Ankündigung: 6. Josia-Konferenz “Durch die Wüste ins verheissene Land”

Die 6. Josiakonferenz "Durch die Wüste ins verheissene Land" steht Mitte September an. Fünf textauslegende Predigten zum Vierten Buch Mose sind geplant.

40 Jahre hatte das Volk Israel zur Strafe ihrer Rebellion gegen Gott in der Wüste verbracht. Diese Pilgerreise zwischen der  Sklaverei Ägyptens und dem Land, wo Milch und Honig fließen ist dabei mehr als ein interessanter alter Bericht. Die damaligen Ereignisse sind laut Paulus beispielhafte Bilder, uns zur Warnung aufgeschrieben (siehe 1. Korinther 10,11). Als Christen befinden auch wir uns auf dem Weg ins verheißene Land, müssen dabei in der Wüste aber so manches Hindernis und manche Herausforderung überwinden. Dies kann nur geschehen, wenn wir Gott im Blick behalten.

In einem Youtube-Clip erhältst du Einblicke in die Konferenz von 2017. Ich bin seit Jahren mit dem Netzwerk durch Freundschaften und intensive Kontakte verbunden. Ich freue mich sehr darüber, dass junge Menschen – und vor allem junge Männer – Hunger nach Gottes Wort haben.

Lies eine Reihe von Beiträgen aus früheren Jahren:

2018 werde ich erneut einen Workshop unter dem Titel "Leben in zwei Welten" gestalten. Die Ausschreibung:

Hanniel Strebel (* 1975), Betriebswirt und Theologe, glücklich verheiratet, fünf heranwachsende Jungs. Es wird ihm in seinen verschiedenen Rollen immer stärker bewusst, dass er in einer säkularen Welt lebt, die anders «konfiguriert» ist. Diese «Luft», die wir einatmen, prägt uns Christen stärker, als uns lieb ist. Deshalb ist es Spiel-entscheidend, diese säkulare Welt- und Lebenssicht von der christlichen unterscheiden zu lernen. Timothy Kellers Arbeit in New York war jahrzehntelang diesem Anliegen verpflichtet. In seinem Workshop wird Hanniel aus Kellers Werk Schlussfolgerungen ableiten, die uns dabei helfen, das Unterscheidungsvermögen zu schärfen.

Vorlesung: Einführung in den 1. Korintherbrief

In meiner Einführung in den 1. Korintherbrief ging ich in drei Schritten vor:

Zuerst startete ich einen kurzen Rundflug durch den Brief. Ich schaute den Anfang (Positionierung des Autors, Charakterisierung der Adressaten) und das Ende (Reisepläne, Ergehen von Paulus) genauer an. Ich schritt durch die verschiedenen Problemzonen der Adressaten. Dabei versuchte ich die melodische Linie des Briefes herauszuarbeiten.

An zweiter Stelle folgt ein Abriss über die Beziehungsgeschichte von Paulus mit den Korinthern. Stichworte dazu: Gemeindegründung, erster Brief, Fragenbrief, erster kanonischer Brief, konfrontativer zweiter Besuch, Tränenbrief, banges Abwarten auf die Rückkehr von Titus, zweiter kanonischer Brief, Ankündigung eines dritten Besuchs. Die Beziehung ähnelt der eines Vaters zu seinem geliebten Sorgenkind. Ich hob hervor, dass Paulus auf die Gnade von Christus vertraute (1,4-9).

Dann gab es drei Kurzpredigten zu schwierigen Abschnitten, in denen ich die Aktualität des Briefes aufzeigte:

  1. Wie ging Paulus mit den Streitigkeiten/Parteiungen in Korinth um (1,11-4,21)?
  2. Was ordnete er im Inzestfall an (Kapitel 5)?
  3. Wie gehen wir mit Abschnitten um, zu denen es unterschiedliche Auslegungen gibt (Kapitel 14)?

Zum Mittschnitt (Teil I, Teil II).

Kolumne: Kinder von Frommen werden oft moralistisch gepolt…

… und gelten darum als "besonders schwierig". Was ich jetzt kurz skizziere, ist eine Tendenz im Sinne einer Zuspitzung. Letztlich kommt es auf das Wirken des Heiligen Geistes in einem Leben an.

