Buchbesprechung: Zukünftige Männer

Douglas Wilson. Future Men. Canon Press: Moscow, 2001. Euro 11,59 (Euro 6,06).

Es herrscht Buben-Erziehungs-Notstand. Schulen und Kirchgemeinden sind feminisiert. Diesem Tatbestand wird in Büchern, Zeitungen und Blogs einige Aufmerksamkeit geschenkt. Die Analyse beunruhigt, darüber ist man sich einig. Nun stellt sich jedoch die Frage: Wie lotsen wir unseren Nachwuchs an den Auswüchsen der virtuellen Welt, der Entscheidungsunfähigkeit, der Dauerbefeuerung durch sexuelle Reize vorbei? Ich kenne kein vergleichbares Buch wie dieses von Doug Wilson. Er zeigt einen Weg zur Erziehung von Jungs jenseits von Verweiblichung und falsch verstandener Männlichkeit.

Vor einiger Zeit habe ich den ersten Drittel des Buches gelesen. Dieser gab mir so viele Anregungen, dass ich es eine Weile ruhen liess, um den Inhalt zu verdauen. Es stand seither auf der inneren Liste der “unbedingt zu lesenden Bücher”. Douglas Wilson, so muss ich zudem vorausschicken, ist ein Kirchgemeinde-, Schul- und Verlagsgründer, Buchautor und Verfasser von Lehrmitteln. Er ist musikalisch, Barträger und überzeugter King James-Leser, Narnia-Kenner der ersten Güte. Er ist ausserdem Vater von drei erwachsenen Kindern und 16 Enkeln. Seine Aussagen sind stets provokant. Wilson ist nicht von der Sorte, der sich ängstlich verkriecht. Ja, er sucht richtig gehend die Konfrontation mit seinem Leser.

Diese Reibung mit dem Autoren erzeugte bei mir verschiedenes: Jede Menge Aha-Momente und Nicken, Lacher, aber auch Schamgefühle. Ich kann Wilson nicht in jedem Detail folgen. Trotzdem kann ich das Buch trotzdem aus vollem Herzen und zur aufrichtigen Prüfung empfehlen. Wenn er beispielsweise die Behauptung aufstellt, dass es für einen Jungen essentiell ist, mit Plastikwaffen, Hölzern und anderen Materialien Schlachten ausfechten zu können, so wird mancher von aktuellen Modewellen erfasster “gewaltfreier” Erzieher zusammenzucken. Doch die dahinter stehende Mahnung, den Nachwuchs auf den geistlichen Kampf vorzubereiten, ist auf alle Fälle ernst zu nehmen. Bevor wir uns eine Reihe weiterer provokativer Denkanstösse ansehen, ist es hilfreich sich eine Übersicht über den Inhalt zu verschaffen:

  • Wie sieht biblisch definierte Männlichkeit im Gegensatz zur Verweiblichung der Männer aus?
  • Welcher Ruf ergeht an den Vater zur Erziehung seiner Söhne?
  • Was ist die Bedeutung eines “Covenant Home”, das heisst eines Haushaltes, die in einer Bundesbeziehung mit seinem Herrn lebt?
  • Welche Lehrinhalte sollen Väter an ihre Söhne weitergeben?
  • Wie können die Söhne im Kampf mit sich selbst angeleitet werden: Bei verdeckter und offener Sünde, Faulheit, der Geldfalle und im Ausnützen sogenannter “christlicher Freiheit”?
  • Wie kann der Vater positiv auf das Verhältnis der Söhne zu Mutter und Schwestern einwirken?
  • Wie leitet der Vater seine Söhne in der Kirche und in der gemeinsamen Anbetung an?
  • Wie finden Söhne Zugang zur fiktionaler Literatur?
  • Wie knüpfen Jungs gute Freundschaften?
  • Wie gehen sie mit Sport und Wettbewerb konstruktiv um?
  • Wie bereitet der Vater die Söhne auf die Verlobung und Heirat vor?
  • Wie thematisiert der Vater das Thema “Mädchen und Sex”?
  • Wie geht der Vater mit dem Anspruch nach Coolness um?

Nehmen wir uns jetzt einigen diskutierbaren Stellen an:

