Standpunkt: „Hände weg“ von diesen vier Büchern!

Dieser Beitrag soll bitte auf dem Hintergrund gelesen werden, dass ich hunderte gesunder Bücher kommentiert und empfohlen habe. Zudem bemühe ich mich seit Jahr und Tag, die Freude am Lesen zu fördern und mit konkreten Hilfestellungen (zur Bibel oder zu Sachbüchern) zu unterstützen.

Für einmal sollen vier Bücher in Augenschein genommen werden, zu denen ich rate: „Hände weg!“. Ich verweise zu jedem Buch auf eine kurze und eine längere Kommentierung sowie alternative Literatur.

  1. Die Hütte: Kurz „Trost und Esoterik“ (Michael Kotsch), lang „A Reader’s Review of ‚The Shack‘“ (Tim Challies). Ich habe Kursunterlagen „Einen ausgewogenen trinitarischen Glauben leben“ entwickelt.  Hauptkritik: Unausgewogene Lehre der Trinität.
  2. Der Schrei der Wildgänse: „Ich will nicht mehr zur Kirche gehen“ (eigene kritische Reflexion). Ausführlicher habe ich mich des Themas in „Form und Freiheit – ihre Bedeutung für die Kirche“ angenommen. Hauptkritik: Unausgewogene Ekklesiologie (Lehre der Kirche).
  3. Das letzte Wort hat die Liebe: Eine ausführliche Abhandlung habe ich unter „Zur Hölle mit der Hölle?“ geschrieben. Eine ausführliche Rezension schrieb Kevin DeYoung „God Is Still Holy“. Hauptkritik: Unausgewogene Lehre der Erlösung.
  4. 366 Liebesbriefe von Jesus: Tim Challies listet „10 ernste Probleme“ auf und begründet sie kurz. Thorsten Brenscheidt hat eine detaillierte Kritik geschrieben. Hauptkritik: Postmodern aufgefrischte Mystik. Zur Mystik siehe dieser kurze Aufsatz „Die Mystik oder das Wort“ (Ron Kubsch).

Warum rate ich von der Lektüre dieser Bücher ab? Sie unterstützen ein ungesundes, geistliches Leben und frischen alte Irrlehren der Kirchengeschichte in neuer Form auf. Ich bin überzeugt, dass die Vernachlässigung der Gotteslehre wesentlich zu diesem ungesunden Einbruch beigetragen hat. Dies habe ich in „Wer Gott verliert, verliert sich selbst“ dargelegt.

Ich rate stattdessen: Als Ehepaar, Familie oder Hauskreis eine Systematische Theologie durchzuarbeiten. Jedem Christen rate ich an, in seinem Tempo geplant durch die ganze Bibel zu lesen. Zudem empfehle ich dringend, in jedem Jahr einen Katechismus zu bearbeiten, z. B. den „New City Catechism“ von Tim Keller