspektive auf dieses Leben” (Psalm 90) meines Freundes Jochen Klautke.