  • Ein Mann soll nicht umherstehen, wenn es darum geht, Führung zu übernehmen. Er soll die Initiative übernehmen.
  • Ein Junge soll früh die Ehrerbietung gegenüber Mutter und Schwestern lernen. Wilson nennt z. B. die Angewohnheit am Tisch stehen zu bleiben, bis sich die Damen gesetzt haben.
  • Manche Jungs denken, dass sie erst eines Tages dann Gott nachfolgen müssen, doch vorerst noch eine “freie Zone” der Adoleszenz hätten. Doch Jüngerschaft beginnt als Kind.
  • Jungs lieben es von grossen Taten zu prahlen – während sie auf dem Sofa hängen. Deshalb sollen sie zu harter körperlicher Arbeit angehalten werden.
  • Kluge Eltern stellen faule Kinder der Umgebung als negative Beispiele hin (Spr 24,30).
  • Von 100 Dollar gibt der Sohn 10 der Kirche, weitere 10 für eine gute Sache, spart 30 und hat die übrigen 50 zur freien Verfügung.
  • Die weibliche Frömmigkeit gilt als DER Standard in den Kirchen. Frauen blühen geistlich auf, wenn Männer geistliche Verantwortung übernehmen. Männer verlassen die Kirche, wo Frauen dominieren.
  • Die Bibel spricht viel über Drachen und Riesen. Wir überlesen dies einfach wegen unserer “Brille der Aufklärung”. Wir müssen die Söhne lehren, dass sie Drachenbekämpfer sind.
  • Die Jungs verrichten (in der Schule) das, was eben nötig ist. Die Mädchen gehen gerne die institutionelle Extrameile.
  • Es gibt viele christliche junge Männer, die in der Institution Schule mundtot und passiv gemacht wurden – weil ihnen eingetrichtert wurde, sie müssten alles ertragen.
  • Ein Junge muss gelehrt werden, dass er so lange nicht kämpfen soll, bis er es in Feindesliebe tut. Und: Er soll gegen Ungerechtigkeit kämpfen, vor allem dann, wenn er die einzige anwesende Autorität ist.
  • Wenn die Welt des Sports zum religiösen Kult hochstilisiert wird, dann nimmt wird sie zum Götzendienst. Beispiel: Wenn der Sport am Sonntag zum Gottesdienstersatz wird.
  • Wilson ist – ausgehend von dem Prinzip eines “Haushalts des Bundes” der Meinung, dass die schärfste Sanktion gegen Bundesbruch die Enterbung ist.
  • Vor der Verlobung soll der Sohn bei den Eltern Rat einholen.
  • Söhne sollen ihren Vätern Rechenschaft über sexuelle Reinheit abgeben – und nicht Gleichaltrigen, die ihr Schicksal teilen.
  • Wilson stellt eine “Theologie der Kleidung” vor (Kleidung zu verschiedenen Anlässen; Kleidung als Ausdruck unterschiedlicher Absichten; Kleidung als wichtige Metapher des Heils; Gott, der sich bekleidet), um damit eine Ethik der Bekleidung zu begründen.
  • Der “Markenfimmel” ist verbunden mit einem starken Sog zur Identitätsfindung über Anpassung.  Darum empfiehlt Wilson Verzicht.

Nun zu einigen Lektionen, die ich mir zu Herzen genommen habe.