"Die Saat": Keine Kultivierung der inneren Schaltzentrale

  1. Der Jö-Effekt: Das Kind ist süss, wenn es tut, was es will.
  2. Unterschätzen der kognitiven und vor allem emotionalen Fähigkeiten: Es muss sich nicht unterordnen, weil es dies angeblich (noch) nicht kann.
  3. Einsamkeit bei allem, was in Gedanken abgeht: Es wird nie nachgefragt etwa bei Zorn, Verzweiflung, Angst oder Langeweile. Dafür wird das Kind ständig in Details gefragt, was es will. (Anmerkung von mir als Bubenvater: So begibst du dich unter das Kind. Dümmer geht es kaum.)

"Das Wachstum": Zweigeteilter Alltag

  1. Zweiteilung des Lebens: Einige fromme Momente vor allem ausser Haus sind der einzige Berührungspunkt mit dem Glauben.
  2. Verhalten tadeln: Das Kind wird eigentlich nur dann zurechtgewiesen, wenn es den Eltern wegen anderen Menschen unangenehm ist.
  3. Schlüsselsituationen übergehen: (Jäh-)Zorn, Lügen, Ungehorsam bleiben ohne Nachfrage; sie ziehen höchstens Konsequenzen auf der Verhaltensebene nach sich.

"Die Reifung": Scham der Eltern

  1. Die Eltern antworten: Der Heranwachsende muss sich kaum positionieren; die Eltern beantworten auftauchende Fragen.
  2. Die Eltern rechtfertigen sich: Es wird ausgewählt mit den Gleichaltrigen verglichen ("das ist halt so in diesem Alter").
  3. Säkulare Grundeinstellungen: Der Heranwachsende antwortet unbewusst mit säkularen Denkvoraussetzungen

"Die Ernte": Bekehrung zum Säkularismus

  1. Die Abkehr: Es braucht einen geringen äusseren Auslöser (i. d. R. eine Beziehung) für die Bekehrung zum Säkularismus.

Weiter hirnen:

Kolumne: Wir schieben unsere Kinder ab – das säkulare Paradigma

Ich habe in früheren Jahren öfters darüber geschrieben. Hier meine aktuellen Überlegungen.

"Die Setzlinge" (Grundrhythmus)

  1. Man(n) hat lange keine Kinder.
  2. Wenn man(n) sie bestellt, müssen sie gleich kommen.
  3. Wenn sie da sind, muss man sie schnell wieder loswerden.

"Das Wachstum" (sich vor Störungen bewahren)

  1. Man(n) muss sie verwöhnen, äh, versorgen, mit Material (Essen, Spielsachen).
  2. Ergänzend dazu gibt es Games zur Betäubung (virtueller Raum).
  3. Unter der Woche und im Urlaub werden sie "betreut" (statt charakterlich trainiert).

"Die Reifung" (Symptom-Ebene)

  1. Sie sind anstrengend, wenn sie zugegen sind (Abend, Wochenende, Urlaub).
  2. Sie fordern auf der materiellen Ebene immer mehr.
  3. Sie kümmern sich je länger je weniger um die Eltern.

"Die Ernte"

  1. Sie werden nicht erwachsen.

Vorlesung: Einführung in den Galaterbrief

Vergangene Woche führte ich in fünf neutestamentliche Briefe ein. Den Startpunkt setzte ich mit einem kurzen Rundflug. Ich las Stellen aus dem ganzen Brief vor, um einen Eindruck zu Anliegen, (Haupt-)Botschaften und Grundstimmung und -Ton zu geben. Insbesondere betonte ich im Galater die Adressierung des Problems (1,6-9) sowie die Rekapitulation des Problems am Briefende (6,11-18). Es geht um ein Evangelium+ (Jesus + Gesetzeswerke). Bevor wir uns abwenden: Es wird auch heute an vielen Orten ein "Wohlstandsevangelium light" oder ein therapeutisches Evangelium gepredigt. Wir müssen gehörig aufpassen, nicht einer Version eines Dream your dream-Evangeliums auf den Leim zu gehen.

