Standpunkt: Coronavirus und das Bewusstsein, dass wir sterben müssen

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Ein richtiger Alttestamentler kann Zeitereignisse einbetten! Mario Tafferner:

Als Europäer sollten wir das neue Coronavirus zum Anlass nehmen, einmal nicht auf eine schnelle, billige Lösung zu hoffen. Der Westen ist keine Ausnahme mehr, Impfstoffe kommen zu spät, Ärzte sind keine Götter, und Wahrscheinlichkeiten können das Schicksal des Einzelnen nicht garantieren.

Wir sollten das neue Virus zum Anlass nehmen, uns darüber bewusst zu werden, dass wir sterben werden. Mit oder ohne Coronavirus. Alles, was wir hier haben, wird der Tod uns entreißen.

Lasst uns einmal nicht den billigen Ausweg nehmen. Lasst uns einmal nicht darauf hoffen, dass das schon irgendwie an uns vorbei geht. Lasst uns einmal das volle Gewicht dessen, dass wir sterben müssen, auf unser Gemüt schnallen. Ohne Ablenkungsstrategie.

Wir bereiten uns in unserem Leben auf alles mögliche vor. Nur auf den Tod wollen wir uns nicht so recht gefasst machen. Doch wo anfangen? Bei der Erkenntnis, dass wir Staub sind (Gen 2,7). Und wohin gehen? Zu der Erkenntnis, dass Gott uns auch im Sterben nicht allein lassen wird.

Martin Luthers Sermon von der Vorbereitung auf das Sterben ist ein guter Anfang, das besser zu verstehen.