  1. Wilson beginnt in der Einleitung mit einer Steilvorlage. Er meint: Wir denken über den Glauben, dass er nur zukünftige Dinge beschreibe. Das sei aber eine gnostische Perspektive! Glaube betreffe auch die Gegenwart. Der Glaube sieht im Buben den heranwachsenden Mann. Wenn er ihn auf die Seite nimmt, sagt er ihm ebenso, was GUT war, wie er ihn auch mit Sünde konfrontiert. Der Unglaube sieht hingegen nur die Sünde – und schüttet das Kind mit dem Bade aus.
  2. Im ersten Kapitel beschreibt Wilson ein Sollbild von Männlichkeit in fünf Merkmalen. Ein Mann übt Herrschaft über die Erde aus; er ist geschaffen um ein Ehemann zu werden; er ist ausgerüstet, um Retter zu sein; es wird von ihm erwartet, dass er in der Weisheit wächst; er ist dafür gemacht, um in Gottes Herrlichkeit zu reflektieren. Dies bietet einen hilfreichen Überblick zur Reflektion.
  3. Der nörgelnde Vater diszipliniert deshalb, weil er verärgert oder irritiert ist. Es ist fast unmöglich ihm zu gefallen. Ein weiser Vater lehrt, wenn er diszipliniert. Was hat er im Blick? Die von Gott aufgetragene Herrschaft über diese Erde. Um diese auszuüben, braucht der Mann Stärke, mit der er sein Haus führt und schützt. Ein Vater kann wesentlich zur Ent-Männlichung beitragen, wenn er seinen Sohn in falscher Unterordnung erdrückt.
  4. Manche Eltern gehen von der Vorstellung aus, dass Kinder sich “irgendwann für den Glauben entscheiden”. Es scheint fast, als ob dieser Entscheid nichts mit ihnen zu tun hätte. Doch dem ist nicht so, im Gegenteil: Ein junger Mann wird nicht irgendwann mit Gott seinen Weg gehen. Wilson entwirft das Bild eines “covenant home” (einem Heim des Bundes). Ein Kind wird in diesen Bund hinein geboren. Alles Bemühen geht dahin, den Buben in diesem Bund aufzuziehen – im Wissen darum, dass nicht alle darin bleiben werden.
  5. Jungs brauchen gesunde geistliche Nahrung. Was sind zwei Hauptmerkmale dieser Ernährung? Sie erhalten erstens eine christliche Weltsicht, das heisst einen Rahmen mit den dahinter liegenden Annahmen zur Realität in Unterordnung gegenüber Christus. Zweitens benötigen sie eine positive Sicht der Zukunft, gespeist von den biblischen Verheissungen.
  6. Eltern können es sich nicht leisten, nichts über die Sünde der Söhne wissen zu wollen. Es gibt zwei Arten von Sünde, versteckte und offenbare. Versteckte Sünde baut auf einer falschen Theologie auf. Sie zieht nicht in Betracht, dass versteckte Sünde ans Licht kommt, dass sie wächst und dass sie stets andere in Mitleidenschaft zieht. Bei offener Sünde geht es oft um Worte, die in unseren Familien ausgesprochen und toleriert werden.
  7. Eine der wichtigsten Aufgaben von Eltern ist das Lehren einer christlichen Sicht auf Arbeit. Ein Junge, der seiner Faulheit überlassen bleibt, wird für ein frustrierendes Leben vorbereitet. Zudem wird er an den Punkt gelangen (in der Regel bei der Erwerbsarbeit), wo er von seiner Faulheit überführt wird. Ein Fauler lernt zudem nicht, was wirkliche Sabbatruhe ist.
  8. Manche Jungs entwickeln schon von klein auf schlechte Schlafgewohnheiten. Verbunden mit Faulheit kann das zu finanziellen Verlusten führen. Wer eine Arbeit nicht zur vereinbarten Zeit beendigt oder in verlangter Qualität abliefert, trainiert sich in Unehrlichkeit.
  9. Christliche Freiheit wird oft falsch verstanden. Es bedeutet Sklaven Christi zu sein. Der Freiraum wird nicht ausgenützt. Viel mehr geht es um die Haltung: Wie kann ich den Freiraum zum Guten und zum Wachstum in Christus nützen?
  10. Jungs müssen darin angeleitet werden, mit unreinen Gedanken umgehen und ihnen zu widerstehen. Sie dürfen in diesem Thema nicht sich selber überlassen werden. Vor allem muss ihnen klar sein, dass der Anlass stets in ihrem eigenen Herzen und nicht in ihrer Umgebung zu suchen ist!
  11. Väter sollen Mütter anhalten, nicht mit einem harschen und dominanten Verhalten ihre Söhne zu entmündigen und ihnen damit ihre Männlichkeit zu nehmen. Ebenso achten sie darauf, dass sich Mütter nicht von den Söhnen manipulieren lassen – etwa dann, wenn sie etwas von sich selbst erzählen und ihnen als emotionaler Ausgleich Arbeit oder Strafe erlassen wird.
  12. Männer, die sich in der Kirche aus der Verantwortung nehmen und die hinteren Bänke drücken, geben ihren Söhne ein schlechtes Vorbild ab.
  13. Gerade im Umfeld von Kirchgemeinden kann es vorkommen, dass Eltern gerne ihre Kinder mit den Kindern einer anderen Familie befreunden würde. In einer Bundesgemeinschaft muss es jedoch möglich sein, ehrlich zu bleiben. Das heisst: Sagen, dass die Kinder kein guter Umgang für die eigenen wären.

Wilsons Vorgehen in diesem Buch hat mich  doppelt ermutigt: Erstens präsentiert er jedes Thema aus der Schrift. Besonders fallen seine häufigen Zitate aus den Sprüchen auf. Ich nahm mir vor, einige Themen wie Selbstbeherrschung, Faulheit, Geld etc. anhand der Sprüche zu erarbeiten. Zweitens ist Wilson bestrebt (und es gelingt ihm meines Erachtens), weder in die weltflüchtige noch in die anpässlerische Falle zu tappen. Das heisst, er sucht einen dritten Weg zwischen “alles verbieten und tabuisieren” und dem gedankenlosen “alles ist erlaubt”. Fazit: Dieses Buch wartet auf die Übersetzung.

Aus den Medien: Ukrainische Christen, deutsche Freilerner, muslimische Intellektuelle

Ukraine: Besorgnis

Gebet für die Ukraine ist angezeigt. idea meldete:

Angesichts des Eindringens russischer Truppen in die Ostukraine nimmt die Sorge der Christen um ihr Land zu.

Freilerner: Späte Genugtuung

Die Berichterstattung aus “Die Welt”:

Seit Juni 2014 gehen die Wunderlichs wieder auf Konfrontationskurs mit den Behörden, seit Juni schicken sie ihre Kinder nicht mehr in die Schule und unterrichten sie wieder in den eigenen vier Wänden. Besuch von der Polizei haben sie dennoch nicht bekommen. Stattdessen hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main in dieser Woche entschieden, den Eltern das Sorgerecht uneingeschränkt zurückzugeben. Damit hob das Gericht die Entscheidung des Darmstädter Amtsgerichts von 2012 auf, den Eltern Teile des Sorgerechts wie die Regelung der schulischen Angelegenheiten und das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu entziehen.

