Jahresende (3): Gelernt – der Mensch denkt, Gott lenkt

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Kürzlich bin ich erneut an Sprüche 16 vorbeigekommen. Dort wird in V. 1-9 das souveräne Wirken Gottes dem menschlichen Bemühen gegenübergestellt:

Die Pläne des Herzens sind Sache des Menschen,
aber die rechte Antwort der Zunge kommt von dem HERRN.
Alle Wege des Menschen sind rein in seinen Augen,
aber der HERR prüft die Geister.
Befiehl dem HERRN deine Werke,
und deine Pläne werden zustande kommen.
… Das Herz des Menschen denkt sich seinen Weg aus, aber der HERR lenkt seine Schritte.

Als Ältester von fünf Kindern bin ich von klein auf gewohnt, voranzugehen. Wenn ich nicht … den Kontakt anbahne, nachfrage, schreibe, erinnere, mahne … dann läuft gar nichts. Dies ist zumindest ein “Belief” – eine Überzeugung in meinem Lebensrucksack.

Wenn ich dieses innere Prinzip meiner Wirklichkeit 2020 gegenüberstelle, gestehe ich offen ein: Es kam anders, als ich es ansteuerte. Im wechselvollen Pandemiejahr erlebte ich die punktgenaue Versorgung Gottes. Bei meinen geschäftlichen Anbahnungen hatte ich oft den Eindruck, dass die Türen nur von innen her geöffnet werden könnten. Mein Versorger öffnete ganz präzis Türen dort, wo ich es nicht vermutet hätte.

Es nimmt mich wunder, einmal aus der Ewigkeitsperspektive auf mein inneres Leben zurückzublicken zu können. Ich vermute, dass der “Reinheitsgehalt” meiner Entscheidungen nicht der ist, den ich im Hier und Jetzt vermute…