Im zweiten Teil führte ich jeweils durch die Briefstruktur. Im Galaterbrief sind dies drei Entgegnungen auf das verdrehte Evangelium, a) biografisch (das durch eine Offenbarung empfangene Evangelium, bestätigt durch die Jerusalemer Apostel), b) theologisch (Rechtfertigung aus Glauben und nicht aus Werken des Gesetzes) und c) pneumatologisch (Auswirkung auf die Beziehung zu Gott, zu den Lehrern und zu den Mitgeschwistern).

Hier geht es zum Mitschnitt (> 60 Minuten). Wer einen Kommentar sucht, kann sich hier schlau machen.

Kolumne: Menschen, die sich zu kurz gekommen wähnen…

… entwickeln oftmals soziale Muster, die ihr "Leck" noch vergrössern. Ich meine folgende Kennzeichen zu erkennen:

  1. Sie bekommen nie genug ("Leck"), was alle ausser sie selbst zu merken scheinen.
  2. Sie verbreiten eine unzufriedene, manchmal bittere Grundstimmung.
  3. Sie werden von anderen – gerade von Angehörigen – zunehmend gemieden.
  4. Sie hängen sich gerne an neue Menschen in der Funktion von "Heilsbringern", von denen sie sich die Deckung ihres Defizits erhoffen.
  5. Nach einer Zeit wenden sie sich enttäuscht vom Retter ab.
  6. In Gedanken sind sie oft bei dem, was ihnen ihrer Meinung nach fehlt um glücklich zu sein.
  7. Wenn sie zu jemandem Vertrauen fassen, sprechen sie lange von dem, was ihnen vermeintlich fehlt.
  8. Sie benützen erlittene Verletzungen als Tarnung für ihre Ich-Bezogenheit.

Timothy Keller schildert meisterhaft diese Züge in seinem Buch über die Ehe (das sich auch für Singles lohnt) und beschreibt, wie solche Menschen Beziehungen schnell ruinieren. Wie alle Menschen brauchen sie Ent-Tarnung und die zunehmende Erfahrung der Fülle durch die Kraft des Evangeliums.

In ähnlicher Weise habe ich bereits einen anderen verdeckten Götzen im Artikel "Beziehungsgötzen entlarven" beschrieben.

Standpunkt: Drei Statements zu Familie, Bibel und Evangelium

Drei Botschaften sind mir während des Aidlinger Sommeraufenthalts wichtig geworden.

Aidlinger Statement I "Pastorat in der Familie": Ich bin in erster Linie Pastor meiner Familie. Ich trage die Verantwortung, meine Frau dem geistlichen Kampf nicht schutzlos preiszugeben und meine Kinder nicht unvorbereitet aufs Spielfeld der nach-säkularen Gesellschaft zu schicken. (Mit nach-säkular meine ich: Das Amalgan des Kulturchristentums löst sich auf. Nach dem Inhalt verschwindet auch die Form. Das Christentum wirkt in den Tiefenschichten unserer Gesellschaft nach.)

Aidlinger Statement II "Teile der Bibel tabuisiert": Von klein auf nervt mich, dass wir grosse Teile der Bibel nicht lesen, vor allem das Alte Testament. Wir vermeiden biblische Begriffe wie Sünde und Zorn und vernachlässigen Abschnitte durch Übergehen. Es gibt eine simple Alternative: Predige nicht über deine Gedanken und Eindrücke, sondern fortlaufend über Gottes Wort. Die ganze Bibel passt in die ganze Wirklichkeit – auch wenn wir sie infolge Begrenztheit unvollständig und infolge Sünde verzerrt wahrnehmen. Unsere säkulare Umgebung hat jede Menge neue Tabus geschaffen (erkennbar durch die politische Korrektheit). Die Bibel enttabuisiert. Hören wir hin, es verstecken sich viele Geschenke Gottes dahinter.
 
Aidlinger Statement III "Zerrbild des Evangeliums": Ich befürchte, dass heute weithin ein Zerrbild des biblischen Evangeliums verkündigt wird. Die Sünde wird als Erfüllungshemmung uminterpretiert. Das heisst: Wenn dich etwas an deiner Erfüllung stört, dann beseitige es. Jesus hilft dir dabei. Wenn dir die Beseitigung gelingt, bist du von seiner Liebe geküsst worden. Falsche Diagnose und falsche Lösung. So bleiben wir in unserem Elend. (Anmerkung: Dass uns etwas an der wahren Erfüllung hindert, stimmt ja! Und das Sehnen nach wahrer Freude ist ebenfalls Gott-gegeben.)