Der Bericht der Kinder deckt sich mit eigenen Beobachtungen:

Auch die Kinder können sich nicht vorstellen, erneut eine Schule zu besuchen. In idea vorliegenden Aufsätzen schreiben sie, dass der Besuch der Schule reine Zeitverschwendung sei, da der Aufwand in keinem Verhältnis zum Lernerfolg stehe.

Aus der Presseerklärung des Anwalts:

Genau die gleichen Argumente, die das OLG Frankfurt 2013 anführte, um den Sorgerechtsentzug des AG Darmstadt von 2012 zu bestätigen, wurden nun verwendet, um das Sorgerecht komplett zurückzugeben!?! Der einzige Unterschied zu damals besteht darin, daß der 6. Senat für Familiensachen erstmals in richtiger (nämlich verfassungsgemäßer) Weise abwog und die Unverhältnismäßigkeit sorgerechtlicher Maßnahmen anerkannte.

Muslimische Intellektuelle: Flucht in den Sarkasmus

“Die Zeit” fasst die Argumentation einiger Publizisten zusammen. Der kuwaitische Kolumnist Ahmad Al-Sarraf wählte eine resignative Option, nämlich

 die Flucht in bitteren Sarkasmus: Er fordere die Christen auf, die Region sofort zu verlassen, damit sich die Muslime endlich gegenseitig abschlachten könnten, schrieb er in der Zeitung Al-Qabas. “Haut ab, wir hassen euch, wir wollen euch nicht mehr unter uns. Wir haben das alles satt – Fortschritt, Zivilisation, Offenheit, Toleranz, Liebe, Brüderlichkeit, friedliches Zusammenleben und Nachsicht. Haut endlich ab.”

10 Stellen aus jedem Bibelbuch (15): Psalmen (2. Buch)

Eine Auswahl von Aussagen, die mich erquicken.

Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen. (44,7)

Er kennt ja die Geheimnisse des Herzens. (44,22)

Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein Helfer, bewährt in Nöten. (46,2)

Geht rings um Zion, geht rings um sie herum, zählt ihre Türme! Beachtet ihre Bollwerke, durchschreitet ihre Paläste, damit ihr es erzählt dem künftigen Geschlecht. (48,13+14)

Warum sollte ich mich fürchten zur bösen Zeit, wenn mich die Missetat meiner Verfolger umringt? Sie verlassen sich auf ihr Vermögen und prahlen mit ihrem großen Reichtum. Und doch vermag kein Bruder den anderen zu erlösen. (49,6-8)

Du verlangst nach Wahrheit im Innersten. (Ps 51,8)

Wirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wird für dich sorgen. (Ps 55,23)

O Gott, sei mir gnädig, denn der Mensch wütet gegen mich; den ganzen Tag bekriegt und bedrängt er mich! (56,2)

Wenn der Reichtum sich mehrt, so hängt euer Herz nicht daran! (62,10)

Gott sei uns gnädig und segne uns; er lasse sein Angesicht leuchten über1 uns, (Sela) damit man auf Erden deinen Weg erkenne, unter allen Heidenvölkern dein Heil. (67,2-3)

Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen ist Gott, der in seinem Heiligtum wohnt. (68,5)

O Gott, du kennst meine Torheit, und meine Verschuldungen sind dir nicht verborgen. (69,5)

Mein Mund soll erfüllt sein von deinem Lob, von deiner Verherrlichung allezeit! (71,8)

Gastbeitrag: Mein Recht auf Faulheit

Als Gastbeitrag für “Prüft alles” geschrieben:

Faulheit ist eine tolerierte und wenig adressierte Sünde. Wir sind uns gewohnt in psychologischen Kategorien zu denken und sprechen von „Minimalisten“.

Als ich vor einiger Zeit über den Perfektionismus – definiert als eigene hoch gesteckte Erwartungen – predigte, erhielt ich mehrere kritische Rückfragen. Der Einwand lautete: „Leistest du mit dieser Botschaft nicht der Faulheit Vorschub?“

Buchbesprechung: Christliche Wissenschaft

Herman Bavinck. Christelijke wetenschap. J. H. Kok: Kampen, 1904.

Das Buch “Christliche Wissenschaft” steht in einer Reihe von Publikationen, die das unablässige Schaffen des damals 50-jährigen Theologen anzeigen. Zu den Veröffentlichungen von 1904 gehören “Prinzipien der Pädagogik” und  “Christliche Weltanschauung”. Der Text zählt für mich zu den weniger bekannten, jedoch ergiebigen.

