Modell: Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen erlösten und nicht erlösten Menschen

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In einer Gruppe von Lehrkräften sprach ich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von erlösten und nicht erlösten Menschen. Ich habe das Modell in einem Podcast erklärt (28 Minuten).

Gemeinsamkeiten: Die Struktur

Wir leben in demselben Kosmos. Alle Menschen werden geboren, entwickeln sich körperlich in einer ähnlichen Weise, gehen auf zwei Füssen, essen, trinken, leben etwa gleich lange etc. Eine grundsätzliche Skepsis, die dem alltäglichen Leben widerspricht: Unser Kopf rekonstruiert sich seine Aussenwelt.
Wir leben unter denselben (Natur-)Gesetzen. Die Menschen können diesen Gesetzen nicht widersprechen. Ein anschauliches Beispiel (Volksmund): Mit dem Kopf durch die Wand gehen. Ohne diese Gesetzmässigkeiten könnten wir weder bauen noch fliegen.
Wir leben unter demselben Moralgesetz. Allen Menschen ist durch die Natur ein Teil des Schöpfers offenbart. Zudem haben sie ein inneres Empfinden für Gut und Böse, welche sie vor allem im Umgang mit anderen (sich entschuldigen, andere anklagen) äussert. „Ich werte nicht“ wird fortwährend widerlegt.

Sowohl unsere menschliche Struktur als auch die Struktur unserer Umgebung sind uns gemeinsam. Die Feinabstimmung im Kosmos, aber auch in der Passung zwischen Mensch und Umwelt (Temperatur, Ernährung) weist zudem auf einen intelligenten Erschaffer hin.

Unterschiede: Die Richtung

Der nicht wiedergeborene Mensch hat

…  eine andere Zielrichtung/Grundstrebung Er richtet sich innerlich an einem Ersatz Gottes aus, welcher sich in seiner Schöpfung vorfindet. Von aussen lässt sich oftmals einschätzen, wer „auf dem Thron sitzt“: Das eigene SelbstEin anderer Mensch (eine Gruppe)Tier oder GegenstandIdeen über Menschen und Gegenstände
… einen verschobenen Standard Es gibt keinen Menschen ohne Standard (selbst nicht Anarchisten). Im säkularen Westen mischt sich Autonomie (Eigengesetz) mit Konformismus (Anpassungsdruck).
… ein nicht gereinigtes Herz. Die „innere Schaltzentrale“ ist verfinstert, abgestumpft und von einer Gier ergriffen (Epheser 4,17-19) Nach aussen tugendhafte Handlungen entstehen aus einer falschen Motivation.

Damit ist klar, dass nicht wiedergeborene Menschen hervorragende Leistungen vollbringen (z. B. im Bereich Technik), sich helden- und tugendhaft verhalten und damit beeindruckende Biografien vorlegen können. Nicht selten ist dies noch mit materiellem Erfolg gepaart.

Was folgt aus diesen Überlegungen

  • Es gibt bei nicht erlösten Menschen favorisierte Götzen (und leider auch bei Christen). Nach Enttäuschungen werden diese Götter ausgewechselt. Zudem kann es für unterschiedliche Lebensbereiche unterschiedliche Götter geben.
  • In einer Gesellschaft gibt es bevorzugte Standards. Medien, Ratgeber und Werbung zielen auf den König „Ich“ und die oberste Bewertungsinstanz eines guten Gefühls. Dies verbindet sich mit einer starken Normierung über die sozialen Medien (Gleichschaltung durch die medialen Botschaften inkl. Gefühlen).
  • Die Motive bleiben oft im Dunkeln. Es geht stets um Perfektionismus (Erwartungen an sich selbst), Menschenfurcht (Erwartungen von anderen) und Stolz (Erwartungen an andere).