Hanniel hirnt (93): Wie ist das mit der Heiligung?

Wer wiedergeboren wird, hat eine Wegstrecke vor sich, die bis zum Tod andauert. Diese ist geprägt von einem Auf und Ab, von sonnigen und nebligen Etappen. Es ist ein Fallen und Aufstehen, bis es am Schluss in die Herrlichkeit geht. Der Tod ist der letzte Feind. Jesus hält bis zum Schluss. In diesem 30-minütigen Podcast beschäftige ich mich mit dem umfassenden Thema in drei Schritten:

  1. Wiedergeburt ist der Startpunkt. Ohne neues Leben keine Heiligung. Wann und wie Gott Menschen bekehrt, geschieht äusserst vielfältig. Ich betrachte die beiden Prototypen Petrus und Paulus.
  2. Zwischen Wiedergeburt und dem Heimgehen gehen wir durch viele Anfechtungen. Ich bringe das Bild des D-Day/V-Day (aus dem Zweiten Weltkrieg) und einige Szenen aus John Bunyans Pilgerreise.
  3. Wir sind gerechtfertigte Sünder. Wir können noch sündigen, müssen aber nicht mehr. Das lehrt uns vor allem der 1. Johannes-Brief.

Vortrag: Warum ich exegetisch hinter der neuen alten Paulus-Perspektive stehe

Als Einleitung meiner Auslegung der Paulusbriefe (Mitschnitt) habe ich eine erste Vorlesung zu Paulus gegeben. Ich stützte mich vor allem auf die ausgezeichnete Einführung von D. A. Carson/Moo, Introduction to the New Testament. IVP, 2005 (2. Auflage), S. 354-390.

Ich habe zudem auf das kurze, zusammenführende und stark auf der Auslegung der Texte beruhende Buch des schwedischen, in Kanada lehrenden Theologen Stephen Westerholm, Justification Reconsidered, hingewiesen. Eine knappe Übersicht über die aktuelle Paulusforschung und Gründe, weshalb wir bei der reformatorischen Auslegung der Paulus-Texte bleiben sollten, hat Ron Kubsch "Handreichung zur Neuen Paulus-Perspektive" auf verkraftbaren 76 Seiten geliefert. Kubsch ist auch Verfasser einer ausgezeichneten inhaltlichen Rezension zu Westerholms kurzen Buch.

Im ersten Teil zur Bedeutung von Paulus stellte ich die Kontinuität zwischen Jesus und Paulus heraus, wobei die historisch-kritische Forschung ja standardmässig Unterschiede, Weiterentwicklung, ja Verzerrung sehen will. Gerade die Berufung und Beauftragung von Jesus (Apg 9) stellt hierfür den Anfangspunkt dar.

Dann wandte ich mich einigen Details seiner Biografie zu, wie etwa seinem ersten Beruf als Zeltmacher, seiner erstklassigen Ausbildung, der jüdischen Prägung (sprachlich und kulturell) wie auch dem römischen Bürgerrecht.

Natürlich durfte auch ein Überblick über den missionarischen Dienst nicht fehlen. Paulus lange 17 Jahre bis zur ersten Missionsreise, seine drei grossen Reisen der Apostelgeschichte sowie den weiteren – aus den Briefen rekonstruierten – Verlauf gehören dazu.

Wirklich sehr kurz stellte ich die Bemühungen dar, Paulus in einem anderen Licht darzustellen (Neue Paulus-Perspektive). Was als letzter Schrei verkauft wird, ist bereits über 40 Jahre alt. Es gibt heute auch in der Forschung berechtigte Bedenken.

Predigt: Behüte dein Herz!

In der Einleitung meiner Predigt zu Sprüche 4,20-27 (Mitschnitt) habe ich einige Momente verwendet, um zu erklären, von welcher inneren Landkarte ich ausgehe, wenn ich predige.