Das Banner des Evangeliums über der Domäne der Wissenschaft hissen

Die niederländische-reformierte Bewegung hatte es sich zum Ziel gesetzt, die verschiedenen Bereiche des Lebens aus der Optik des christlichen Glaubens neu zu durchdenken. Auf diesem Hintergrund ist das Anliegen Bavincks zu sehen, auch die Wissenschaft erneut auf das Fundament des christlichen Glaubens zu stellen (5). Seit dem 18. Jahrhundert – für Bavinck Wendepunkt in der allmählichen Abwendung von Gott – waren die Christen in tiefen Schlaf versunken. Über dem Erbe der Wissenschaft sollte “das Banner des Evangeliums” aufgerichtet werden (6). Mit dem Verweis auf die Enzyklika von Papst Leo XIII von 1879 hoffte Bavinck, dass sich auch in den konfessionell-reformierten Kreisen die Wiederbelebung einer christlichen Wissenschaft fortsetzen würde. Anknüpfungspunkt dazu ist das unauslöschliche metaphysische Bedürfnis des Menschen (8).

Der Beginn der christlichen Wissenschaft

Zuerst geht Bavinck der Frage nach, wie das Konzept einer christlichen Wissenschaft entstanden war. Das Christentum markierte einen Paradigmenwechsel, indem es die Wahrheit in Gott und nicht in seinen Kreaturen verankerte (10). Damit spürte der Mensch, einem Schiffbrüchigen gleichend, wieder den festen Boden der Wahrheit unter seinen Füssen. Das Christentum ist die wahre Philosophie und rüstet als solche den Menschen mit einem besseren Verständnis für die Welt, Natur und Geschichte aus (12). Bavinck sah in den ersten Jahrhunderten zwei Strömungen innerhalb des Christentums: Die Schule des Tertullian, die keine Verwertung heidnischen Wissens für das Christentum zuliess; zweitens  die Alexandrinische Schule, die den Glauben zum Wissen erhob und ihn zu perfektionieren trachtete. Dies widerspiegelt das Schwanken zwischen Kulturverachtung und -vergötterung (14-15). Bavinck stellt sich selbst in die Tradition von Augustinus, der mit seiner brennenden Liebe für die Wahrheit einen dritten Weg beschritt, nämlich den einer christlichen Praxis der Wissenschaft. Der Glaube umfasst auch das Wissen und ermöglicht erst den wahren Zugang zu Erkenntnis. Die heidnische Wissenschaft ist nicht zu verachten, sie wirft einen „Schatten der Wahrheit“. Für die ewigen Wahrheiten öffnet sie jedoch das Verständnis nicht. Das bedeutet, dass die sogenannten exakten Naturwissenschaften auch von den Heiden behandelt werden konnten. Je näher die Inhalte dem Glauben kamen, desto mehr lag das rechte Verständnis jedoch im Dunkeln. Wie so oft in seiner Argumentation bemüht sich Bavinck um Ausgewogenheit. Er verschloss die Augen nicht vor den Mängeln der christlichen Wissenschaft, etwa der Versklavung der Philosophie an die Theologie, welche der Wissenschaft über Jahrhunderte viel Bewegungsfreiheit raubte. Damit verbunden war eine Vernachlässigung der Empirie (18).

Die Emanzipation der Wissenschaft von Gott: Der Weg in den Positivismus

Umgekehrt sieht Bavinck die Emanzipation der Wissenschaft vom Glauben weg – die Säkularisierung – als Verarmung und Rückschritt an. Während früher alles Geschehen als Akt des persönlichen Gottes verstanden wurde, waren es nach dem Einzug des Rationalismus nur noch die Naturgesetze. Besonders die Kantianische Wende beschränkte das Wissen auf die sinnlich-wahrnehmbare Welt und bot dem Glauben in einem „unbekannten Land“ dahinter eine Flucht- und Schlupfmöglichkeit an (19-21). Dies begünstigte den Empirismus, welcher die „Voraussetzungslosigkeit“ der Wissenschaften postulierte. Eine Folgeentwicklung war die positivistische Wissenschaft, welche die Eitelkeit und Vergeblichkeit aller metaphysischen Spekulationen behauptete. Eine übergeordnete Einheit blieb, falls vorhanden, für den Menschen völlig unerkennbar. Der Mensch war in der Konsequenz zu Ohnmacht und Unwissenheit verdammt (24). Der Deutung von Gegenwart und Vergangenheit beraubt, konzentrierte sich die Wissenschaft fortan auf Prognosen für die Zukunft. Statt den Dogmen der Kirche und des Staates verkündete fortan ein „Areopag der Gelehrten“, was für das öffentliche Leben zu gelten hatte (25).

