Interview: Selbstführung, Selbstoptimierung und Produktivität (I)

Passendes Buch:

Viktor, Blogger von christusallein.com, stellte mir einige herausfordernde Fragen zum Thema Selbstführung und Produktivität.

In der Beantwortung bringe ich Aspekte ein, die mir im eBook "Ich führe mich, weil Gott mich führt" vor Augen waren. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der Neujahrspredigt 2017 zu Römer 1,1-17.

Sollen wir als Christen auf das gefragte Thema der Selbstoptimierung eingehen? Es beschäftigt mich, dass wir Selbstoptimierung um unserer selbst willen betreiben. Damit kippen wir in eine neue Form des Götzendienstes.

 Leider ist die aus der Wirtschaft bekannte Strategie der Nachahmung unter Christen verbreitet. Wer das Programm christlicher Verlage durchsieht, entdeckt zahllose Titel aus dem Bereich der Lebensberatung. Es geht in erster Linie um die Selbstoptimierung.

Der nicht erlöste Mensch im Westen wird kulturell konditioniert, zum Götzendiener an sich selbst zu werden. Seine „wirklich wichtigen Dinge“ weisen darauf hin, was er anbetet. Dabei können, wie es Timothy Keller eindrücklich in seinem Buch „Es ist nicht alles Gott, was glänzt“ aufzeigt, seine Götzen sehr komplexer Natur sein. Mehr dazu in meinem Beitrag „Beziehungsgötzen entlarven“. Ein Beispiel: Im Bereich der Selbstführung kann die Befriedigung in der Erreichung von selbst gesteckten Zielen zum Gefühlsgötzen werden.

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