  1. Wir leben in einer nach-säkularen Zeit. Über Generationen ist die Substanz des christlichen Glaubens und der Weltsicht wegerodiert. Nun verschwinden in einem beängstigenden Tempo auch die Formen dieses Glaubens. Substanz weg, Form (zumindest teilweise) weg – das bedeutet: Es wirkt noch in den "Tiefenschichten" und zum Glück strukturell (Gesetze, Wirtschaft, Bildung) nach. Doch der neu-heidnische Ansatz (Schamkultur, Eklektizismus) hat Fuss gefasst und macht Plätze wett.
  2. Die Christen hinken noch einige Takte hinterher. Sie sind noch stark mit der Selbst-Säkularisierung beschäftigt. Doch diese Demontage geschieht beschleunigt. Zum Teil gutgläubig (zum Beispiel mit dem "Liebesgeflüster Gottes", einer entarteten Darstellung von Gottes Charakter) vollziehen sie Entscheide nach (Sexualethik, Medizinethik) und wollen um (fast) jeden Preis politisch korrekt bleiben.
  3. Die Erneuerung kann nur durch den Geist Gottes kommen. Dieser wirkt Hunger nach seinem Wort (Amos 8,11). So wie zur Zeit der Propheten dieses Wort verkündigt wurde, so ergeht es heute in doppelter Hinsicht: Es ruft zur Busse auf (Segen), und es warnt vor dem Gericht (Fluch).

Durch den Ansatz der (radikalen) Leserorientierung verkürzen sich viele Bibelleser den Weg zum Wort Gottes. Diese Abkürzung wird für sie zur Falle. Weshalb? Sie gehen oftmals an den Hauptbotschaften, die Gott bereithält, vorbei. Es ist deshalb wichtig, bei jedem Abschnitt sorgfältig zu bedenken: Wo steht er? Weshalb steht er dort? Was ist die Hauptbotschaft?

a) Ein weiser Lehrer wendet sich väterlich an…
b) einen aufmerksamen Schüler
c) und lehrt ihn über die wahre Weisheit.

Wahre Weisheit gibt es nur in einem offenen Universum, das mit dem persönlich-unendlichen Gott rechnet. Sie wendet sich gegen das Böse, wobei die Linie zwischen Gut und Böse nicht von Menschen, sondern durch Gottes Gesetz vorgegeben wird (vgl. Sprüche 8,13). Diese Weisheit wirkt sich Tag für Tag in jedem Lebensbereich aus.

Im vorliegenden Abschnitt geht es um die 7. Mein-Sohn-Lektion. Der Abschnitt strotzt nur so von verschiedenen Körperteilen (Ohr, Augen, Herz, Leib, Mund, Augen, Fuss). Zudem ist er durchsetzt von Tätigkeitswörter für die innere und äussere Orientierung. Die Mitte des Abschnitts ist V. 23 mit der Priorität, sein eigenes Herz zu behüten.

1. Schritt: Deine Schaltzentrale muss erneuert werden. Unsere innere Schaltzentrale, das Zentrum für sämtliche Entscheidungen, muss von Gott ersetzt werden. Diese Herzoperation können wir nicht selbst vornehmen. Was würde registriert werden, wenn in einem 24-Stunden-Gedanken-EKG alles aufgezeichnet würde (Hoffnungen, Ängste und Befürchtungen)?

2. Schritt: Achte darauf, was du dir zuführst! Wir sind Empfänger von unzähligen Signalen. Wir werden bombardiert. Wir steuern mit, was wir aufnehmen und wovor wir uns schützen. Welche Botschaften sind zugelassen? Welche wollen wir überhören? Was sind unsere Quellen? Was sind gute Quellen, werden aber selten gehört? Was sind schlechte Quellen, denen wir zuviel Aufmerksamkeit schenken?

3. Schritt: Achte darauf, wo du hingehst! Nimm Abstand von verkehrten Reden (z. B. Verleumdungen, Zurechtbiegen von Informationen, Selbstrechtfertigung). Beginne dich zu achten, wohin deine Augen schweifen. Diese internalisierten Impulse bewegen uns zu dem, wo wir hingehen.

Fazit: Das von Christus erneuerte Herz entwickelt neue Gewohnheiten für seinen Input, was seine Lebensschritte in eine andere Richtung lenkt.