Bavinck kratzte nicht nur am Axiom der Voraussetzungslosigkeit der Wissenschaft, er attackierte insbesondere die Neutralität der Gelehrten. Selbst der wissenschaftliche Mensch verwende seine Annahmen nur so lange, wie diese ihm dienten. Er entwickle niemals Gleichgültigkeit gegenüber seinen heiligsten Idealen – dies dem Faktum zum Trotz, dass die Wissenschaft immer wieder irrte und ihre Ergebnisse korrigieren oder sogar fallen lassen musste. Wenn Gott sich zu erkennen gibt, dann sollte Wissenschaft mit ihm rechnen, andernfalls macht sie sich schuldig. Christen wären nicht auf den Gedanken gekommen, Forschungsergebnisse abzulehnen, die in harter Arbeit erzielt worden waren. Umgekehrt sieht Bavinck dort Probleme, wo die Wissenschaft über staatliche Reglementierung herrschen will. Als „voraussetzungslose“ Wissenschaft deklariert (um nicht zu sagen getarnt), möchte sie die Alleinherrschaft erringen und beansprucht exklusiv staatliche Mittel zur ihrer Förderung. Dabei sollte Wissenschaft durch ihre „innere Kraft“ und ihre eigenen Argumente überzeugen. Fazit: Die positivistische Wissenschaft sollte als ein Konzept unter anderen gerechnet werden, denn auch sie geht von bestimmten metaphysischen Annahmen aus (32-33).

Wissen als alleiniges Ergebnis sinnlicher Wahrnehmung und Erfahrung?

Bavinck hält gegen den empiristischen Exklusivismus. Wir müssen glauben, dass uns über unsere Wahrnehmung echtes Wissen über die Welt angeboten wird (36). Jede Wahrnehmung ist zudem bereits eine Verbindung von Wahrnehmungen. Keine Wahrnehmung kann ohne Nachdenken erworben werden. Der Positivismus bestreitet innere Erfahrung als zusätzliche Quelle des Wissens. Wir wissen aber auch von unsichtbaren Dingen, die wir als unbestreitbare Realität anerkennen. Leidenschaften, Überzeugungen sind ebenso Realitäten wie Materie und Energie (38-39). Jedes Phänomen muss aus seinem Kontext herausgelöst werden für eine Verallgemeinerung. Auch diese Abstraktion ist eine Aktivität des menschlichen Geistes.

Im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Begriff der Wissenschaft Bavinck vehement gegen den Skeptizismus Stellung: Der Positivismus verwechselt Relativismus mit der Tatsache, dass unser Wissen relativ, endlich und unvollkommen ist. Ja, letztlich untergräbt der Skeptizismus das Fundament der Wissenschaft, indem er die a priori Wahrnehmbarkeit der Wirklichkeit in Frage stellt (44). Ein weiteres Argument im Hinblick auf die Forschung: Die überwiegende Mehrheit von dem, was wir wissen, haben wir nicht durch persönliche Beobachtung, Forschung oder Argumentation gewonnen, sondern wir setzen es einfach voraus. Einer der Hauptgründe für diesen Glaube ist das Zeugnis anderer. Die Aufgabe der Wissenschaft besteht nach Bavinck gerade darin, „das vollständige reiche Leben“ mit seinen Gesetzmässigkeiten erkennen und in ihrer „Essenz und Wahrheit“ verstehen. Die Analyse genügt also nicht, sie muss von Synthese gefolgt sein (63). Trotzdem bleibt die Wissenschaft ein risikoreiches Experiment, dass immer wieder in Enttäuschungen gipfeln kann (52). Oftmals werden Ergebnisse darum auch dann als gesichert ausgegeben, nachdem sie sich als unhaltbar erwiesen haben (64).

Wissenschaft als systematische Erforschung des Kosmos

Wissenschaft im Allgemeinen hat die systematische Erforschung des ganzen Kosmos zum Ziel (58). Für die Erforschung sind jedoch nicht nur ein scharfes Auge und ein klarer Verstand, sondern auch eine unablässige Sorgfalt, geeignete Methoden und eine sorgfältige Prüfung notwendig (63). Für die unterschiedlichen Disziplinen verlangt Bavinck verschiedene, den Forschungsobjekten angepasste Methoden der Forschung (60). Bavinck unterscheidet (wie seit Dilthey üblich) zwischen Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften: In Philologie, Geschichte und Philosophie haben wir es immer mit der Erkenntnis des Menschen, also mit seiner inneren, unsichtbaren, geistigen Seite zu tun (71). Trotzdem dürfen sich diese Disziplinen nicht in Spekulationen verlieren, sondern müssen mit der empirisch erfahrbaren Wirklichkeit abgeglichen werden (72). Die Theologie sieht Bavinck als dritte, separate Kategorie. Dort geht es um religiöse, objektive Wahrheit, um das höchste Gut des Menschen. Theologie im Sinne der Erkenntnis Gottes ist das Herz der Religion (77). “An der Religion hängt das Schicksal des Menschen. Wenn die Seele verloren ist, ist alles verloren.” (80)

Bavinck streicht den Segen des Christentums für die Wissenschaften heraus, insbesondere für die Theologie, im weiteren Sinn auch für die Erforschung der von Gott geschaffenen Wirklichkeit. Im letzten Abschnitt plädiert er für eine christliche Universität. Eine solche war vor über 20 Jahren in Amsterdam gegründet worden. Seit 1902 unterrichte Bavinck dort selbst als Professor für Dogmatik. Die Zusammenarbeit zwischen christlichem Bekenntnis und der Forschung ist nicht nur möglich, sondern nötig und sinnvoll (107). Nicht zuletzt bringt jeder Professor ein Weltbild mit, das er verteidigt (116). Selbst der Skeptiker ist ein Propagandist für das Dogma des Zweifels! Letztlich geht es um die Suche nach Wahrheit. Das mag für unsere an Relativismus und Skeptizismus gewöhnten Ohren seltsam klingen: Was wahr ist, ist wissenschaftlich. Dies gilt auch dann, wenn alle Menschen bzw. die öffentliche Meinung dagegen stehen (121).

Fazit

Bavincks Buch ist ein interessantes Lehrstück zur Wissenschaftsgeschichte. Auch wenn wir ihm nicht überall folgen, müssen wir eingestehen: Er ist bestrebt eine eigene Position aus der Sicht des christlichen Glaubens zu erarbeiten. Er entwickelt sowohl eine Sicht auf die Geschichte als auch Antworten auf aktuelle Strömungen (inbesondere das der Forschung zugrunde liegende Weltbild des Positivismus). Er entkräftet das (moderne) Argument der “voraussetzungslosen” Wissenschaft. Heute sehe ich, von einigen Ausnahmen abgesehen, die Christen wieder im Schlaf bzw. eine gelebte Spaltung zwischen einem privaten, innerlich-religiösen und einem öffentlichen, rationalen, wissenschaftlichen Leben. Bedenkenswert dünkt mich vor allem der Paradigmenwechsel: Früher regierten Staat und Kirche die Menschheit, jetzt ist die Wissenschaft Wohltäterin der Völker und Befreier der Menschheit. Sie haben Autorität über die Dogmen, die Lehre und Leben der Menschen bestimmen (69). Erkennbar wird dies beispielsweise in der Businesswelt mit ihrer ungebrochenen Zahlengläubigkeit. Bavinck warnte schon damals: Die Wissenschaft muss sich dauernd über die praktische Erfahrung korrigieren lassen. Er nennt als Beispiele das feine Gespür für Menschen, über das ein Anwalt verfügen muss; ebenso den Arzt, der nicht einfach aus der Höhe seiner Erkenntnis auf praktische Erfahrung herunterblicken kann (51). Wahrhaftigkeit und Bescheidenheit ist eine Tugend, die vor allem dem christlichen Forscher gut anstehen (64). Dies darf jedoch nicht mit dem Rückzug bzw. der Kapitulation vor herrschenden Weltbildern verwechselt werden!

Kinder in die Selbständigkeit begleiten (4): Wer ist verantwortlich für den Tages-Lernerfolg?

Unsere beiden Ältesten vereinbaren ihr tägliches Lernprogramm am Vorabend oder frühmorgens. Die einzelnen Schritte werden auf einer Tafel festgehalten. Es gibt Tage, an denen die Kinder müde sind. Sie finden Wege, ihre Aufträge hinaus zu zögern. (Das soll es übrigens auch bei öffentlich beschulten Kindern geben. Das Erledigen der Hausaufgaben geht ewig lange.)

Ungünstig

Mitte Nachmittag wird offensichtlich, dass das Tagesprogramm nicht erreicht werden kann. In einem geschickten Schachzug wird die Verantwortung für das Erreichen der Ziele auf die Eltern abgeschoben. “Du musst mir helfen.” “Du hast mir nicht…” Ab diesem Zeitpunkt ist der Druck verlagert. Vater und Mutter sind gefordert, das Kind über die Ziellinie zu schieben. Am besten geht dies, wenn sie das Kind nicht nur eng begleiten, sondern gleich auch inhaltlich “mithelfen”.

Alternative

Mitte Nachmittag gehen wir an die Tafel und besprechen mit dem Kind erneut den Lernstand. Es wird abgemacht, was bis zum Abendessen gemacht werden muss. Die verbleibenden Schritte werden mit einer Zeitangabe versehen (z. B. 20 Minuten). Wenn sich zeigt, dass das Programm überladen ist, wird gekürzt. Es gilt die Vereinbarung, dass selbständig gearbeitet wird, es sei denn, es zeigt sich ein unüberwindliches Hindernis.

Aus der Bibliothek (34): Küngold Fehr

Ein betagter Mann recherchiert in den Archiven über Küngold Fehr. Nach seinem Tod entdeckt der Neffe, ein Lehrer, das Manuskript und sorgt dafür, dass es veröffentlicht wird. Meine Frau benützt das Buch im Unterricht mit meinem Ältesten. Solche Bücher sind wunderbar geeignet, die neue Generation in das Leben früherer Generationen – in diesem Fall die Zeit der Französischen Revolution – einzuführen. Lesen, vorlesen, mit dem Familienstammbaum vergleichen, eine Zusammenfassung schreiben: So lautet die einfache Gebrauchsanweisung für Deutsch, Geschichte und Heimatkunde in einem Aufwisch.

Der Klappentext:

Wie erlebte eine Bauernfamilie im Zürcher Unterland das Ende des Ancien Régime, wie die Revolutionszeit um 1798? Wie stellte man sich zu Neuerungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: zu Umwälzungen in der Landwirtschaft, zum aufblühenden Vereins- und Parteienwesen, zum Fortschritt der Technik, zum neuen liberalen Staat mit seinen Auswirkungen auf die Gemeindeorganisation? Wie sah der Alltag einer Bäuerin und Heimarbeiterin, einer Hausfrau, Mutter und Witwe aus?
Solchen Fragen geht Edwin Dünki in seinem lebendigen Zeitbild «Küngold Fehr» nach. Diese beeindruckende Frau lebte von 1788 bis 1864, in einer Zeit, ebenso von Umbrüchen geprägt wie die unsere. Aufgewachsen in der ländlichen Umgebung der Gerichtsherrschaft Berg am Irchel, kam Küngold später mit der Fabrikwelt im unteren Tösstal in Berührung. Ihre Jugendzeit war von vielen Todesfällen überschattet; erst das Alter brachte einen Ausgleich, milderte das arbeitsreiche Leben.
Daten, Namen, wirtschaftliche und politische Ereignisse und vielseitige Schilderungen des früheren Alltags sind aktenkundig; das persönliche Leben ist frei erfunden. Der packende Bericht zeigt die heiteren und dunklen Tage eines Menschen, der die Industrialisierung vor und nach 1848 erlebte: Küngold als Kind, als junge Frau, als Mutter von sechs Kindern aus zwei Ehen.

Publikation “Home Education” online

Buchcover - Home Education

Der Verlag für Kultur und Wissenschaft (VKW, Bonn) stellt freundlicherweise die Druckfahnen meines ersten Buches “Home Education” (2011) zur Verfügung. Das Buch kann über meinen Blog abgerufen werden. Herzlichen Dank an den Verlag für diese grosszügige Geste.

Home Education ist eine Möglichkeit, einen Menschen während seiner ersten Lebensphase in diese Berufung hineinzuführen – im Wissen darum, dass dieser sukzessive die Verantwortung für sein Leben und Sein vor Gott übernimmt. Da die Eltern Sünder sind, kann dieser Prozess Beeinträchtigungen erfahren, etwa wenn Eltern ihr Kind über Gebühr an sich binden wollen. Aus biblischer Sicht gilt bezüglich Bindung folgende Grundregel: Je enger die Bindung (Abhängigkeit) in der Kindheit, umso grösser die Selbständigkeit als Erwachsener. Die optimale Bindung beinhaltet eine ungeheure Intensität der Beziehung im Kindesalter. (137)

Hier geht es zum Buch “Home Education”.

Buchbesprechung: Was ist die Bedeutung von Sex?

Denny Burk. What Is The Meaning of Sex? Crossway: Wheaton, 2013. 272 Seiten. Euro 7,81 (Kindle-Edition).

Braucht es ein weiteres Buch zum Thema Sex?

Das Buch ist im reformierten Umfeld der USA mit Vorschusslorbeeren bedacht worden. Einerseits sind die Erwartungen durch den Titel hochgeschraubt. Der zweite Gedanke relativiert diese Erwartungen: Ist nicht schon alles zu diesem Thema gesagt worden? Der US-amerikanische Denny Burk, Professor für Biblische Studien und Ethik, legt mit diesem Buch seinen Erstling vor. (Ich folge seinem Blog sporadisch. Er betätigt sich auch als eifriger Twitterer. Jedenfalls scheut er die Kontroversen nicht. Das gefällt mir besonders.)

Hier geht es zu meiner Besprechung auf der Evangelium21-Seite.

Buchbesprechung: Das Evangelium für Muslime

Thabiti Anyabwile. The Gospel for Muslims: An Encouragement to Share Christ with Confidence. Moody Publishers: Chicago, 2010. 176 Seiten. 5,48 € (Kindle).

Ich habe Thabiti an der E21-Konferenz 2014 erleben dürfen. Gerne erinnere ich mich an seine sonore Stimme, sein tiefes Lachen und seinen gütigen Blick. Er strahlt Autorität und Herzlichkeit aus. Besonders eindrücklich bleibt mir ein Workshop zum Thema „Gespräche mit Muslimen“ 1 in Erinnerung. Thabiti stand aufrecht vor den Menschen, aufmerksam zuhörend und mit großer Wertschätzung und Geduld antwortend. Das „wie“ seiner Antworten war für mich ebenso gewichtig wie der Inhalt selbst. Direkt nach der Konferenz habe ich mir darum sein Buch „The Gospel for Muslims“ besorgt und  in einigen Monaten Abstand gelesen. Das Buch hat mich derart angezogen, dass ich das Lesegerät nur einmal zwischendurch auf die Seite gelegt habe.

Hier geht es meiner Besprechung auf der Evangelium21-Seite.

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